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Bitte beachten Sie den folgenden Link für Meldungen an das Klinische Krebsregister Sachsen:

www.krebsregister-sachsen.de 

Palliativversorgung

Rechtsgrundlage

Vereinbarung zur besonders qualifizierten und koordinierten palliativ-medizinischen Versorgung vom 1. Januar 2017

Abrechnungsfähige Leistungen

Gebührenordnungsposition(en): ab 1. Oktober 2017

  • GOPen, die nur mit Genehmigung zur besonders qualifizierten Palliativversorgung der Kassenärztlichen Vereinigung abgerechnet werden dürfen:

    37300
    – Palliativmedizinische Ersterhebung
    37302 – Zuschlag für den koordinierenden Vertragsarzt
    37317 – Zuschlag zur GOP 37302 für die Erreichbarkeit in kritischen Phasen
    37318 – Telefonische Beratung von mind. 5 Min. Dauer zw. 19:00-7:00 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertagen
  • GOPen, die von allen an der Versorgung von Palliativpatienten beteiligten Ärzten abgerechnet werden dürfen (keine Genehmigung der Kassenärztlichen Vereinigung erforderlich):

    37305 – Zuschlag zu den GOP 01410 und 01413 für die Palliativversorgung des Patienten in der Häuslichkeit
    37306 – Zuschlag zu den GOP 01411, 01412 und 01415 für die Palliativversorgung des Patienten in der Häuslichkeit
    37320 - Fallkonferenz
  • GOP, die nur von konsiliarisch tätigen Ärzten mit der Zusatzweiterbildung Palliativmedizin abgerechnet werden kann:

    37314
    - Pauschale für Konsiliarärzte für die konsiliarische Erörterung und Beurteilung komplexer medizinischer Fragestellungen, wenn sie von dem palliativmedizinisch betreuenden Arzt zu Rate gezogen werden, den Patienten aber nicht visitieren.

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Antragsberechtigt

alle niedergelassenen und angestellten Haus- und Fachärzte der unmittelbaren Patientenversorgung

Anforderungen

Fachliche Anforderungen

Praktische Erfahrungen:

  • Nachweis einer mindestens 2-wöchigen Hospitation in einer Einrichtung der Palliativversorgung oder einem SAPV-Team

    ODER

  • Nachweis der Betreuung von mindestens 15 Palliativpatienten innerhalb der letzten drei Jahre

Theoretische Kenntnisse:
a)    

  • Nachweis der Teilnahme an der 40-stündigen Kurs-Weiterbildung „Palliativmedizin“ nach dem (Muster-)Kursbuch Palliativmedizin der BÄK bzw.
  • Berechtigung zum Führen der Zusatzbezeichnung „Palliativmedizin“

ODER

b)    

  • Nachweis der Teilnahme an der strukturierten curricularen Fortbildung „Geriatrische Grundversorgung“ nach BÄK (60 Stunden) bzw.
  • Genehmigung „Geriatrie“ bzw.
  • Berechtigung zum Führen der Zusatzbezeichnung „Geriatrie“
    und
  • Nachweis der Fortbildung „Curriculum Psychosomatische Grundversorgung“ (80 Stunden) bzw.
  • Genehmigung Psychosomatische Grundversorgung gem. Psychotherapie-Vereinbarung
    und
  • Nachweis der Zusatzqualifikation „Spezielle Schmerztherapie“ (80 Stunden) bzw.
  • Genehmigung „Spezielle Schmerztherapie“ bzw.
  • Berechtigung zum Führen der Zusatzbezeichnung „Spezielle Schmerztherapie“

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Organisatorische Voraussetzungen

  • Die Anwendung evidenzbasierter und zugleich praxiserprobter Leitlinien in der aktuellen Fassung (z.B. S3 Leitlinie Palliativmedizin) und die Bereitschaft zur Erfüllung der Aufgaben nach §§ 4 und 5 der QS-Vereinbarung zur Palliativversorgung.
  • Zur kontinuierlichen Fortentwicklung der palliativ-medizinischen Qualifikation sind regelmäßige palliativmedizinische Fortbildungen im Umfang von 8 Fortbildungspunkten pro Jahr, insbesondere durch
  • die Teilnahme an Qualitätszirkeln oder Fallkonferenzen im Rahmen der Fortbildung nach § 95d, nachzuweisen.
  • Um die in der allgemeinen ambulanten Palliativversorgung häufig auftretende besondere Schmerzsymptomatik der Patienten adäquat versorgen zu können, müssen gültige BTM-Rezepte (dreiteiliges amtliches Formblatt) gemäß Betäubungsmittelverschreibungsverordnung vorliegen

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Personelle Voraussetzungen

  • Erfüllung der Anforderungen gemäß § 4 „Interdisziplinäre Zusammenarbeit im Team“ der Vereinbarung zur Palliativversorgung-    Gewährleistung und Koordination der erforderlichen Einbeziehung sowie im Bedarfsfall die notwendige fortlaufende Abstimmung mit weiteren Leistungserbringern entsprechend dem individuellen Bedarf des Patienten
  • Nachweis der Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern gemäß § 7 Abs 2 der Vereinbarung zur Palliativversorgung zur Erklärung der gegenseitigen Zusammenarbeit sowie der Gewährleistung verbindlicher Absprachen zu den folgenden Aufgaben:
    • Sicherstellung der palliativmedizinischen Versorgung während sprechstundenfreier Zeiten, an Wochenenden und Feiertagen,
    • Regelungen zum gegenseitigen Informationsaustausch,
    • Organisation gemeinsamer, patientenorientierter Fallbesprechungen und
    • Durchführung von Konsilen

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Grundsätzliche Einschränkungen
  • Die Durchführung und Abrechnung der beantragten genehmigungspflichtigen Leistung(en) ist erst nach Erteilung der Genehmigung rechtens. Die Genehmigung kann grundsätzlich nicht rückwirkend erteilt werden.
  • Die Leistungen nach der Vereinbarung zur Palliativversorgung können nicht erbracht werden, wenn der zu behandelnde Patient, Leistungen im Rahmen der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) – mit Ausnahme der Beratungsleistung – gemäß § 37b SGB V i.V.m. § 132d Abs. 1 SGB V erhält.


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Besondere Informationen

Die Angaben zu den Kooperationspartnern dienen als Nachweis, dass ein palliativ-medizinisches Netzwerk besteht.

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