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Diagnosekodierung mit Ersatzwert „UUU“

Die Ersatzwert-Regelung mit „UUU“ basiert auf einer Empfehlungsvereinbarung, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und mehreren Krankenkassenverbänden aus dem Jahr 2002. Da der Ersatzwert „UUU“ nicht Bestandteil der vom Deutschen Institut für medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) veröffentlichten ICD-10-GM ist, erfolgte eine Neuregelung im Bundesmantelvertrag-Ärzte (BMV-Ä).

Neuregelung ab 1. Januar 2020 – Wegfall Ersatzwert „UUU“

Ab 1. Januar 2020 entfällt die Verwendungsmöglichkeit des Ersatzwertes „UUU“ als Kodierung, der bisher in wenigen Ausnahmefällen eingetragen werden konnte. Zukünftig muss immer eine spezifische Kodierung nach ICD-10-GM erfolgen.

Gemäß der Neuregelung kann nur in ausgewählten Konstellationen anstelle des spezifischen Diagnoseschlüssels nach ICD-10-GM der ICD-10-Code „Z01.7 Laboruntersuchung“ angegeben werden. Der ICD-Code ist mit der Diagnosesicherheit „G“ zu versehen.

Die Kodierung Z01.7 kann von folgenden Fachgruppen verwendet werden:

  • Fachärzte für Pathologie
  • Fachärzte für Neuropathologie
  • Fachwissenschaftler der Medizin
  • Fachärzte für Laboratoriumsmedizin
  • Fachärzte für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie

Unabhängig von der Fachgruppe ist die Verwendung des ICD-Codes Z01.7 auch in einer Praxis möglich, in denen in-vitro-diagnostische Untersuchungen der Abschnitte 11.4, 19.3, 19.4, 32.2, 32.3 EBM oder entsprechende Untersuchungen im Abschnitt 1.7 oder 8.5 EBM ohne unmittelbaren Arzt-Patienten-Kontakt durchgeführt werden. Es sei denn, im EBM sind für die Abrechnung der Gebührenordnungspositionen speziellere Regelungen getroffen.

Für alle anderen Konstellationen ist ab 1. Januar 2020 die Angabe eines spezifischen ICD-Codes erforderlich.

Die Pflicht zur spezifischen Kodierung gilt auch für die folgenden Fachgruppen, die bisher bei reinen Auftragsleistungen den Ersatzwert „UUU“ angegeben haben:

  • Fachärzte für Radiologie
  • Fachärzte für Nuklearmedizin

Strukturpauschale kassenärztlicher Bereitschaftsdienst

Seit 1. Juli 2012 werden im kassenärztlichen Bereitschaftsdienst (BD) nach alter Bereitschaftsdienstordnung durchgeführte Dienststunden gefördert. Hierzu ist gemäß den Vorgaben im Abschnitt 2.14.2 der Abrechnungshinweise der KV Sachsen ein gesonderter Datensatz mit der Diagnose „UUU“ anzulegen. Aufgrund der Neuregelung ist in diesem Fall zukünftig die ICD-Kodierung „Z01.9“ anzugeben.

HZV-Verträge

Im Zusammenhang mit der Kennzeichnung selektivvertraglicher Fälle (Ziffer 88192 und 88194) ist mindestens eine behandlungsrelevante Diagnose anzugeben.

Wichtig: Der Ersatzwert „UUU“ darf nicht mehr angegeben werden und ist ab dem 1. Quartal 2020 nicht mehr in der ICD-10-GM-Stammdatei enthalten. Es ist daher zwingend notwendig, dass das aktuelle Update des Praxisverwaltungssystems (PVS) eingespielt wird.

                                                                       – Abrechnung / eng-silb –