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KVS-Mitteilungen

KVS-Mitteilungen - Ausgabe 03/2017

KBV will selbst Arzt-EDV entwickeln

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) drängt darauf, eine eigene Praxissoftware entwickeln zu dürfen. In einem Brief an Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat KBV-Chef Dr. Andreas Gassen vorgeschlagen, die gesetzlichen Rahmenbedingungen über das Arzneimittelversorgungsstärkungsgesetz entsprechend anzupassen.

Gerade mit einer solchen Befugnis könne „nicht nachvollziehbaren Kostenforderungen durch Softwareanbieter sachgerecht begegnet werden“, so Gassen weiter. Hintergrund der Forderung sind die viel kritisierten Gebühren vieler Praxis-EDV-Anbieter für die Umsetzung des Software-Moduls für den bundesweiten Medikationsplan (wir berichteten). Ziel der KBV ist es laut Schreiben an Gröhe, den Wettbewerb zwischen den Softwarehäusern zu stärken. Eine andere Möglichkeit, zu diesem Ziel zu kommen, wäre laut Gassen die Schaffung leistungsfähiger Schnittstellen. (ger)

                                                             – Artikel der Ärzte Zeitung online vom 6. Februar 2017 –

Basisdaten des Gesundheitswesens 2016/17

In Sachsen kommt auf 4.130 Einwohner eine Apotheke, Patienten bleiben durchschnittlich 7,4 Tage im Krankenhaus und 1.123 Dienste bieten häusliche Krankenpflege an. Diese und weitere Informationen liefert die Broschüre „vdek-Basisdaten des Gesundheitswesens 2016/17“, die der Verband der Ersatzkassen (vdek) neu aufgelegt hat.

Das Nachschlagewerk beleuchtet fünf zentrale Themenfelder – Bevölkerung, Versicherte, Finanzierung, Versorgung und Pflegeversicherung. Auf 56 Seiten sind aktuelle Daten in Diagrammen, Grafiken und Tabellen als Hintergrundinformation aufbereitet. In anschaulicher Weise illustrieren sie Entwicklungen und Zusammenhänge des Gesundheitswesens in Deutschland.

Die kostenlose Printausgabe kann unter basisdaten@vdek.com bestellt werden. Zusätzlich bietet der Verband den Inhalt der Broschüre und weitere Daten auf seiner Webseite unter https://www.vdek.com/presse/daten.html als Download an.

                                                            – Presseinformation des vdek vom 17. Februar 2017 –

Umfrage zur Situation angestellter Ärzte im ambulanten Bereich

Immer mehr junge Mediziner entscheiden sich in der vertragsärztlichen Versorgung für eine Tätigkeit als angestellter Arzt. Eine bundesweite Umfrage unter angestellten Ärzten im ambulanten Bereich soll deren Situation und Bedürfnisse erkunden. Seit dem 6. März erhalten mehr als 10.000 Ärzte in ganz Deutschland den Fragebogen per Post.

Die Befragung führen die Kassenärztlichen Vereinigungen gemeinsam mit der KBV und der Universität Trier durch. Aus den daraus gewonnenen Erkenntnissen sollen strukturelle Veränderungen  in der vertragsärztlichen Versorgung abgeleitet werden.

Erste Ergebnisse werden im Sommer erwartet

Im Mittelpunkt der Befragung steht, wie die in freien Praxen und anderen Einrichtungen angestellten Ärzte bei ihrer Tätigkeit als auch in ihrer weiteren Entwicklung optimal unterstützt werden können. Erfragt wird unter anderem, wie der Berufsweg vom Studienabschluss zur Tätigkeit im ambulanten Bereich verlaufen ist. Zudem geht es um den Arbeitsort und das Arbeitsumfeld sowie die berufliche Perspektive.
Da viele Erwartungen und Bewertungen auch von der persönlichen Lebenssituation geprägt sind, sind auch einige demographische Fragen enthalten. Insgesamt sind es 50 Fragen, deren Beantwortung nicht mehr als 15 Minuten in Anspruch nehmen sollte. Dies ist per Post, per Fax oder online möglich, wobei Letzteres von den Wissenschaftlern präferiert wird, weil es die Auswertung erheblich erleichtert. Erhebungszeitraum ist März 2017. Mit den ersten Ergebnissen wird im Sommer dieses Jahres gerechnet.   

Angaben werden anonym erfasst


Das Projekt wurde in Kooperation mit der Arbeitsgruppe Angewandte Sozialforschung (agas) der Universität Trier konzipiert und wird von dort auch wissenschaftlich begleitet. Die Angaben werden anonym erfasst und von den Wissenschaftlern ohne Personenbezug ausgewertet. Die angeschriebenen Ärzte werden per Zufallsprinzip ausgewählt.

                                                                        – Information der KBV vom 23. Februar 2017 –