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KVS-Mitteilungen

KVS-Mitteilungen - Ausgabe 03/2017

Behandlungspflicht gegenüber Versicherten im PKV-Standard- bzw. PKV-Basistarif

Seit dem 1. Juli 2007 ist von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und den Kassenärztlichen Vereinigungen die ärztliche Versorgung der in den brancheneinheitlichen Standardtarifen der PKV versicherten Personen mit den in diesem Tarif versicherten ärztlichen Leistungen sicherzustellen. Gleiches gilt für den seit dem 1. Januar 2009 von den privaten Krankenversicherungen anzubietenden branchenweit einheitlichen Basistarif. Die Leistungen des Basistarifs müssen in Art, Umfang und Höhe den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung nach dem SGB V entsprechen.

Wir möchten nochmal darauf hinweisen, dass aufgrund der gesetzlichen Regelung im § 75 Abs. 3a SGB V die an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Ärzte und Psychotherapeuten verpflichtet sind, Versicherte des Standard- bzw. Basistarifs zu den gesetzlich festgelegten Bedingungen zu behandeln. Die Honoraransprüche sind auf gesetzlich festgelegte Höchstsätze beschränkt und sind für den Standardtarif im SGB V § 75 Abs. 3a nachzulesen und für den Basistarif unter www.kbv.de > Service > Rechtsquellen > Verträge > sonstige Kostenträger > Honorierung ambulant ärztlicher und belegärztlicher Leistungen im PKV-Basistarif.

Der Standard- oder Basistarif-Versicherte muss sich als solcher vor der Behandlung entsprechend ausweisen, damit der Vertragsarzt das Honorar nach den vorgegebenen Bedingungen des Standard- bzw. Basistarifs für die Privatliquidation berechnen kann. Nur in diesem Umfang hat der Versicherte einen Erstattungsanspruch gegenüber seiner Privaten Krankenversicherung.
                                                                                     

                                                                                                  – Abrechnung/eng-silb –

Übermittlung von Befunden an den MDK

Wie im Heft 2/2017 der KVS-Mitteilungen informiert, ist seit dem 1. Januar 2017 die Übermittlung von Befunden an den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) neu geregelt.

Hierzu möchten wir ergänzen, dass hinsichtlich von Anfragen zur Pflegebedürftigkeit im Bereich der KV Sachsen zudem der zum 1. Januar 2016 neu gefasste Vertrag zwischen dem MDK Sachsen und der KV Sachsen über das Einholen von Unterlagen und Auskünften des behandelnden Arztes im Rahmen der Begutachtung der Pflegebedürftigkeit gemäß SGB XI gilt.

Die Anfragen des MDK Sachsen zur Begutachtung der Pflegebedürftigkeit sind innerhalb von sieben Tagen zu beantworten. Die Leistung ist mit der Abrechnungsnummer 99141 sowie der Angabe des Datums des Fristbeginns (FK 5025) sowie des Postausgangs in der Arztpraxis (FK 5026) im Rahmen der Quartalsabrechnung bei der KV Sachsen abzurechnen.

Nähere Informationen zum Vertrag zwischen dem MDK und der KV Sachsen finden Sie im Heft 12/2015 der KVS-Mitteilungen sowie auf unserer Internetpräsenz:
www.kvsachsen.de > Mitglieder > Verträge > Buchstabe „M“ > MDK Sachsen – Vertrag gem. § 18 Abs. 4 SGB XI ab 01.01.2016

                                                                                              – Abrechnung/eng-silb –

Vorabprüfung der Quartalsabrechnung

Mittlerweile zum fünften Mal stand Ihnen im Quartal IV/2016 die „Vorabprüfung der Quartalsabrechnung“ im Mitgliederportal zur Verfügung. Dank 911 Anwendern erhöhte sich die Teilnahmequote um mehr als 25 Prozent gegenüber dem vorangegangenen Quartal III/2016 (713 Praxen). Wir möchten Sie nachfolgend nochmals auf die Möglichkeiten und Vorteile dieser Anwendung hinweisen.

Ziel der Vorabprüfung der Quartalsabrechnung ist es, Abrechnungsfehler, fehlende Leistungseintragungen sowie -begründungen frühzeitig zu erkennen, um diese vor Abgabe der Quartalsabrechnung korrigieren zu können. Im Rahmen der Vorabprüfung werden Ihre Daten mit dem – zum Zeitpunkt der Vorabprüfung – aktuellen Stand des Regelwerks geprüft. Dieses enthält Regeln zu EBM-Bestimmungen sowie regionalen und bundesweiten Verträgen. Nach Abschluss der Vorabprüfung erhalten Sie Ergebnislisten, in denen Fehler und Hinweise zu Ihrer Abrechnung ausgegeben werden. Damit können Sie anschließend Korrekturen an Ihrer Abrechnung vornehmen.

Die Hinweise unterstützen Sie dabei, vermeidbare Fehler, welche im Moment noch passieren, nicht in die Zukunft fortzuschreiben. So kann durch mögliche Korrekturen der Abrechnung verhindert werden, dass Leistungen bspw. aufgrund fehlender Leistungseintragungen, ICD-Codes oder Begründungen gestrichen werden und dadurch unnötige finanzielle Einbußen entstehen. Somit lautet unsere Empfehlung an Sie:  Vor der Quartalsabrechnung Vorabprüfung nutzen!

Die Vorabprüfung der Quartalsabrechnung kann ebenfalls vom Praxispersonal sowie vom angestellten Arzt durchgeführt werden, wenn der Praxisinhaber im Mitgliederportal das entsprechende Recht (Mitarbeiter-Login) vergeben hat.

Nähere Informationen zur Vorabprüfung der Quartalsabrechnung finden Sie in den Bedienungshinweisen, die Erläuterungen zur Handhabung der Vorabprüfung enthalten. Außerdem steht Ihnen zusätzlich ein FAQ-Katalog zur Verfügung, in dem die KV Sachsen Antworten auf häufig gestellte Fragen auflistet.

Wir beabsichtigen, die Vorabprüfung der Quartalsabrechnung auszubauen und weiter zu verbessern. Auch dafür sowie für die Erweiterung des FAQ-Katalogs ist Ihr Feedback gefragt. Anregungen und Hinweise zur Nutzung der Vorabprüfung können Sie sowohl über den entsprechenden Link nach Ausführung der Vorabprüfung als auch später bei der Einreichung Ihrer Quartalsabrechnung bequem mitteilen.

Für das erste Quartal 2017 ist die Freigabe der Vorabprüfung der Quartalsabrechnung ab dem 23. März 2017 geplant.

Bedienungshinweise und FAQ-Katalog:

www.kvsachsen.de > Mitglieder > Abrechnung > Vorabprüfung der Quartalsabrechnung

                                                                                                  – Abrechnung/eng-tue –