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Austausch von TI-Komponenten - wegen Zertifikatsablauf

Allgemeine Hinweise

Alle eingesetzten TI-Komponenten - d.h. Konnektoren und stationäre Kartenterminals - enthalten ein Sicherheitszertifikat, welches nach einer Laufzeit von fünf Jahren seine Gültigkeit verliert. Vor Ablauf dieser Zertifikate müssen die TI-Komponenten zwingend ausgetauscht werden, damit eine Anbindung an die Telematik-Infrastruktur (TI) und die Nutzung der TI-Anwendungen weiterhin möglich ist.

Nach Ablauf der Zertifikate der einzelnen TI-Komponenten ist ein Verbindungsaufbau zur TI nicht mehr möglich.

Das heißt, das Einlesen von elektronischen Gesundheitskarten (eGKs), der Versand von KIM-Nachrichten (z.B. eArztbriefe und die eAU), der Zugriff auf die Anwendungen (elektronischer Medikationsplan, Notfalldatenmanagement, elektronische Patientenakte) und die Durchführung des Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) funktionieren dann nicht mehr. Ein Einlesen der eGKs ist nur solange möglich, bis auch das Zertifikat der Sicherheitsmodulkarte des stationären Kartenlesegerätes (gSMC-KT) abgelaufen ist.

Die Konnektoren, die die sichere Verbindung zur TI aufbauen, müssen rechtzeitig vor dem Ablauf der Sicherheitszertifikate ausgetauscht und durch neue Geräte ersetzt werden.

Aktuell gibt es drei Konnektor-Typen auf dem Markt:

  • Koco-Box (Fa. CGM)
  • Secunet
  • Rise

Im Jahr 2022 sind ausschließlich die ersten CGM Konnektoren (Koco-Box) vom Austausch betroffen, da diese bereits das Laufzeitende erreicht haben. Der Austausch der Konnektoren der Firma Rise soll im Sommer 2023, der Austausch der Secunet Konnektoren im Herbst 2023 starten.

Hinweis: Für die künftige Möglichkeit der Laufzeitverlängerung via Software-Update wird derzeit von der gematik eine Spezifikation erarbeitet, die den Praxen voraussichtlich frühestens ab Herbst 2023 als Alternative zum Hardwaretausch zur Verfügung steht.

Neben den Konnektoren sind noch weitere TI-Komponenten vom Austausch betroffen, die von den PVS-Anbietern in der Regel zeitgleich mit den Konnektoren ausgetauscht werden, wenn bei diesen Komponenten die Sicherheitszertifikate ebenfalls abgelaufen sind oder innerhalb der nächsten 6 Monate ablaufen.

 

Übersicht der weiteren TI-Komponenten                

  • SMC-B: Der Praxisausweis  (auch SMC-B-Karte genannt) ist in Ihrem stationären Kartenterminal eingesteckt und versiegelt, dieser wird zur Authentifizierung Ihrer Praxis gegenüber der TI benötigt.
  • gSMC-KT: Die gerätespezifische Sicherheitsmodulkarte ist eine kleine Karte, die seitlich in Ihr stationäres eHealth-Kartenterminal gesteckt wird. Diese beinhaltet elektronische Zertifikate, um die stationären Kartenlesegeräte gegenüber dem Konnektor zu authentisieren.

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Finanzierung

 

Konnektortausch

Beinhaltet den Austausch des Konnektors, inklusive der Entsorgung des Altgerätes, sowie die Installation einer neuen SMC-B-Karte (Praxisausweis) in den Konnektor. Auch der Austausch einer Sicherheitsmodulkarte in einem stationären Kartenterminal ist Teil der Pauschale.        

 

gSMC-KT-Tauschpauschale

Diese Pauschale kann geltend gemacht werden, wenn mit dem Austausch des Konnektors die Sicherheitsmodulkarten weiterer Kartenterminals aktualisiert werden müssen, weil sie innerhalb der nächsten sechs Monate ablaufen.

PauschaleHöheErläuterung
Konnektortausch-Pauschale
inkl. einer gSMC-KT*
2.300 Euro

einmalig je Vertragsarztpraxis
inkl. Installation

gSMC-KT*-Tausch-Pauschale100 Euro

einmalig je stationären Kartenterminal
inkl. Installation

* gSMC-KT = Sicherheitsmodulkarte stat. Kartenterminals

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Auszahlung über die KV Sachsen

Der Konnektortausch wird über die Abrechnungsdatei der Praxis durch die KV Sachsen automatisch registriert und zur Erstattung gebracht.

Die Information, dass in der Praxis ein neuer Konnektor installiert worden ist und dass über diesen ein Versichertenstammdatenabgleich (VSDM) eines Patienten erfolgt ist, wird automatisch, ohne dass es einer Aktivität der Praxis bedarf, in deren Abrechnungsdatei registriert.

Auf Basis dieses automatisch generierten Nachweises werden je Betriebsstätte die TI-Pauschalen für den Konnektortausch und für weitere Sicherheitsmodulkarten (gSMC-KT)  für stationäre Kartenlesegeräte, deren Zertifikate zum Zeitpunkt des Tauschs höchstens sechs Monate Restlaufzeit haben, mit der Abrechnung desjenigen Quartals, in dem die Abrechnungsdatei den Wechsel des Konnektor anzeigt, automatisch durch die KV Sachsen ausgezahlt.

Eine Übermittlung von weiteren Nachweisen bzw. eine Antragsstellung wird durch die KV Sachsen nicht erwartet und auch nicht registriert.

Aktuell ist der Start für die Auszahlung der TI-Pauschalen für im vierten und rückwirkend auch im dritten Quartal 2022 getauschte Konnektoren für April 2023 vorgesehen.

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Zusammenfassung
  • Kein Antrag weder schriftlich noch elektronisch bzw. keine Betriebsbereitschaftserklärung über das Mitgliederportal der KV Sachsen
  • Keine Zusendung von Rechnungen oder Installationsprotokollen
  • Erfassung automatisch durch KV Sachsen aus der Honorarabrechnung
  • Auszahlung automatischdurch die KV Sachsen mit der Quartalsabrechnung desjenigen Quartals, ab dem das  Praxisverwaltungssystem einen automatisch generierten Nachweis über den Hardwaretausch enthält.

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