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Junge Ärztinnen und Ärzte sind ein Garant für gute medizinische Versorgung der Zukunft

„Vom Studenten zum Facharzt: STEX in der Tasche – und wie weiter?“ Unter diesem Motto standen die Informationsveranstaltungen für Medizinstudierende und Jungärzte am 4. April 2018 in Dresden und am 7. Mai 2018 in Leipzig.

In diesem Jahr fand die STEX-Veranstaltung in Dresden erstmalig als Kooperationsveranstaltung mit dem „PJ-Infotag“ statt. Zahlreiche Medizinstudierende wollten sich auch über Regelungen und Voraussetzungen für ihr Praktisches Jahr (PJ) informieren. Hier arbeiten Sächsisches Sozialministerium, die Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus, die Sächsische Landesärztekammer, die Krankenhausgesellschaft Sachsen, die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen und die Sächsische Ärzteversorgung eng zusammen, um den Jungmedizinern ihre offenen Fragen rund um das PJ und die Weiterbildung zu beantworten und ihnen so viele Informationen wie möglich mit auf den Weg zu geben.

Die Eröffnung im Medizinisch Theoretischen Zentrum (MTZ) der TU Dresden übernahm Sachsens Sozialministerin Barbara Klepsch. „Wenn junge Frauen und Männer hier in Sachsen Medizin studieren, dann ist es mein Ziel, dass sie nach ihrem Studium im Freistaat tätig werden können. Dafür wurden unterschiedliche Fördermöglichkeiten für Studierende und Absolventen auf den Weg gebracht, von denen die ersten bereits zu greifen beginnen.“, sagte die Ministerin. „Im letzten Jahr konnten wir durch diese Maßnahmen fünf junge Mediziner gewinnen, die im ländlichen Raum ihre Tätigkeit aufnahmen, und in diesem Jahr werden es sechs sein! Besonderes Augenmerk liegt auf der Stärkung der Allgemeinmedizin und der Sicherung der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum“, so Klepsch weiter.

Beim Vortrag zum PJ im Ausland war der Hörsaal bis auf den letzten Platz gefüllt. Ob Studium, Praktikum oder Sprachkurs, ein Auslandsaufenthalt trägt entscheidend dazu bei, Fach- und Sprachkenntnisse zu verbessern sowie Schlüsselqualifikationen und interkulturelle Kompetenzen zu erwerben, die für einen optimalen Start ins Berufsleben unerlässlich geworden sind, sagte Referentin Veronika Satlow. In der anschließenden Podiumsdiskussion gaben Ärzte und Weiterbildungsassistenten unter anderem umfangreich Auskunft zum Bewerbungsverfahren. So lautete die Empfehlung, sich frühzeitig zu bewerben, sobald der Examenstermin feststeht. Um im Beruf Fuß zu fassen, gibt es auch Unterstützung durch Weiterbildungsverbünde.

„Sie sind das Rückgrat der ärztlichen Versorgung!“ betonte Prof. Dr. med. habil. Uwe Köhler, Vizepräsident der Sächsischen Landesärztekammer und Vorsitzender des Weiterbildungsausschusses, in seinem Grußwort an die Jungmediziner zur Veranstaltungseröffnung in Leipzig. Außerdem stellte er das Kompetenzzentrum Weiterbildung Allgemeinmedizin Sachsen, kurz KWASa genannt, vor. Unter Federführung des Dresdner Lehrstuhls für Allgemeinmedizin bietet es seit Januar dieses Jahres Seminare und Mentoring-Angebote.

Auch in Leipzig gaben Ärzte, zwei Ärzte in Weiterbildung und eine Personalleiterin praxisnahe Antworten auf Fragen zum Beispiel nach Weiterbildungsinhalten, wie die Facharztrichtung geplant werden könne, zur Vereinbarkeit von Weiterbildung und Familie, zu den Zukunftschancen in den verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens sowie zu den Besonderheiten in Sachsen. Zusätzlich zu den Vorträgen präsentierten sich im Foyer des jeweiligen Veranstaltungsortes Vertreter aus dem Gesundheitswesen mit Informationsständen. Auch die KV Sachsen informierte zu Chancen und Einsatzvielfalt im ambulanten Bereich sowie zu Fördermöglichkeiten.
Seit dem Jahr 2004 organisieren und unterstützen die Sächsische Landesärztekammer gemeinsam mit der Krankenhausgesellschaft Sachsen und der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen jährlich diese Veranstaltungen in Dresden und Leipzig, welche sich an junge Mediziner richten, die ihr erstes Staatsexamen (STEX) absolviert haben. Ziel der Veranstaltung ist, den Medizinstudierenden die vielfältigen und guten Berufsperspektiven im Freistaat Sachsen aufzuzeigen, um viele von ihnen nach Abschluss ihres Studiums für eine ärztliche Tätigkeit in Sachsen zu begeistern.

Informationen
www.kvsachsen.de > Ärztlicher Nachwuchs

                                                                                   – Öffentlichkeitsarbeit/pfl –