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Substitutionsausschlussliste - Aufnahme von acht weiteren Wirkstoffen

08.07.2016

Der Gemeinsame Bundesausschuss hat weitere acht Wirkstoffe in die Substitutionsausschlussliste aufgenommen. Damit steigt die Zahl der Wirkstoffe bzw. Fixkombinationen, bei denen die Fertigarzneimittel in bestimmten Darreichungsformen in der Apotheke nicht gegen preisgünstigere oder rabattierte Präparate ersetzt werden dürfen, auf insgesamt 16.

Die Substitutionsausschlussliste umfasst nun folgende Wirkstoffe bzw. Fixkombinationen:

  • Neu: Buprenorphin (transdermale Pflaster mit unterschiedlicher Applikationshäufigkeit, z. B. alle drei bzw. vier Tage)
  • Neu: Oxycodon (Retardtabletten mit unterschiedlicher Applikationshäufigkeit, z. B. alle 12 bzw. 24 Stunden)
  • Neu: Hydromorphon (Retardtabletten mit unterschiedlicher Applikationshäufigkeit, z. B. alle 12 bzw. 24 Stunden)
  • Neu: Phenobarbital (Tabletten)
  • Neu: Phenprocoumon (Tabletten)
  • Neu: Primidon (Tabletten)
  • Neu: Valproinsäure (retardiert)
  • Neu: Carbamazepin (retardiert)
  • Betaacetyldigoxin (Tabletten)
  • Ciclosporin (Lösung zum Einnehmen sowie Weichkapseln)
  • Digitoxin (Tabletten)
  • Digoxin (Tabletten)
  • Levothyroxin-Natrium (Tabletten)
  • Levothyroxin-Natrium und Kaliumjodid (fixe Kombination, Tabletten)
  • Phenytoin (Tabletten)
  • Tacrolimus (Hartkapseln)

Bei der Verordnung von Fertigarzneimitteln mit diesen Wirkstoffen bzw. Fixkombinationen ist die genaue Angabe des Herstellers erforderlich und das Aut-idem-Feld freizulassen.

Hinweis:
Bitte beachten Sie, dass Ihre Patienten bei der Verordnung der oben genannten Wirkstoffe/Fixkombinationen exakt das von Ihnen verschriebene Fertigarzneimittel erhalten. Möglicherweise ist bei einigen Patienten künftig eine Änderung der Verordnung nötig, sofern diese Patienten aufgrund von Rabattverträgen bisher ein anderes als das von Ihnen namentlich verordnete Arzneimittel erhielten. Bitte beachten Sie dies bei der Ausstellung der Verordnung, damit es nicht zu einem unbeabsichtigten Präparatewechsel kommt.

Der aktuelle Beschluss des G-BA tritt am 01.08.2016 in Kraft.

                                                                          - Verordnungs- und Prüfwesen/neu -