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„Kompetenzzentrum Weiterbildung Allgemeinmedizin Sachsen“ eröffnet

Das Kompetenzzentrum Weiterbildung Allgemeinmedizin Sachsen (KWASa) hat am 1. Januar 2018 seine Arbeit aufgenommen.

Koordiniert wird es von den allgemeinmedizinischen Lehrstühlen der Medizinischen Fakultäten Dresden und Leipzig in enger Kooperation mit der Sächsischen Landesärztekammer, der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen und der Krankenhausgesellschaft Sachsen. Damit sollen Qualität und Effizienz der allgemeinmedizinischen Weiterbildung gefördert werden.

Das KWASa wird über Mittel der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, der Spitzenverbände der Krankenkassen und der Deutschen Krankenhausgesellschaft finanziert. „Diese Mittel sind zukunftsweisend investiert mit dem Ziel, die zukünftige hausärztliche Versorgung der sächsischen Bevölkerung sicherzustellen“, sagt Professorin Antje Bergmann vom Lehrstuhl Allgemeinmedizin Dresden.

Das Kompetenzzentrum bietet eine wissenschaftlich fundierte Ergänzung der praktischen Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin. Ärzte in Weiterbildung können zunächst an den beiden Medizinischen Fakultäten in Dresden und Leipzig ganztägige Veranstaltungen wahrnehmen, die Seminare und Mentoring-Angebote beinhalten. Zudem können sich weiterbildungsbefugte Ärzte in einem Train-the-Trainer-Programm didaktisch schulen lassen und austauschen.

Ziel des Kompetenzzentrums ist es, die nahtlose Verbindung von studentischer Ausbildung zur Facharztweiterbildung und die Einbeziehung von akademischen Lehr- und Weiterbildungspraxen zu ermöglichen. Durch die Kooperation des KWASa mit regionalen Weiterbildungsverbünden und den an Weiterbildung von Allgemeinmedizinern beteiligten Kliniken und Lehrpraxen wird eine lückenlose Organisation der Weiterbildungsabschnitte zukünftiger Allgemeinmediziner gewährleistet. Mit dem Weiterbildungsangebot soll die Attraktivität der Hausarztmedizin gesteigert und dem wachsenden Mangel an Allgemeinmedizinern entgegengewirkt werden.

 

Auftaktveranstaltung
Mittwoch, 11. April 2018, 16:00 bis 18:00 Uhr
Sächsische Landesärztekammer, Schützenhöhe 16, 01099 Dresden

                                                             – Pressemitteilung der SLÄK vom 8. Januar 2018 –

Neue sektorenübergreifende Versorgungsvereinbarung für Krebspatienten

Kassenärztliche Bundesvereinigung, Berufsverband der Niedergelassenen Hämatologen und Onkologen in Deutschland und Bundesverband der Belegärzte haben ein Konzept entwickelt, das die Lebensqualität von Krebspatienten verbessern soll.

Die Diagnose Krebs ist für jeden Patienten niederschmetternd. Umso wichtiger ist in diesem gesundheitlichen Ausnahmezustand eine koordinierte Behandlung aus einer Hand. Um diese zu gewährleisten, hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) gemeinsam mit dem Berufsverband der Niedergelassenen Hämatologen und Onkologen in Deutschland (BNHO) und dem Bundesverband der Belegärzte (BDB) die „Vereinbarung für die Versorgung von Patienten mit onkologischen und hämatologischen Erkrankungen durch den behandlungsführenden Arzt im sektorenübergreifenden Kompetenznetzwerk“ entwickelt.

