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Einschreibung und Abrechnung von DMP-Leistungen

Die DMP-Behandlung muss nach einem DMP-Vertrag erfolgen – in Sachsen eingeschriebene Patienten dürfen nur in Sachsen behandelt werden.

Für die Behandlung im Rahmen der Disease-Management-Programme (DMP) sind die Teilnahme des Vertragsarztes sowie die Einschreibung des Patienten im entsprechenden strukturierten Behandlungsprogramm, z. B. DMP Diabetes mellitus Typ 2, notwendig.

Bei der Behandlung von Versicherten außersächsischer Krankenkassen (z. B. AOK Nordost) ist zu beachten, dass eine Abrechnung sächsischer DMP-Leistungen nur möglich ist, wenn die Kasse am sächsischen DMP teilnimmt und ausschließlich sächsische Vertragsärzte die Behandlung übernehmen. Grund ist, dass jede Krankenkasse – aufgrund gesetzlicher Vorgaben – über ihr eigenes kassenindividuelles DMP verfügt.

Was gilt für AOK PLUS-Versicherte?

Auch Versicherte der AOK PLUS können nur nach einem sächsischen DMP-Vertrag behandelt werden. Demnach müssen sowohl der koordinierende Versorgungssektor (Hausarzt) als auch die ggf. notwendige diabetologische Schwerpunktpraxis (qualifizierter Versorgungssektor) sächsische Vertragsärzte sein, wenn der Patient in Sachsen in das DMP eingeschrieben wurde. Eine wechselseitige Behandlung durch thüringische und sächsische Ärzte im DMP ist nicht möglich. In Sachsen und Thüringen gelten unterschiedliche DMP-Verträge und damit unterschiedliche vertragliche Bedingungen.

Mitwirkungspflicht des Patienten fördern

Für die Vergütung von DMP-Leistungen wie z. B. Dokumentationen, Schulungen oder Stoffwechseleinstellung muss sichergestellt werden, dass der Patient mittels Folgedokumentation weiterhin im DMP verbleibt. Das heißt, der Patient sollte bereits nach Erstellung der Erstdokumentation einen Termin für die weitere(n) Konsultation(en) erhalten. Damit wird zum einen die Mitwirkungspflicht des Patienten erreicht und es kann eine lückenlose Verlaufsdokumentation (eDoku) erstellt werden, ohne dass eine sachlich-rechnerische Richtigstellung notwendig wird.

                                                                                           – Qualitätssicherung / dae –

DMP Asthma bronchiale: Zusätzliche Abrechnungsnummer für Kleinkindschulung

Wie wir bereits in den KVS-Mitteilungen 05/2019 informierten, wurde das DMP Asthma bronchiale zum 1. April 2019 aktualisiert. Dies betraf vor allem die Implementierung der Asthmaschulung für Kleinkinder von eins bis fünf Jahren (ASEV-Schulung).

Bisher galt für diese Schulung die Abrechnungsnummer 99355K. Aus abrechnungstechnischen Gründen wird für die Kleinkindschulung die Nummer 99355I eingeführt. In den Abrechnungsquartalen II/2019 und III/2019 setzt die KV Sachsen für die ASEV-Schulung die Nummer 99355K in die Nr. 99355I entsprechend dem Patientenalter um. Ab dem Abrechnungsquartal IV/2019 sind die Abrechnungsnummern für die ASEV-Schulung vom Arzt anzusetzen.

                                                                                       – Vertragswesen und Honorarverteilung / jh –