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Klassik für eine gute Sache: Leipziger Ärzteorchester gibt Wohltätigkeitskonzert

Unter dem Titel „Gemeinsam für die Würde des Menschen“ gibt das Leipziger Ärzteorchester am 28. Oktober 2018 ein Benefizkonzert zugunsten der medizinische Hilfsorganisation German Doctors e. V. Der Erlös kommt dem Kalkutta-Projekt der German Doctors zugute.

Unter der künstlerischen Leitung von Christiane Bräutigam musiziert das Leipziger Ärzteorchester zum wiederholten Male für den guten Zweck. Das nun anstehende Konzert soll auf die medizinische Hilfsarbeit der „German Doctors“ aufmerksam machen und konkret das Kalkutta-Projekt unterstützen. Dort haben die Ärzte in den vergangenen 35 Jahren sehr beachtliche Erfolge in der Tuberkulose-Bekämpfung erzielt, und sie versorgen die Ärmsten der Armen basismedizinisch. Dieses Projekt ist eines von aktuell acht Projekten des Vereins in Indien, Bangladesch, Kenia, Sierra Leone und auf den Philippinen.

Sie sind herzlich eingeladen zum Konzert am Sonntag, 28. Oktober 2018 um 17:00 Uhr in die Versöhnungskirche Dresden, Wittenberger Straße 96, 01277 Dresden.

Auf dem Programm stehen Werke von Robert Schumann (1810 –1856), das Klavierkonzert a-moll mit Solistin Charlotte Steppes, von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 –1847) die „Hebriden-Ouvertüre“, von Konstantin Heuer (1989) die Uraufführung von „Rhythmusstörungen“ und von Alberto Ginastera (1916 –1983) Danzas del Ballet „Estancia“.

Der Eintritt kostet 15 Euro, ermäßigt 10 Euro.

Der German Doctors e. V. entsendet als international tätige Nichtregierungsorganisation ehrenamtlich arbeitende Ärztinnen und Ärzte in Armutsregionen. Er setzt sich ein für ein Leben in Würde und kümmert sich um die Gesundheitsversorgung und die Ausbildung benachteiligter Menschen. Durch Präventivmaßnamen wie begleitende Ernährungsprogramme oder Hygieneschulungen ist er zudem bestrebt, die Gesundheit der Patienten vor Ort auch langfristig zu verbessern. Seit 1983 haben mehr als 3.300 Medizinerinnen und Medizinern insgesamt rund 7.200 Einsätze durchgeführt.

Informationen
www.german-doctors.de
www.leipziger-aerzteorchester.de

Kartenvorverkauf:

info@freunde-german-doctors.de

                                           – Dr. Ina Lipp, „Freunde der German Doctors e. V.“, Leipzig –

Versicherte stellen ambulanter Versorgung gutes Zeugnis aus

Die ambulante medizinische Versorgung in Deutschland wird nach wie vor als sehr gut bewertet. Das ergab die diesjährige Versichertenbefragung der Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag der KBV.

Patienten haben zu ihren Ärzten großes Vertrauen und bescheinigen ihnen hohe Fachkompetenz. „Die Zufriedenheitswerte der Bürger mit der ambulanten Versorgung sind seit der ersten Versichertenbefragung der KBV vor nunmehr zwölf Jahren konstant hoch“, sagte KBV-Vorstandsvorsitzender Dr. Andreas Gassen bei der Vorstellung der Ergebnisse. Den Niedergelassenen bringen 91 Prozent der Befragten ein hohes oder sehr hohes Vertrauen entgegen. „Dies sollten sich insbesondere die Politikvertreter vor Augen halten, die dem Freiberufler Arzt mit einem Wust an Kontrollen und dirigistischen Eingriffen begegnen.“

Ärzten wird hohe Fachkompetenz bescheinigt

Flankiert wird das Vertrauensverhältnis der Patienten der Studie zufolge durch die fachliche Fähigkeit der Ärzte. Wie schon im Vorjahr wird die medizinisch-therapeutische Leistung des Arztes von 49 Prozent der Befragten als „sehr gut“ bezeichnet, 43 Prozent urteilten mit „gut“ und nur drei Prozent mit „weniger gut“. Lediglich ein Prozent der Versicherten war bei ihrem letzten Praxisbesuch mit dem Arzt „überhaupt nicht“ zufrieden. Dabei fielen Geschlecht, Alter und Bildungsgrad der Befragten nicht ins Gewicht.