Ambulanten und stationären Sektor verbinden

Im Zentrum der Versorgungsvereinbarung steht der Belegarzt mit seinen sektorenübergreifenden Versorgungsmöglichkeiten. „Mit diesem Konzept haben wir einen konkreten Vorschlag entwickelt, wie Versorgung aus einer Hand unabhängig von den Sektorengrenzen funktionieren kann“, betonte der KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Gassen. Er stellte klar: „Wir setzen uns für eine Förderung intersektoraler Versorgungsstrukturen ein. Das ist aber keine Einbahnstraße im Sinne einer Öffnung der ambulanten Versorgung für die Kliniken, sondern auch im Sinne einer Öffnung von Kliniken für Vertragsärzte.“

Dr. Andreas W. Schneider, 1. Vorstand des BDB, ergänzte: „Für den Patienten ist es ein enormer Vorteil, dass die Versorgung – egal ob ambulant oder stationär – aus einer Hand organisiert wird. Er hat vom Anfang bis zum Ende der Behandlung einen Ansprechpartner für alle Bereiche.“ Ein Aspekt, der gerade in der Krebsbehandlung von großer Bedeutung ist, stellte Prof. Stephan Schmitz, Vorsitzender des BNHO, fest: „Ambulante und stationäre Phasen wechseln sich häufig über einen langen Zeitraum ab. Das ist für den Patienten, aber auch für seine Angehörigen eine enorme Belastung. Da ist es beruhigend zu wissen, dass alle Beteiligten dauerhaft teamübergreifend und koordiniert zusammenarbeiten.“

Kontinuierliche Patientenversorgung sicherstellen

Die neue Vereinbarung sieht vor, dass mehrere Belegärzte ein Netzwerk bilden. Sie ermöglichen Patienten eine persönliche und kontinuierliche Versorgung – unter anderem mit einem standardisierten Schnitt- und Fallmanagement. So können beispielsweise die in der onkologischen Therapie besonders wichtigen Medikationen nahtlos weitergeführt werden. Regelmäßige Versorgungskonferenzen und die Rund-um-die-Uhr-Erreichbarkeit sollen dazu beitragen, die Lebensqualität der Patienten zu verbessern. Die neue Versorgungsvereinbarung soll den Bundesmantelvertrag Ärzte als Anlage ergänzen und somit allen Versicherten offenstehen.

 

Informationen
www.kvsachsen.de > Mitglieder > Rechtsquellen > KBV-Verträge

       – Gemeinsame Pressemitteilung von KBV, BNHO und BDB vom 17. Januar 2018 –

Facharztweiterbildung im Verbund: Neuer Informationsfilm von „Ärzte für Sachsen“

Sachsen bietet die Möglichkeit zur Facharztweiterbildung im Verbund. Dabei können junge Mediziner ihren Weg zum Facharzt praktisch ohne Umwege absolvieren.

Ein neuer Informationsfilm des Netzwerkes „Ärzte für Sachsen“ zeigt am Beispiel des Weiterbildungsverbundes „Oberlausitzer Bergland“, wie so ein Verbund funktioniert und welche Vorteile der Freistaat Sachsen jungen Ärzten bietet.

„Sich ganz auf die Arbeit als Ärztin und die Weiterbildung zum Facharzt konzentrieren zu können“ bringt Grit Reinisch die Vorzüge einer Facharztweiterbildung im Verbund auf den Punkt. Die Ärztin in Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin muss sich nicht selbst um die Organisation und die Bewerbungen für die einzelnen Abschnitte ihrer Facharztweiterbildung kümmern. Das übernimmt ihr Weiterbildungsverbund „Oberlausitzer Bergland“, einer von mittlerweile zehn Verbünden in Sachsen.

Mit einer strukturierten Weiterbildung aus einer Hand und in einer Region wird es jungen Ärzten in Sachsen ermöglicht, ihre Facharztweiterbildung in der Regelzeit zu absolvieren und sich dabei ganz auf das Fachliche zu konzentrieren. „Weiterbildungsverbünde sind außerdem ein Standortvorteil für die ländliche Region, um junge Ärzte zu gewinnen“, betont Erik Bodendieck, Präsident der Sächsischen Landesärztekammer.

Den neuen Informationsfilm „Ohne Umweg zum Facharzt – Weiterbildungsverbünde in Sachsen“ finden Sie bei YouTube und auf der Startseite des Netzwerks „Ärzte für Sachsen“.

 

Informationen und Video

www.aerzte-fuer-sachsen.de > Förderungen > In der Weiterbildung > Weiterbildungsverbünde in Sachsen

                    – Presseinformation des Netzwerkes „Ärzte für Sachsen“ vom 20. Dezember 2017 –