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KVS-Mitteilungen - Ausgabe 01/2017

Ausgabe 01/2017

zum Inhalt dieser Ausgabe

Zur Lektüre empfohlen



Ägypten

Rainer und Rose-Marie Hagen
Ägypten
Menschen, Götter, Pharaonen

2016.
296 Seiten, zahlr. farb. Abb. u. Fotos
23,8 x 31,6 cm, 19,99 Euro
Hardcover
TASCHEN Verlag
ISBN 978-3-8365-2051-5

Was wissen wir eigentlich wirklich über unsere Vorfahren? Nicht über die Herrscher und Heerführer, sondern über die Arbeiter, Bauern, Soldaten und Familien, zu denen die große Mehrheit gehörte? Dieses einzigartige, reich bebilderte Buch beleuchtet, wie die Menschen in jener stark mythologisierten Epoche, dem alten Ägypten, tatsächlich lebten. Pyramiden und Pretiosen sind zweifellos spektakulär, doch dieses Buch will neben dem Sakralen und Prächtigen auch das Gewöhnliche und Alltägliche verständlich machen und ein umfassendes Bild vom alten Ägypten zeichnen. Kapitel über alle Aspekte des Alltags, ob Geschlechterrollen oder Freizeitaktivitäten, erwecken Land und Leute zu neuem Leben und lassen uns faszinierende Vorbilder unserer Gegenwart entdecken. Wussten Sie zum Beispiel, dass der erste Streik, der in die Geschichtsschreibung einging, im Jahr 1152 v. Chr. beim Bau der Nekropole im Tal der Könige stattfand?

Diese Kombination aus visueller und historischer Dokumentation führt zu einer lebendigen Begegnung mit unseren erfindungs- und einflussreichen Vorfahren. Der Bildband begleitet die Ausstellung „Ägypten – Land der Unsterblichkeit“ im Museum der Weltkulturen in Mannheim (bis 30. Juli 2017).

Surreale Begegnungen

Annabelle Görgen, Hubertus Gassner (Hrsg.)
Surreale Begegnungen
Dalí, Ernst, Miró, Magritte ...

2016.
288 Seiten, 271 farb. Abb.
26 x 30 cm, 45,00 Euro
gebunden
HIRMER Verlag
ISBN 978-3-7774-2627-3

Die Traumwelten des Unbewussten – vier legendäre Surrealismus- Sammlungen des 20. Jahrhunderts zeugen von der nachhaltigen Verführungskraft des Surrealismus. Mit über 150 Spitzenwerken – von weltbekannten Ikonen bis zu bahnbrechenden Entdeckungen – aller künstlerischen Medien wird der Surrealismus, die prägende Kunstströmung des 20. Jahrhunderts, in einer bisher nicht gesehenen Breite erlebbar.

In opulenten Werkgegenüberstellungen aus den heute teils in alle Welt verstreuten Kollektionen wird erstmals gezeigt, wie bedeutende Sammler seit den 1930er-Jahren die surreale Auffassung des „Wunderbaren“ in ihre Realität und das „Unheimliche“ in ihr Heim integrierten. Während die Sammler Edward James und Roland Penrose Förderer der ersten Stunde waren – so von Magritte, Dalí und Picasso –, führen die Kollektionen von Gabrielle Keiller und des Ehepaars Ulla und Heiner Pietzsch die anhaltende Faszination der Werke, etwa von Max Ernst, seit den 1960er-Jahren vor Augen. Der Band veranschaulicht so Sammelverhalten und Entwicklungen des Kunstmarktes ebenso wie die bis heute verführenden Themen des Surrealismus. Ein unverzichtbarer Bildband für Sammler, der Einblick in 80 Jahre Kunstmarkt gewährt und Begleitbuch zur internationalen Ausstellung.

Der verlachte Tod

Roger Shatulin (Hrsg.)
Der verlachte Tod
Heitere Grabinschriften, Nekrologe und Mementos

2015.
272 Seiten, 7 s/w Abb.
10,4 x 17,0 cm, 19,95 Euro
gebunden, Samtbezug mit Folienprägung
MANESSE Verlag
ISBN 978-3-7175-2392-5

„Nichts Angenehmeres, als eine Art von Nachrufen zu lesen und zu wissen, dass man am Leben bleibt“ (Joseph Roth: „Zipper und sein Vater“).

Bündiger Bescheid statt geschwätzige Trauer, ironische Nonchalance statt eitlem Gepränge, Laune statt Schwulst. Das Schwere leicht nehmen, was für eine Verlockung. Gerade die Klassiker, oft und gern für Erbauliches gebucht, sorgen seit jeher für Gelächter am Grabesrand. Keine Spur von stiller Einfalt oder edler Größe. Hier triumphieren das Laute, Ungenierte, die Lästerzunge und das Schandmaul. Von Kaiser Hadrian bis Bob Dylan, von Hafis bis Mascha Kaléko und von William Shakespeare bis Durs Grünbein – die geistreichsten Köpfe der Weltliteratur trotzen dem Trübsinn des Todes und machen sich ihren eigenen sardonischen Reim auf die menschliche Vergänglichkeit. Eine unerschöpfliche Fundgrube tiefsinnigen Spotts vereint die heitersten Schlusspointen aller Zeiten. Das mit schwarzem Samt bezogene Buch ist ein wahres Kuriositätenkabinett letzter und vorletzter Worte. Hier wird schwarzer Humor vom Feinsten zelebriert – bitterböse und unzensiert: „Ich war ein Dichter, ernst und heiter, das Schicksal spielte mit mir frech; mein ganzes Leben war nichts weiter, als nur ein großer – Klumpen Pech“ (Karl May: „Meine einstige Grabschrift“).

                                              – Recherchiert und zusammengestellt von der Redaktion –