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KVS-Mitteilungen

KVS-Mitteilungen - Ausgabe 10/2021

Diskutieren Sie mit!

Bis zur Drucklegung sind dem Aufruf zur Diskussion zum WELT-Artikel „Maßnahmen in der Corona-Pandemie aus medizinischer und juristischer Sicht“ aus der letzten Ausgabe der KVS-Mitteilungen 09/2021 genau sieben Leser gefolgt. Damit können wir hier all diese Meinungsäußerungen (teilweise etwas gekürzt) abdrucken. Eventuell werden wir im Novemberheft weitere Diskussionsbeiträge zur dieser Thematik veröffentlichen.


[…] ich befürworte das Veröffentlichen von kritischen Stimmen sehr! Nur so wird es gelingen, zum Diskurs zurückzufinden, anstatt blind und ohne Rücksicht auf Kollateralschäden dem unwissenschaftlichen und primär lobbygesteuerten Kurs unserer Damen und Herren Volksvertreter zu folgen.

Dr. med. Cornelia Dorn,
Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin aus Delitzsch


Als Familienvater ist mir besonders die sehr einseitige und in meinen Augen […] unverhältnismäßige Belastung der Kinder gegenwärtig, als Hausarzt, der auch viele betagte Pflegeheimpatienten betreut, andererseits die geradezu marktschreierische Berichterstattung, die so wenig mit der Arbeitsrealität für mich im vergangenen Jahr zu tun hatte, bewusst.

Dr. med. Tobias Thiel,
Facharzt für Allgemeinmedizin aus Dresden


[…]

Ich bin nicht der Überzeugung, dass wir nur über die Impfung zu einer beherrschbaren Situation gekommen sind. Ich glaube nicht, dass wir das Virus beherrschen können, ebenso glaube ich auch nicht, dass das Virus uns beherrscht. Das Virus ist nur ganz klein und zeigt nur die Schattenseiten einer überalterten Gesellschaft bei gleichzeitig hoher Erwartung an das fortschrittliche Medizinsystem, möglichst jede Situation für alle unter Kontrolle zu haben.

Dr. med. Stephan Brücker,
Facharzt für Allgemeinmedizin aus Dresden


An dieser Argumentation sollten wir Ärzte uns und all die Gutmenschen und Besorgten und Gesundheitsexperten, und auch Coronaskeptiker usw. sich orientieren. Wie viel rechtliche und medizinische Fehler, wie viel Hass und Spaltung könnten vermieden werden. Chapeau.

Dr. Udo Junker,
Facharzt für Immunologie, für Allgemeinmedizin aus Plauen


[…]

Nun brauchen wir dringend wieder weitgehende Normalität mit angemessenen und verhältnismäßigen Reaktionen auf das Geschehen. Und wir Ärzte sollten uns auch auf eine urärztliche Aufgabe konzentrieren, indem wir den Menschen die Angst nehmen und dieselbe nicht noch vergrößern.

[…]

Dr. med. Stefan Thiel,
Facharzt für Allgemeinmedizin aus Pirna


Vielen Dank für diesen interessanten Artikel. Ich teile vollumfänglich die dort vertretenen Meinungen und bewundere den Mut, sich im Grunde genommen in wesentlichen Gesichtspunkten der herrschenden „Pandemie-Doktrin“ auf sachlicher Ebene entgegenzustellen. Die Diskussion in dieser Breite sollte unbedingt weitergeführt werden.

Dr. med. Ullrich Straube,
Facharzt für Orthopädie aus Burgstädt


Im Diskussionsaufruf von Herrn Heckemann fällt mir auf, dass – im Gegensatz zu den anderen Punkten seiner Ausführungen – leider nicht klar als seine persönliche Meinung gekennzeichnet wurde, dass der „Blick in die Zukunft (der Herren Lauterbach und Söder) … von Panik getrübt“ sei. Ich bin seit Herrn Gassens Aussagen zum „Freedom Day“ dünnhäutig geworden, wenn eigentlich persönliche Einschätzungen in der Öffentlichkeit zunächst als allgemeiner Konsens der dahinterstehenden Gruppierung wahrgenommen werden, weil Leitfiguren diese aussprechen („die Ärzte fordern …“).

In der sogenannten „Fehlannahme 3“ des Welt-Artikels fehlt mir ein wesentlicher Aspekt: Selbst wenn das Risiko einer Infektion mit Covid-19 dem der Grippe vergleichbar wäre, bliebe ein großer Unterschied. Diesem allgemeinen Lebensrisiko kann, wer will, bei Kindern unter 12 durch die Grippeschutzimpfung vorbeugen. Bei Covid-19 haben wir diese Wahl noch nicht.

Dipl.-Psych. Julia Grauer,
Psychologische Psychotherapeutin in Leipzig