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Verordnung von Arznei- und Verbandmitteln

Hinweise zum Ausstellen einer Arzneimittelverordnung

Ab 1. Juli 2015 auch Vornamen und Telefonnummer auf Verordnungen von Arzneimitteln und Medizinprodukten Pflicht

Grundlagen für die Verordnungsfähigkeit von Arznei- und Verbandmitteln zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung:

Paragraph 31 SGB V
Paragraph 34 ff. SGB V
Paragraph 92 SGB V

Die Arzneimittelrichtlinie (AM-RL) gemäß Paragraph 92 SGB V

Arzneimittelrichtlinie

Beonders hinweisen möchten wir auf:

Anlage I („OTC-Ausnahmeliste“),
Anlage II (Ausschluss von Life-Style-Arzneimitteln),
Anlage III (Übersicht über Verordnungseinschränkungen und -ausschlüsse),
Anlage IV (Therapiehinweise zu ausgewählten Wirkstoffen),
Anlage V (Verordnungsfähigkeit von Medizinprodukten),
Anlage VI (Off-Label-Use),
Anlage VIII (Hinweise zu Analogpräparaten)

Besonderheiten

Verordnung von Betäubungsmitteln

 

Als besondere Rechtsvorschriften sind insbesondere das Betäubungsmittelgesetz und die Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung zu nennen. Aktuelle Fassungen der rechtlichen Grundlagen erhalten Sie auf:

www.bfarm.de
Die Ausstellung eines Betäubungsmittelrezeptes erfolgt gemäß den Vorgaben des Paragraphen 9 "Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung" (BtMVV).

Die Rückgabe von Betäubungsmittelrezepten erfolgt per Einschreiben

direkt an das BfArM. Eine Weitergabe an andere Berechtigte ist

untersagt.

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Was tun bei Diebstahl bzw. Verlust von Rezepten und Arztstempel?


Bei Verlust von Betäubungsmittelrezepten ist Folgendes unverzüglich zu veranlassen

  • schriftliche Meldung unter Angabe von BtM-Nr. des Arztes und Rezeptnummer an das
    Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) Bundesopiumstelle
    Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3
    53175 Bonn
    Fax: 0228 207 5985
  • Diebstahlsanzeige bei der Polizei
  • Formlose schriftliche Meldung an die KVS Bezirksgeschäftsstelle

Bei Verlust von Rezepten bzw. des Arztstempels ist Folgendes zu veranlassen:

  • Diebstahlsanzeige bei der Polizei
  • Formlose schriftliche Meldung an die Bezirksgeschäftsstelle

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Verordnung antineoplastischer Wirkstoffe

 

Gemäß der Onkologievereinbarung ist die Abrechnung der Gebührenordnungsposition 96502, 96503 und 96505 nur unter Angabe des verwendeten Medikaments in der Feldkennung 5002 oder 5009 berechnungsfähig. Die aktuelle Liste der antineoplatischen Wirkstoffe ist im rechten Seitenrand zu finden.

 

 

 

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Schnittstellen der Arzneimittelversorgung

Krankenhausaufenthalt

Die medikamentöse Versorgung der Patienten während eines stationären Aufenthaltes ist durch das Krankenhaus sicherzustellen.

Die Kosten für Arzneimittel sind in den Vergütungen für die Behandlung enthalten. Krankenhausbehandlung umfasst im Rahmen des Versorgungsauftrages alle Leistungen, die im Einzelfall nach Art und Schwere der Erkrankung für die medizinische Versorgung des Versicherten notwendig sind (§ 39 Absatz 1 Satz 3 SGB V, § 2 Bundespflegesatzverordnung). Das gilt auch für interkurrente Erkrankungen.

Gleiches gilt auch bei teilstationärer Behandlung. Auch in diesem Fall geht der Versorgungsauftrag - einschließlich aller notwendigen Arzneimittel - mit dem Beginn der Behandlung auf das Krankenhaus über.

Ab dem 1. Oktober 2017 sind die Krankenhäuser verpflichtet, für geeignete Patienten ein Entlassmanagement zu organisieren. In diesem Zusammenhang können Krankenhausärzte bestimmte Leistungen in einem begrenzten Umfang veranlassen (Arznei-, Verband-, Heil- und Hilfsmittel, häusliche Krankenpflege und Soziotherapie) sowie Arbeitsunfähigkeit feststellen, um die Überbrückung von der stationären zur ambulanten Versorgung zu gewährleisten. Desweiteren ist die Mitgabe von Arzneimitteln möglich, wenn im unmittelbaren Anschluss an die Behandlung ein Wochenende oder ein Feiertag folgt. Das Wirtschaftlichkeitsgebot ist zu beachten.

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Schlagworte:

Arzneimittel-Richtlinie

Therapiehinweise

Arzneimittelkommission

Betäubungsmittel

Betäubungsmittelgesetz

Arzneimittelversorgung

Krankenhausaufenthalt

Rehabilitationseinrichtungen

Praxisbesonderheiten Arzneimittel