Auszahlung der Telematikinfrastruktur - Pauschalen


Praxen müssen die Kosten für die Anschaffung der Geräte und Dienste sowie für die Installation zunächst selbst tragen, erhalten jedoch nachträglich Pauschalen für die Erstausstattung, den Installationsaufwand sowie für die quartalsweisen Betriebskosten erstattet.

a) Automatische Erstattung

  • Versichertenstammdatenmanagement (VSDM)

    Die Auszahlung der Erstausstattungs- und der laufenden Betriebskostenpauschalen erfolgt automatisch durch die KV Sachsen nachdem der jeweilige Leistungsort an die TI angebunden wurde, ohne dass es einer gesonderten Beantragung bedarf. Hierfür ist die Durchführung des Versichertenstammdatenmanagements (VSDM) durch die Praxen notwendig. Dabei wird ein Nachweis im Praxisverwaltungssystem gespeichert und mit der Quartalsabrechnung an die KV Sachsen übermittelt. Die KV Sachsen erkennt, ob und wann eine Praxis zum ersten Mal das VSDM durchgeführt hat. Die Auszahlung der Pauschalen erfolgt dann mit der Honorarauszahlung für das Quartal, in dem zum ersten Mal das VSDM durchgeführt wurde.
     
  • Notfalldatenmanagement (NFDM)/ elektronischer Medikationsplan (eMP)

    Für die Erstattung der in der Anlage 32 BMV-Ä vereinbarten TI-Pauschalen NFDM/eMP, muss gegenüber der KV Sachsen die sogenannte „Betriebsbereitschaft NFDM/eMP“ erklärt  werden.

    Hierfür kann ab der Verfügbarkeit des „eHealth-Konnektor“-Updates und des NFDM/eMP-Updates für das Praxisverwaltungssystem ausschließlich im Mitgliederportal der KV Sachsen die Betriebsbereitschaft der jeweiligen Fachanwendung je Leistungsort online erklärt werden. Dafür loggen sie sich im Mitgliederportal mit Ihren Zugangsdaten ein, wählen die Rubrik „Weitere Dienste“ und dort das Thema „Betriebsbereitschaft NFDM/eMP“ aus, um für den jeweiligen Leistungsort die Betriebsbereitschaft anzuzeigen. Die Auszahlung der TI-Pauschalen erfolgt nach der Anzeige automatisch mit der Honorarzahlung für das Quartal der Erklärung der Betriebsbereitschaft.
     
  • Kommunikation im Medizinwesen (KIM)

    Für die Erstattung der in der Anlage 32 BMV-Ä vereinbarten TI-Pauschalen KIM, muss gegenüber der KV Sachsen die sogenannte „Betriebsbereitschaft KIM“ erklärt  werden.

    Hierfür kann  ab der Verfügbarkeit des „eHealth-Konnektor“ -Updates und der erfolgten Installation bzw., bei einigen Anbietern, Freischaltung des KIM - Dienstes  für das Praxisverwaltungssystem ausschließlich im Mitgliederportal der KV Sachsen die Betriebsbereitschaft je Leistungsort online erklärt werden. Dafür loggen sie sich im Mitgliederportal mit Ihren Zugangsdaten ein, wählen die Rubrik „Weitere Dienste“ und dort das Thema „Betriebsbereitschaft KIM“ aus, um für den jeweiligen Leistungsort die Betriebsbereitschaft anzuzeigen. Die Auszahlung der TI-Pauschalen erfolgt nach der Anzeige automatisch mit der Honorarzahlung für das Quartal der Erklärung der Betriebsbereitschaft.

b) Kein VSDM-Abgleich möglich

  • Für Ärzte von Fachgruppen (Labormediziner, Pathologen und Anästhesisten*), die in Ihrem Behandlungskontext keinen VSDM-Abgleich durchführen können, ist für die Erstattung der Erstausstattungs- und der laufenden Betriebskostenpauschalen des TI-Anschlusses ein Antrag erforderlich, da der Anschluss nicht anhand der eingereichten Abrechnungsdaten festgestellt werden kann. Der Antrag steht den betreffenden Fachgruppen im Downloadbereich des Mitgliederportals zur Verfügung.