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KVS-Mitteilungen - Ausgabe 10/2018

Ausgabe 10/2018

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Zur Lektüre empfohlen



„Das schönste Pastell, das man je gesehen hat“

„Das Schokoladenmädchen“ ist eines der berühmtesten Werke des Schweizer Künstlers Jean-Étienne Liotard. Reich bebildert führt der Band durch die Epoche seiner Entstehung während des französisch inspirierten Rokokos und in das Wien Kaiserin Maria Theresias, wo das Bild gemalt wurde, und beleuchtet die Pastellmalerei, in der das zauberhafte Meisterwerk ausgeführt ist.

Das Gemälde entfaltet damals wie heute eine mächtige Wirkung. Bereits zu Liotards Lebzeiten (1702–1789) war seine Pastellmalerei hoch geschätzt, wie die Beschreibung der bekanntesten Pastellmalerin Rosalba Carriera als „schönstes Pastell“ belegt. „Das Schokoladenmädchen“ zeigt eine einfache, unbekannte Hausangestellte, ein bis dahin seltenes Motiv, das in seiner nüchternen und präzisen Beobachtung die Kunst der Aufklärung, aber auch den Realismus des 19. Jahrhunderts vorwegnimmt. Auch die Schokolade selbst, stets untrennbar mit Genießen verbunden, trägt zum besonderen Reiz bei. Exemplarische Werke aus anderen Schaffensperioden ergänzen den Überblick über das Œuvre Liotards, dessen populärstes Werk im Mittelpunkt des kenntnisreichen wie unterhaltsamen Bandes steht. Begleitender Bildband zur Sonderausstellung in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (28. September 2018 bis 6. Januar 2019)

Staatliche Kunstsammlungen Dresden (Hg.)
„Das schönste Pastell, das man je gesehen hat“
Das Schokoladenmädchen von Jean-Étienne Liotard
2018
ca. 200 Seiten, 175 farbigen Abbildungen
Format 21,0 x 25,5 cm; 34,90 Euro
gebunden
HIRMER Verlag
ISBN: 978-3-774-3134-5

Libraries

Ob vertäfelte Klosterbibliothek, Büchersaal einer altehrwürdigen Universität, die berühmte Privatbibliothek der Medici oder die private Hausbibliothek, die die eigene Biografie abbildet, Büchersammlungen und Bibliotheken sind Wohlfühlorte, Oasen der Stille und zugleich überbordend vor Ideen, Möglichkeiten, Historien, alternativen Lebenswelten und unentdeckten Dingen. Sie bieten konzentrierter Arbeit, moderner Geisteswissenschaft und analytischem Denken Raum und sind doch auch Orte der Kontemplation, des Träumens und des Erinnerns.

Auf dieser Fotoexpedition besucht Massimo Listri einige der ältesten und schönsten Bibliotheken der Welt. Er führt u. a. durch die päpstlichen Sammlungen der Vatikanischen Apostolischen Bibliothek, die Trinity College Library in Dublin, in der das Book of Kells und das Book of Durrow aufbewahrt werden, durch die Laurenziana in Florenz, die von Michelangelo entworfen wurde, und durch Klosterbibliotheken in der Alten wie in der Neuen Welt – jede von ihnen erfüllt von einer einzigartigen magischen Atmosphäre. Detaillierte Begleittexte beschreiben Entstehung, Architektur und die oft wechselvolle Vergangenheit der Bibliotheken, die nicht nur bibliophile Naturen in ihren Bann schlagen. Mehrsprachige Ausgabe: Deutsch, Englisch, Französisch

Massimo Listri
Libraries
Die schönsten Bibliotheken der Welt
2018
560 Seiten, ca. 400 farbigen Abbildungen
Format 29,0 x 39,5 cm; 150,00 Euro
Hardcover
TASCHEN Verlag
ISBN 978-3-8365-3524-3

Die große Illusion

Der Versailler Vertrag hat die Welt geprägt bis heute – alte Reiche versanken, moderne Nationalstaaten erwachten, es entflammten aber auch neue Konflikte, ob auf dem Balkan oder im Nahen Osten. Dabei waren 1919 die Hoffnungen der ganzen Welt darauf gerichtet, dass nach dem Großen Krieg eine stabile Ordnung geschaffen und dauerhafter Friede herrschen würde. Doch wie Eckart Conze in seinem glänzend geschriebenen und minutiös recherchierten Buch zeigt, erwiesen sich alle Hoffnungen als gewaltige Illusion. Denn weder die alliierten Sieger noch das geschlagene Deutschland und die anderen Verlierer waren bereit, wirklich Frieden zu bewahren. Auf allen Seiten ging auch nach dem Waffenstillstand der Krieg in den Köpfen weiter, mit verheerenden Folgen. Versailles – das war der Frieden, den keiner wollte.

„Die Welt von Versailles ist keine abgeschlossene, sondern eine sehr gegenwärtige Vergangenheit, weil sie in ihren Wirkungen bis in das 21. Jahrhundert hineinragt. Was uns Versailles nach hundert Jahren noch – oder wieder – zu sagen hat, darum geht es in diesem Buch.“, so der Autor Eckart Conze, Inhaber des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Marburg und Autor verschiedener Sachbücher über die Geschichte Deutschlands.

Eckart Conze
Die große Illusion
Versailles 1919 und die Neuordnung der Welt
2018
560 Seiten, mit zahlreichen Abbildungen
Format 15,0 x 22,7 cm; 30,00 Euro
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
SIEDLER Verlag
ISBN: 978-3-8275-0055-7

                               - Recherchiert und zusammengestellt:  Öffentlichkeitsarbeit/pf –