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Genehmigungspflichtige Leistungen

Die Durchführung und Abrechnung bestimmter ärztlicher Leistungen in der ambulanten Versorgung durch Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten ist an spezifische Anforderungen zur fachlichen Qualifikation, apparativen Praxisausstattung oder an Mindestmengen der Leistungserbringung geknüpft.

Die Prüfung der Voraussetzungen zur Leistungserbringung und ggf. der Auflagen nach Vorliegen einer Besonderen Genehmigung obliegt der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen. Dazu prüft die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen, ggf. mit Hilfe einer ärztlichen oder psychotherapeutischen Kommission, die Genehmigungsanträge und führt Qualitätssicherungskontrollen, wie beispielsweise Stichprobenprüfungen von Dokumentationen oder Konstanzprüfungen von Bilddokumentationen, durch.

Informationen über die Anforderungen für die jeweilige Genehmigung und die entsprechenden gesetzlichen Grundlagen sowie die Antragsformulare erhalten Sie in den Bezirksgeschäftsstellen der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen oder unter den nachfolgend aufgeführten Leistungsbereichen:

Laufende Qualitätssicherungsmaßnahmen während der SARS-CoV-2-Pandemie

Mindestfrequenzprüfung

Die Mindestfrequenzprüfung im Jahr 2021 (Prüfzeitraum IV.2019 - III.2020) findet grundsätzlich statt. Sollten die Frequenzen aufgrund der SARS-COV-2-Pandemie nicht erfüllt werden, ergeben sich daraus für den betroffenen Arzt keine Nachteile.

Die Mindestfrequenzprüfung im Jahr 2022 (Prüfzeitraum IV.2020 - III.2021) findet nach derzeitigem Stand wieder regulär statt.

Spezifische Fortbildungsprüfung

Die spezifische Fortbildungsprüfung im Jahr 2021 für das Prüfjahr 2020 wird einmalig ausgesetzt. Themengebiete mit einem mehrjährigen Prüfzeitraum werden um ein Prüfjahr verlängert.

Für die spezifische Fortbildungsprüfung im Jahr 2022 für das Prüfjahr 2021 hat der Vorstand der KVS festgelegt, dass in allen Quartalen, die als „Corona-Quartal“ definiert werden, nur die hälftige Anzahl an Fortbildungspunkten nachgewiesen werden müssen. Für das Jahr 2021 wurden alle Quartale als „Corona-Quartale“ definiert. Folglich müssen in allen Themengebieten für 2021 nur die Hälfte der gesetzlich oder vertraglich geforderten Fortbildungspunkte nachgewiesen werden. Bei mehrjährigen Prüfzeiträumen erfolgt eine entsprechende anteilige Reduzierung der nachzuweisenden Fortbildungspunkte.

Was das bedeutet, möchten wir an dem folgenden Beispiel veranschaulichen:

Im Themengebiet Geriatrie müssen aller 2 Jahre 48 Fortbildungspunkte nachgewiesen werden. Umgerechnet bedeutet dies, dass im Jahr 2021 24 Punkte erbracht werden müssen und im Jahr 2022 noch einmal 24 Punkte. Da 2021 alle Quartale als „Corona-Quartale“ gelten, werden die Punkte wie folgt berechnet: 

Jahr

Quartal 1

Quartal 2

Quartal 3

Quartal 4

Gesamt

2021

Alle Quartale gelten als Corona-Quartale

3 Punkte

3 Punkte

3 Punkte

3 Punkte

12 Punkte

2022

6 Punkte

6 Punkte

6 Punkte

6 Punkte

24 Punkte


Wir gehen davon aus, dass im Jahr 2022 wieder die bekannten gesetzlichen Anforderungen gelten. Bei ungünstiger Entwicklung der Pandemie können aber auch im nächsten Jahr wieder Corona-Quartale definiert werden, wodurch sich die nachzuweisenden Fortbildungspunkte entsprechend reduzieren würden. Hierüber werden wir Sie rechtzeitig informieren.

Qualitätszirkel (QZ)

Die veränderte Sitzungshäufigkeit und Teilnehmerzahlen während SARS-COV-2-Pandemie, haben keine Auswirkungen auf die Anerkennung und Förderung der Qualitätszirkel. Dies gilt bis zum Ende der Pandemie.

Schmerztherapie

Für die Jahre 2020 sowie 2021 werden die Nachweise der Mindestanzahl interdisziplinärer Schmerz-konferenzen im Rahmen der Qualitätssicherungsvereinbarung Schmerztherapie ausgesetzt.

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