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KVS-Mitteilungen - Ausgabe 09/2022

Ausgabe 09/2022

zum Inhalt dieser Ausgabe

Nachwuchsförderung



Absolventenveranstaltung 2022: Feierlicher Rückblick auf erfahrungsreiche Studienzeit

Weitere neun Absolventen des Modellprojekts „Studieren in Europa – Zukunft in Sachsen“ haben an der Universität im ungarischen Pécs ihr Staatsexamen abgelegt und werden im Anschluss ihre Facharztweiterbildung in Sachsen beginnen.

Mit einem eindrucksvollen Blick von den Lingnerterrassen über Dresden begingen einige der diesjährigen Absolventen feierlich den erfolgreichen Abschluss ihres Medizinstudiums in Ungarn. Dabei ließen sie auch ihre Erinnerungen an schöne, aber auch herausfordernde Momente ihrer Zeit in einem fremden Land, das für manchen zur zweiten Heimat geworden ist, noch einmal aufleben.

Neun Teilnehmer im Modellprojekt haben 2022 ihr Medizinstudium an der Universität Pécs erfolgreich abgeschlossen und beginnen im Herbst ihre Facharztweiterbildung in Sachsen. Seit 2019 gibt es insgesamt 35 Absolventen in diesem Modellprojekt. Dabei stammen mit fünf Teilnehmern anteilig die meisten aus den Landkreisen Bautzen und Zwickau sowie dem Erzgebirgskreis, gefolgt von insgesamt vier Teilnehmern aus Dresden. Weiterhin kommen die Absolventen aus den Landkreisen Meißen, Mittel- und Nordsachsen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, dem Vogtlandkreis sowie den Städten Chemnitz und Leipzig.

Zurück in ihrer sächsischen Heimat und bei Familie und Freunden sind die Nachwuchsärzte dankbar für die Chance, sich durch das Modellprojekt ihren Traum vom Medizinstudium erfüllen zu können. Voller Vorfreude und Spannung erwarten sie nun den nächsten Abschnitt der Facharztweiterbildung und den damit verbundenen neuen Erfahrungen und Herausforderungen auf ihrem Weg zum Traumberuf Hausarzt. Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen Dr. Klaus Heckemann und die stellvertretende Vorstandsvorsitzende Dr. Sylvia Krug gratulierten den Absolventen zum erfolgreichen Abschluss ihres Studiums. Auch M.D. Ph.D. Rita Gálosi, Forschungsprofessorin am Institut für Physiologie an der Universität Pécs, ließ es sich nicht nehmen, die KV-Absolventen feierlich zu verabschieden und ihnen alles Gute für ihren weiteren Weg zu wünschen.

Dr. Klaus Heckemann ermutigte Interessenten, sich für das Modellprojekt zu bewerben: „Mit diesem Projekt unterstützt die KV Sachsen seit fast zehn Jahren engagierte Abiturienten, die aufgrund der Zulassungsbeschränkungen in Deutschland die Chance auf ein Medizinstudium in Ungarn erhalten, auf ihrem Weg zu einer ärztlichen Tätigkeit und kann damit gleichzeitig perspektivisch die ärztliche Versorgung in den ländlichen Regionen Sachsens verbessern. Den Absolventen wünschen wir viel Erfolg bei ihrer anschließenden Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin sowie viel Freude an dieser wichtigen und schönen Tätigkeit!“

                                                    – Öffentlichkeitsarbeit/led –

Weitere Nachwuchsärzte in den Startlöchern: Auftakt im Modellprojekt „Studieren in Europa – Zukunft in Sachsen“

36 neue Medizinstudenten des mittlerweile zehnten Jahrgangs im Modellprojekt „Studieren in Europa – Zukunft in Sachsen“ wurden am 24. August 2022 bei der Auftaktveranstaltung in Dresden willkommen geheißen.

