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Dresdner Seminartag am Kompetenzzentrum Weiterbildung Allgemeinmedizin Sachsen

Am 28. September 2018 bietet das Kompetenzzentrum Weiterbildung Allgemeinmedizin Sachsen KWASa allen interessierten, zukünftigen Hausärztinnen und -ärzten in Weiterbildung von 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr einen Seminartag in Dresden an. Er findet im Medizinisch-Theoretischen Zentrum (MTZ) in Dresden in der Fiedlerstraße 42 sowie im Haus 105 in der Blasewitzerstraße 86–88 statt.

Schwerpunktthemen am Vormittag sind „Let’s talk about sex - Scham und Tabus überwinden beim Ansprechen von Sexualität und sexuell übertragebaren Krankheiten“ mit den Referenten Dr. med. Andreas Jenke und Nils Svensson, „Drücken gegen den Schmerz - Triggerpunkttherapie bei Kopfschmerzen“ mit Referent Robert Haueisen und „Man ist, was man isst - Ernährungsmedizin für die Hausarztpraxis“ mit Referent Dr. Thomas Lipp.
Diesen Vorträgen schließen sich 13 Workshops zu folgenden Themen an:

  • Was ist eigentlich KWASa? – Organisatorisches
  • Bauchschall für den Hausarzt-Gebrauch
  • Wie kommt die Pflege zum Patienten oder der Patient zur Pflege? – Rund um Pflegeverordnung
  • Workshop zum Untersuchen großer Gelenke (Knie, Schulter, Hüfte)
  • Diabetische Heil- und Hilfsmittel zum Anfassen, Handhabung und Verordnung, Kostenbeispiele, Finanzierungsplan etc.
  • Ärztliche Leichenschau: Grundregeln, Durchführung und Fallstricke
  • Üben von verschiedenen Notfällen im Praxissetting (Kleingruppen)
  • Interaktiver Workshop zum kritischen Umgang mit Pharmawerbung
  • Grundlagen und häufige Beratungsanlässe der Proktologie
  • Praxisstart – Kostenbeispiele, Finanzierungsplan etc.

Als Referenten werden erwartet: Jeannine Schübel, Dr. med. Uta Schmidt-Göhrich, Dr. med. Sven Pannach, Anja Poppe, Katrin Röthig, Dr. med. Konrad Kamin, Frau Karin Thein von der apoBank, Dr. med. Uta Flössel, Prof. Dr. med. Antje Bergmann, Grit Hübsch und Dr. med. Hagen Bruder.

Zum Abschluss hält Dipl.-Med. Christine Kosch einen Vortrag für alle zum Thema „Zuckersüß - Diabetes Insulintherapie“ und hat die praktische Diabetologie zum Inhalt: Ersteinstellung mit Insulin von Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 in der Hausarztpraxis.

An den Vorträgen können alle ÄIW teilnehmen, bei Workshops sind die Teilnehmerzahlen begrenzt.

Wenn Sie das erste Mal an einem Seminar des Kompetenzzentrums Weiterbildung Allgemeinmedizin Sachsen (KWASa) teilnehmen, ist eine Teilnahme am Workshop „Was ist eigentlich KWASa? - Organisatorisches“ obligat.

Anmeldung

www.allgemeinmedizin-sachsen.de

                                                                                  – KWASa –

Modellprojekt„Studieren in Europa" geht in die nächste Runde

Im September 2018 haben erneut 20 sächsische Abiturienten das Studium der Humanmedizin an der Universität Pécs in Ungarn aufgenommen, um später als Hausarzt auf dem Land in Sachsen zu arbeiten.

Den Abiturienten werden die Studiengebühren für die Dauer der Regelstudienzeit finanziert. Die Förderung erfolgt aus dem Strukturfonds zur Sicherstellung der ärztlichen Versorgung, den Kassenärztliche Vereinigungen einrichten können, um u. a. Medizinstudierende bei der Ausbildung zu unterstützen und Stipendien zu vergeben. Die Krankenkassen beteiligen sich an diesem Fonds finanziell mit 50 Prozent.

Die 20 Abiturienten, die seit diesem Monat in Pécs studieren, wurden durch die KV Sachsen und die Universität Pécs aus über 70 Bewerbern ausgewählt. Bevor die Studierenden nach Pécs aufgebrochen sind, hatte die KV Sachsen sie zu einer Auftaktveranstaltung am 16. August nach Dresden in die Landesgeschäftsstelle eingeladen.

