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Kooperationsvereinbarungen mit Pflegeheimen bleiben freiwillig

Zum 1. Januar 2019 hat der Gesetzgeber mit dem Pflegepersonal-Stärkungsgesetz die Vorgaben des § 119b SGB V, betreffend die Kooperationen zwischen Pflegeeinrichtungen und Ärzten, neu geregelt.
Mit dem neuen Gesetz ist vorgesehen, dass die KV Sachsen auf Antrag von Pflegeeinrichtungen innerhalb von drei Monaten die Vermittlung eines Kooperationsvertrages erwirkt. Die genaue Ausgestaltung dieser Regelung wurde vom Gesetzgeber nicht näher untersetzt.

Wir als KV Sachsen verstehen diese Neuregelung als Verpflichtung zum Versuch der Vermittlung. Selbstverständlich können und werden wir unsere Mitglieder nicht zu Kooperationen mit Pflegeheimen zwingen. Der tatsächliche Abschluss einer Kooperationsvereinbarung nach § 119b SGB V zwischen Ärzten und Pflegeheimen ist für uns wünschenswert, bleibt aber stets freiwillig. Im Vordergrund steht die funktionierende ärztliche Versorgung in Pflegeheimen, die durchaus auch ohne vertragliche Vereinbarung gelingt.

Bei genauerem Betrachten des Musterkooperationsvertrages ist erkennbar, dass die zusätzlichen Anforderungen an den Arzt moderat und sicher für viele Vertragsärzte akzeptabel und umsetzbar sind. Insofern empfiehlt die KV Sachsen den heimversorgenden Kollegen, über eine vertragliche Kooperation nachzudenken.

Den Musterkooperationsvertrag stellen wir Ihnen gern mit unseren definierten Mindeststandards für eine anerkennungsfähige Pflegeheimkooperation auf der Internetpräsenz der KV Sachsen zur Verfügung.

Informationen
www.kvsachsen.de > Mitglieder > Arbeiten als Arzt > Pflegeheimkooperation nach § 119 SGB V > Musterkooperationsvertrag

                                                                                                           – Sicherstellung/st –