Bevor sie am 5. September 2022 ihr Studium der Humanmedizin an der ungarischen Universität in Pécs beginnen, trafen sich die Teilnehmer des Jahrgangs 2022/23 zum Auftakt im Festsaal der Sächsischen Landesärztekammer. Zur Eröffnung wurden die angehenden Medizinstudenten von Staatsministerin Petra Köpping und der Hauptgeschäftsführung der KV Sachsen begrüßt. Anschließend berichteten zwei Studenten aus dem vorhergehenden Jahrgang, Sophie Querner und Maurice Böhm, von ihren bisherigen Erfahrungen aus der Studienzeit und standen den angehenden Erstsemestern für Fragen zur Verfügung. Neben Möglichkeiten zum gegenseitigen Kennenlernen wählten die künftigen Studenten in diesem Rahmen auch ihren Jahrgangssprecher.

Unter insgesamt 182 Bewerbungen hatten sich die 36 Teilnehmer dieses Jahrgangs durchgesetzt. 29 von ihnen stammen aus Sachsen, zehn davon kommen aus dem Landkreis Zwickau und dem Erzgebirgskreis. Aktuell nehmen insgesamt 143 engagierte junge Menschen mit dem Wunsch, Hausarzt in Sachsen zu werden, am durch die KV Sachsen im Jahr 2013 initiierten Modellprojekt teil.

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping sagte: „Der Beruf der Medizinerin und des Mediziners ist verantwortungsvoll und erfüllend. Zu Recht möchten viele Abiturientinnen und Abiturienten diesen Beruf ergreifen. Wir wollen sie dabei unterstützen und gleichzeitig dafür sorgen, dass die solide flächendeckende hausärztliche Basis in Sachsen erhalten bleibt. Daher bin ich sehr froh, dass wir auch in diesem Jahr erneut wieder bis zu 40 Studierende begrüßen dürfen, die ihren Weg in den Arztberuf einschlagen, um dann die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger des ländlichen Raums mit medizinischen Leistungen sicherzustellen. Den Studierenden wünsche ich viel Freude und Erfolg und ich danke allen Kooperationspartnern, die dieses Modellprojekt schon seit 2013 so erfolgreich mit ermöglichen.“

Der Vorstandsvorsitzende der KV Sachsen, Dr. Klaus Heckemann, zeigte sich erfreut über die große Nachfrage an der Teilnahme am Modellprojekt: „Die hohe Anzahl an Bewerbungen, die uns jedes Jahr für einen Medizinstudienplatz in Ungarn erreichen, verdeutlicht das gleichbleibend große Interesse des Nachwuchses an einer hausärztlichen Tätigkeit in Sachsen.

Hier haben nicht nur Abiturienten, die den erforderlichen Notendurchschnitt für ein Medizinstudium an einer deutschen Universität nicht erreicht haben, eine Chance – auch bereits ausgebildete Rettungsassistenten, Rettungssanitäter oder auch Absolventen des Freiwilligen Sozialen Jahres erhalten durch das Modellprojekt die Möglichkeit, sich ihren Traumberuf zu erfüllen.

Der Bedarf an Hausärzten in Sachsen, insbesondere in ländlichen Regionen, ist nach wie vor hoch: Derzeit bestehen über 400 offene Hausarztstellen. Von den rund 2.700 tätigen Hausärzten sind mehr als 30 Prozent 60 Jahre und älter; knapp zwölf Prozent sind 65 Jahre und älter. Daher stellt das Modellprojekt „Studieren in Europa – Zukunft in Sachsen“ einen wichtigen Baustein dar, diesem absehbaren Ärztemangel entgegenzutreten. Den angehenden Studenten wünschen wir viel Erfolg für ihr Studium und eine erfahrungsreiche Zeit in Ungarn.“

Auch für den nächsten Jahrgang 2023/24 sind wieder 40 Studienplätze beim Modellprojekt „Studieren in Europa – Zukunft in Sachsen“ zu vergeben. Informationen zum Bewerbungsverfahren und zum Projekt sind auf der u. g. Internetpräsenz der KV Sachsen zu finden.

Informationen

www.nachwuchsaerzte-sachsen.de > Über das Projekt
 

                                                    – Öffentlichkeitsarbeit/led –