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Barrierefreies Bauen: Lieblingsplätze für alle!

Barrieren, seien sie baulich oder kommunikativ, finden sich überall, auch in den sächsischen Arztpraxen. Seit 2020 bietet das Sächsische Sozialministerium im Rahmen des Förderprogramms „Lieblingsplätze für alle“ ein eigenes Förderbudget für barrierefreie Maßnahmen in Arzt- und Zahnarztpraxen. Lassen Sie sich beraten!

Eine Praxis vollumfänglich barrierefrei zu gestalten ist nicht leicht zu erreichen. Oft helfen jedoch bereits kleinere Maßnahmen. Dabei geht es nicht nur um bauliche Hindernisse, auch viele kommunikative Barrieren lassen sich mit geringem Aufwand abbauen. Fast zehn Prozent der sächsischen Bevölkerung verfügen über einen Schwerbehindertenausweis. Und von einer barrierefreien Arzt- und Zahnarztpraxis profitieren nicht nur Menschen mit Behinderungen, sondern auch diejenigen mit vorübergehenden Beeinträchtigungen, zum Beispiel nach einem Unfall oder einer Operation, junge Familien mit Kinderwagen oder ältere Menschen.

Im Investitionsprogramm „Barrierefreies Bauen – Lieblingsplätze für alle“ stehen jährlich explizit finanzielle Mittel für den Abbau von Barrieren in bestehenden ambulanten Arzt- und Zahnarztpraxen zur Verfügung. Der Förderbetrag je Maßnahme beträgt bis zu 25.000 Euro. Dabei können bis zu 100 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben gefördert werden.

Was ist zu tun?

Als Arzt oder Psychotherapeut einer ambulanten Praxis formulieren Sie Ihre Idee in einer kurzen Vorhabensbeschreibung, kalkulieren den Aufwand und reichen beides bei Ihrem zuständigen Landkreis oder Ihrer Kreisfreien Stadt ein. Es wird empfohlen, sich jetzt bei der zuständigen Bewilligungsstelle nach den erforderlichen Antragsunterlagen und geltenden Antragsfristen für 2022 zu erkundigen. Den Landkreisen und Kreisfreien Städten obliegt die Entscheidung über die konkrete Fördermittelvergabe.

Informationen

www.behindern.verhindern.sachsen.de > Leistungen > Lieblingsplätze für alle

– Nach Informationen des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt –

Sozialberatung für Menschen mit Krebserkrankung

Die Diagnose Krebs verändert nicht nur schlagartig das Leben und die weitere Lebensplanung eines Betroffenen, sondern auch das der Familien und Freunde. Niedergelassene Ärzte in Sachsen können auf eine nahezu flächendeckende Beratungslandschaft zum Thema Krebs und Nachsorge zurückgreifen, die jedoch noch zu wenig bekannt ist.

Die Landkreise und die kreisfreien Städte in Sachsen unterstützen Krebspatienten und ihre Angehörigen in dieser Situation mit dem Angebot ambulanter psychosozialer Beratungsstellen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind erfahrene Sozialarbeiter, die über eine psychoonkologische Zusatzqualifikation verfügen. So haben sowohl die Patienten wie auch deren nahestehende Personen eine Anlaufstelle, um zu sozialrechtlichen Themen wie Rehabilitation, Schwerbehinderung und Pflegeleistungen informiert und in der Antragstellung unterstützt zu werden. Die Sicherung der materiellen Lebensgrundlage bei chronischem Verlauf der Erkrankung kann ebenfalls ein Anliegen sein.

Aufgrund der mittlerweile spezifischeren Therapieangebote wird Krebs immer mehr zu einer chronischen Erkrankung (cancer survivors). In den Beratungen können die Betroffenen über die Folgen der Erkrankung und der Therapie sprechen. Diese reichen von Rezidivängsten, Problemen aufgrund körperlicher Veränderungen und Beschwerden, Schwierigkeiten beim Wiedereinstieg ins Berufsleben bis hin zu einem Fatiguesyndrom. Ziel der Beratung ist es, Bewältigungsstrategien zu entwickeln, um trotz der Folgen der Krebserkrankung eine möglichst gute Lebensqualität zu erlangen.

Die Gespräche sind in der Beratungsstelle, im Hausbesuch, telefonisch oder online möglich.

Eine Übersicht zu den Beratungsstellen in Sachsen finden Sie auf der Internetpräsenz des Krebsinformationsdienstes, der Sächsischen Krebsgesellschaft sowie des Tumorzentrums Dresden e. V. Die Beratungsstellen stellen Ihnen gerne Informationsflyer zur Weitergabe an Ihre Patienten zur Verfügung.

Informationen

www.krebsinformationsdienst.de

www.skg-ev.de

www.tumorzentrum-dresden.de

– Bettina Seifert, Astrid Marx, Beratungsstelle für Menschen mit Tumorerkrankung und deren Angehörige, Amt für Gesundheit und Prävention Dresden –