Um ihnen den Studienstart und die Eingewöhnung in Pécs zu erleichtern, war eine Studentin des 2017 er Jahrgangs anwesend, die den „Erstis“ jede Menge Informationen und Tipps geben konnte – angefangen von Alltagsdingen wie Wohnen, Einkaufen, Verkehrsmittel über den Ablauf des Studienjahres bis hin zu wichtigen Lehrmaterialien. Natürlich gab es für die neuen Studenten auch ausreichend Gelegenheit, Fragen zu stellen. Der stellvertretende Geschäftsführer der KV Sachsen, Michael Rabe, verabschiedete schließlich den neuen Studienjahrgang und gab die besten Wünsche für das Studium mit auf den Weg.

Beim anschließenden Jahrgangstreffen der Studenten höherer Jahrgänge des Modellprojekts zusammen mit einigen Stipendiaten des Programms „Sächsisches Hausarztstipendium“, welches im Medizinischen Interprofessionellen Trainingszentrum (MITZ) der Technischen Universität Dresden stattfand, standen der erste Tag der Summerschool sowie auch das Thema Bereitschaftsdienstreform im Vordergrund. Ebenfalls wurden vorgestellt: das Netzwerk „Ärzte für Sachsen“, das Kompetenzzentrum Weiterbildung Allgemeinmedizin Sachsen (KWASa) und die Junge Allgemeinmedizin Sachsen (JASa).

Die „Summerschool Allgemeinmedizin“ wird seit 2017 einmal jährlich für die Studenten der Hausarzt-Nachwuchsförderprogramme unter der Leitung von Frau Professorin Antje Bergmann, die den Lehrstuhl für Allgemeinmedizin an der TU Dresden innehat, veranstaltet. Die Studenten erhalten bei der Summerschool die Möglichkeit, Studieninhalte noch einmal zu vertiefen und mithilfe von Schauspielpatienten Notsituationen und Anamneseerhebungen zu üben. Themen der diesjährigen Summerschool waren u. a. aktuelle Impfempfehlungen, Suizidalität sowie Fehlermanagement und Wundversorgung.

Informationen
www.kvsachsen.de > Ärztlicher Nachwuchs > Abiturienten und Medizinstudenten

– Sicherstellung/fr–

Sächsisches Hausarztstipendium

Um schon frühzeitig engagierte Humanmedizinerinnen und -mediziner zu fördern, unterstützt das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz (SMS) die Ausbildung zukünftiger Hausärzte mit dem „Sächsischen Hausarztstipendium“.

Die Förderung richtet sich an Medizinstudenten, die im ersten Semester an einer deutschen Hochschule immatrikuliert sind. Pro Studienjahr werden 20 Stipendienplätze vergeben. Die geförderten Studenten erhalten ein Stipendium in Höhe von 1.000 Euro monatlich für die gesamte Dauer der Regelstudienzeit.

Im Gegenzug verpflichten sie sich, nach abgeschlossenem Medizinstudium die Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin in Sachsen zu absolvieren und anschließend für mindestens sechs Jahre als Hausarzt in Sachsen außerhalb des Großstadtbereichs zu praktizieren. Die Städte Chemnitz, Dresden einschließlich Radebeul und Leipzig sind ausgenommen.

Um sich mit der hausärztlichen Tätigkeit außerhalb des Großstadtbereichs vertraut zu machen, gehen die Studierenden während der gesamten Dauer des Studiums eine Patenschaft mit einer Hausarztpraxis in Sachsen außerhalb des o. g. Großstadtbereichs ein, bei der sie 24 Tage pro Förderjahr hospitieren.

Das Programm richtet sich vorrangig an Erstsemesterstudierende. Sollten nicht alle Stipendienplätze an Erstsemesterstudierende vergeben werden, haben auch Studierende, die im 2. bis 6. Fachsemester im Fach Humanmedizin an einer deutschen Universität immatrikuliert sind, die Möglichkeit, sich zu bewerben und eine Förderzusage zu erhalten.

Die Bewerbungsfrist für den Studienjahrgang 2018 / 2019 läuft vom 1. Oktober bis 15. November 2018. Die entsprechende Ausschreibung ist auf der Internetpräsenz der KV Sachsen sowie ebenfalls auf der Internetseite des SMS zu finden.

Die Umsetzung und Verwaltung des Sächsischen Hausarztstipendiums obliegt der KV Sachsen.

Informationen
www.kvsachsen.de > Förderung > Sächsisches Hausarztstipendium

– Sicherstellung/fr –