Kaum Kritik an zu langen Wartezeiten

Die Situation hinsichtlich der Wartezeiten sei von den Befragten – anders als oft wahrgenommen – ebenfalls als insgesamt gut bewertet worden, resümierte Studienleiter Matthias Jung. Mehr als die Hälfte der Befragten berichtete, dass sie nicht länger als drei Tage warten mussten. 45 Prozent wurden noch am selben Tag behandelt, 15 Prozent warteten maximal drei Tage auf einen Termin. Allerdings habe die Wartezeit auf Facharzt-Termine laut Befragung leicht zugenommen. Danach gaben 32 Prozent der Befragten (vier Prozentpunkte mehr als im Vorjahr) an, länger als drei Wochen auf einen Termin beim Facharzt gewartet zu haben. Auf einen Hausarzt-Termin mussten dagegen nur vier Prozent (ein Prozentpunkt weniger als im Vorjahr) über drei Wochen warten. Ähnlich wie vor einem Jahr hat es lediglich elf Prozent der Befragten zu lange gedauert, bis sie einen Termin für ihren Praxisbesuch bekommen haben.

Immer mehr Menschen nutzen die 116 117

Dagegen zeigt die Umfrage eine deutliche Veränderung bei dem Thema, wohin sich Menschen mit Beschwerden außerhalb der regulären ärztlichen Sprechstunden wenden. Danach steuern immer weniger Patienten die Notaufnahmen der Krankenhäuser an, sondern 26 Prozent wenden sich an den ärztlichen Bereitschaftsdienst. Direkt ins Krankenhaus gehen den Angaben nach 33 Prozent – 14 Prozentpunkte weniger als ein Jahr zuvor. „Offensichtlich trägt unsere intensive Kommunikation über den Bereitschaftsdienst als erste Anlaufstelle außerhalb der Praxisöffnungszeiten erste Früchte“, kommentierte KBV-Chef Gassen diese Zahlen und kündigte für 2019 eine große Kampagne an, um die bundesweite Rufnummer für den ärztlichen Bereitschaftsdienst 116 117 sowie den damit verbunden Service noch stärker im Bewusstsein der Bürger zu verankern.

Digitalisierung ja, aber nicht ohne Arzt

Nach digitalen Versorgungsangeboten befragt, zeigten sich die Teilnehmer von Fokusgruppen grundsätzlich aufgeschlossen, wiesen aber zugleich darauf hin, dass sie den persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt nicht missen möchten. Aus Sicht Gassens wird die Rolle des Arztes und der „sprechenden Medizin“ in Zukunft eher zu- als abnehmen. Denn die Patienten wünschten sich einen fachkundigen Menschen an ihrer Seite, der ihnen hilft, die Flut der Daten zu analysieren und einzuordnen. Die vorherrschende Meinung sei, die digitalen Angebote sollten den persönlichen Kontakt zum Arzt unterstützen, aber niemals ersetzen.

Elektronische Patientenakte

Zustimmung bei den Befragten fand die elektronische Patientenakte (ePA), auf der als Erweiterung zur aktuellen Versichertenkarte neben persönlichen Daten auch medizinische Befunde und Diagnosen gespeichert werden können. 64 Prozent der Befragten befürworten die ePA, 29 Prozent nicht. Letztere sehen die Probleme vor allem im Datenschutz und fürchten, dass ihre Gesundheitsdaten nicht ausreichend geschützt sind oder missbraucht werden könnten.

Über 6.000 Bürger befragt

Die Forschungsgruppe Wahlen führt im Auftrag der KBV die repräsentativen Versichertenbefragungen seit 2006 durch. In diesem Jahr wurden vom 9. April bis 4. Juni 2018 insgesamt 6.043 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger telefonisch befragt.

Informationen
www.kbv.de > Mediathek > Studien > Versichertenbefragungen

                                                                      – Nach einer Presseinformation der KBV –
 

Kabinett beschließt Terminservice- und Versorgungsgesetz: Kritikpunkte bleiben bestehen

Die Bundesregierung hat am 26. September 2018 den Kabinettsentwurf für das Terminservice- und Versorgungsgesetz beschlossen. Er enthält aus Sicht der KBV einige Verbesserungen, weiterhin aber auch mehrere Kritikpunkte: Der Mut zur Entbudgetierung fehlt.

Positiv beurteilte der KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Gassen, dass sich das Prinzip „Mehr Leistung muss auch mehr Vergütung bringen“ in der Gesetzesvorlage für das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) widerspiegle. Beispielsweise sollen Leistungen für Patienten, die von einer Terminservicestelle vermittelt wurden, besser vergütet werden.

