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Geförderte Stellen für die fachärztliche Weiterbildung verdoppelt

Mit Inkrafttreten des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) wurden die Stellen für die weiteren Fachgruppen in der Weiterbildungsförderung bundesweit von 1.000 auf 2.000 Stellen verdoppelt.

Für Sachsen bedeutet das, dass entsprechend dem Bevölkerungsanteil und auf Basis der Erhöhung für das Kalenderjahr 2019 insgesamt 81 Jahresvollzeitstellen zur Verfügung stehen. Ab sofort ist eine Antragstellung für die Förderung der Weiterbildung in der ambulanten fachärztlichen Versorgung bis zum 30. November 2019 wieder möglich. Folgende Fachgebiete (Weiterbildungsziele) sind aktuell förderfähig:

  • Augenheilkunde
  • Kinder- und Jugendmedizin
  • Haut- und Geschlechtskrankheiten
  • Neurologie sowie Psychiatrie und Psychotherapie
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde sowie Fachärzte für Sprach-, Stimm- und Kindliche Hörstörungen (Phoniater)
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
  • Urologie

Details zu Weiterbildungsabschnitten, -zielen und Antragstellung finden Sie auf der Internetpräsenz der KV Sachsen.

                                                                                                                 – Sicherstellung / koh –

„Studieren in Europa“ – Das Modellprojekt im siebenten Jahrgang

Am 2. September startete der 7. Jahrgang des Modellprojekts „Studieren in Europa – Zukunft in Sachsen“ an der Universität Pécs. Die KV Sachsen wünscht allen Neustudenten viel Erfolg.

17 Abiturientinnen und Abiturienten aus dem Freistaat Sachsen nehmen in diesem Jahr ihr Medizinstudium in der ungarischen Stadt Pécs auf. Sie haben das mehrstufige Auswahlverfahren der KV Sachsen und der Universität Pécs erfolgreich bestanden und sich als besonders geeignet bewiesen. Ausgewählt wurden sie aus insgesamt 87 Kandidaten, die sich für ein gefördertes Medizinstudium und die Teilnahme am Modellprojekt „Studieren in Europa – Zukunft in Sachsen“ beworben haben.

Mit diesem Modellprojekt finanziert die KV Sachsen gemeinsam mit den Sächsischen Krankenkassen seit 2013 jährlich bis zu 20 Abiturienten das deutschsprachige Medizinstudium an der ungarischen Universität Pécs, um dem Ärztemangel in den ländlichen Regionen Sachsens langfristig entgegenzuwirken. Die Studierenden verpflichten sich im Gegenzug, nach erfolgreichem Studienabschluss die Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin in Sachsen zu absolvieren und im Anschluss für mindestens fünf Jahre als Hausarzt in Sachsen außerhalb der Großstadtbereiche zu arbeiten.

Am 16. August 2019 fand die diesjährige, nunmehr siebente Auftaktveranstaltung in der KV Sachsen statt. Dr. Klaus Heckemann, Vorstandvorsitzender der KV Sachsen und Allgemeinmediziner, wandte sich persönlich an die zukünftigen Studenten und gab ihnen beste Wünsche mit auf den Weg.

Jonas Olbermann, gelernter Rettungsassistent und seit 2014 Medizinstudent an der Universität Pécs, stellte sich den „Neu-Pécsern“ vor. Aus erster Hand konnten die zukünftigen Kommilitonen so Antworten auf ihre Fragen erhalten. Neben Informationen zum Studium, den Abläufen, den notwendigen Lehr- und Literaturmaterialien, konnten auch alltägliche Fragen beantwortet werden – wie zu Anreise, Wohn- und Einkaufsmöglichkeiten, aber auch zum kulturellen Leben in Pécs. Schließlich ist die Entscheidung, in Ungarn zu studieren, auch ein Einschnitt in das persönliche Leben.

Mit der Erkenntnis, vertraute Ansprechpartner nicht nur in der KV Sachsen, sondern auch in Ungarn zu haben, wurden die Studenten verabschiedet.


                                                                                                 – Sicherstellung / wuj –