„Es fehlt aber der Mut, den Weg der Entbudgetierung konsequenter zu beschreiten“, kritisierte er. „Erschreckend ist die Kleinteiligkeit eines Wusts an Regelungen, die in die Praxisgestaltung eines freien Berufs erheblich eingreifen und zugleich ein Misstrauen gegenüber der Selbstverwaltung darstellen. Dies alles wird die Bürokratie in den Arztpraxen noch einmal deutlich erhöhen“, betonte Gassen.

Arbeitslast bleibt beim Hausarzt

Sein Vorstandskollege Dr. Stephan Hofmeister kritisierte, dass die Koordinierungsleistung des Hausarztes überhaupt nicht abgebildet werde. „Im Gegenteil: Im neuen Entwurf wird die Arbeitslast des Hausarztes noch einmal gesteigert, ohne auch nur die Spur einer adäquaten Kompensation einzuräumen.“

Der hohe und noch einmal gesteigerte Aufwand des Hausarztes werde „in keiner Weise gewürdigt“, sagte Hofmeister und fügte hinzu: „Auch der erhöhte Behandlungsaufwand für chronisch kranke Patienten spiegelt sich im Entwurf nicht wider. Doch gerade um diese Patienten müssen wir uns verstärkt kümmern.“

Weiterer Zeitplan: Gesetz könnte am 1. April 2019 in Kraft treten

Der Zeitplan für das Gesetz sieht nach bisherigem Stand so aus: Der Gesetzesentwurf soll am 23. November in den Bundesrat und am 13. Dezember in den Bundestag eingebracht werden. Für den 28. Januar 2019 ist im Bundestagsausschuss für Gesundheit eine öffentliche Anhörung geplant. Das Gesetz könnte am 1. April 2019 in Kraft treten.
 
Informationen
www.kbv.de  > Aktuell > Praxisnachrichten > 27.09.2018

                                                                               – Information der KBV –

Gewinner des digitalen Ideenwettbewerbs zur KBV-Zukunftspraxis stehen fest

Zehn Unternehmen haben die KBV-Jury im Ideenwettbewerb um innovative digitale Anwendungen für die Arztpraxis überzeugt. Sie haben die Chance, ihr Produkt unter realen Bedingungen in Arztpraxen zu testen. Am 26. September 2018 prämierte der KBV-Vorstand die Gewinner in Berlin.

„Wir haben zehn digitale Produkte gefunden, die das Potenzial haben, den Alltag der Ärzte zu erleichtern und einen Zusatznutzen für Patienten zu bringen“, sagte Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der KBV, bei der Preisverleihung.

Im Rahmen des Projektes KBV-Zukunftspraxis sollen diese Anwendungen ab 2019 in ausgewählten Praxen getestet und evaluiert werden. Ziel sei es, erste Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie sich neue digitale Dienste in Praxen bewähren und wo sich Schwierigkeiten in der Umsetzung zeigen. Daraus ließe sich dann im besten Fall ein standardisiertes Vorgehen für die Nutzenbewertung und Implementierung digitaler Anwendungen in der ambulanten Versorgung entwickeln.
Gassen betonte in diesem Zusammenhang erneut, dass sich die Ärzteschaft digitalen Innovationen nicht verweigern würde. Dies zeige auch das große Interesse von Praxen, bei dem Projekt mitzumachen. Auch von den Unternehmen habe es positive Resonanz gegeben.

Das sind die Gewinner

Den ersten Preis des Ideenwettbewerbs hat die Firma AMA Xpert Eye GmbH mit ihrer Datenbrille XpertEye gewonnen. Pflegekräfte können die Brille in Kombination mit einem Smartphone bei Pflegeheim- oder Hausbesuchen von Patienten nutzen und bei Bedarf Ärzte hinzuschalten. Der Arzt bekommt Bild und Ton in Echtzeit übertragen.

Auf Platz zwei folgt die Software Idana der Tomes GmbH. Damit können die Praxen Patienten zur Vorbereitung auf Termine digitale Anamnese-Fragebögen über bestimmte Krankheitsbilder per Smartphone-App zukommen lassen. Die abgefragten Daten sollen automatisch in der ärztlichen Dokumentation gespeichert werden können.

Gewinner des dritten Preises ist die Magnosco GmbH mit ihrem Gerät DermaFC zur lasergestützten Dermatofluoroskopie.

Vielfältige Dienste werden erprobt

Die KBV sucht passende Praxen, die Interesse an einer Teilnahme und an einer Erprobung eines der Produkte haben. Der Praxistest dauert etwa 12 bis 18 Monate.

Die teilnehmenden Praxen werden bei der Implementierung der Anwendung unterstützt. Während der Testphase und zum Abschluss erfolgt eine Evaluation.

Informationen
www.kbv.de > Aktuell > Praxisnachrichten > 27.09.2018

                                                                                     – Information der KBV –