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KVS-Mitteilungen

KVS-Mitteilungen - Ausgabe 01/2017

Neues gestalten und Bewährtes weiterführen

Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege,

heute wende ich mich erstmals in meiner neuen Funktion als stellvertretende Vorsitzende des Vorstandes der KV Sachsen an Sie. Ich möchte zunächst die Gelegenheit nutzen, Ihnen für das gerade begonnene Jahr 2017 alles Gute, Gesundheit und viel Erfolg zu wünschen.

Wie in all den Jahren zuvor wird auch das neue Jahr viele Aufgaben bringen und berufspolitische Weichenstellungen erfordern. Dabei geht es nicht darum, für jeden Sachverhalt eine neue Lösung zu finden und die Vergangenheit „über Bord zu werfen“. Vielmehr gilt es zu erkennen, dass die bestehenden Strukturen das Ergebnis jahrelanger Entwicklungen sind und sich viele Lösungen als geeignet erwiesen haben. So werden wir Modellprojekte wie ARMIN und „Studieren in Europa – Zukunft in Sachsen“ fortsetzen und weiterentwickeln.

Die sich ständig ändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen bedeuten für mich, dass wir uns den neuen Aufgaben natürlich stellen müssen, das Bewährte aber unter Berücksichtigung dieser neuen Anforderungen als Basis nutzen. Durch den Gesetzgeber wird es zu gravierenden Veränderungen kommen, die unsere tägliche Arbeit erheblich beeinflussen werden. Beispielhaft sei hier die Forderung nach Schaffung von „Portalpraxen“ genannt (siehe nachfolgender Beitrag von Kollegin Richter- Huhn). Wir werden die Aufgaben zügig und strukturiert angehen, um die bevorstehenden Herausforderungen schnellstmöglich zu bewältigen.

Auch wenn sich die Organisationsstruktur unseres Bereitschaftsdienstes bisher bewährt hat, werden wir mit Blick auf die veränderten gesetzlichen Vorgaben grundlegende Änderungen vornehmen müssen.

Erfolgreich waren wir mit der Einrichtung unserer Eigen- und Asylpraxen. Die Asylpraxis in Leipzig musste jedoch leider geschlossen werden. Die Stadt Leipzig hat mit haarsträubenden Begründungen kontraproduktiv gehandelt und die Fortführung der vertraglichen Vereinbarungen verweigert. Damit wurde Bewährtes zerstört. Die Asylpraxen in Chemnitz und Dresden können ihre Arbeit fortsetzen.

Auf die Mitglieder und den Vorstand der KV Sachsen werden weitere Herausforderungen zukommen. So macht die Digitalisierung schon lange keinen Halt mehr vor der täglichen medizinischen Versorgung. Weitere Funktionen der elektronischen Gesundheitskarte werden ebenso kommen wie neue telemedizinische Anwendungen (z. B. Telekonsultation oder Telemonitoring).

Neues gestalten heißt für mich, dass sich alle Veränderungen im ärztlichen Alltag gut integrieren lassen müssen und keinesfalls zu noch mehr Bürokratie führen dürfen. Die Digitalisierung bietet Chancen und neue Möglichkeiten, u. a. bei der Informationsbeschaffung und Praxisverwaltung. Eine der Hauptaufgaben dieser Legislaturperiode wird sein, die Abrechnungsprozesse einer grundlegenden Revision zu unterziehen. Unser Ziel ist, Sie in die Lage zu versetzen, frühzeitig Abrechnungsfehler im Rahmen der Vorabprüfung der Quartalsabrechnung zu erkennen und korrigieren zu können. Diese „Vorabprüfung“ hilft, Fehler zu reduzieren und die Abrechnung für Sie einfacher und transparenter zu gestalten. Als positiver Nebeneffekt entsteht für Sie ein geringerer Aufwand, da seitens der KV weniger Nach- und Rückfragen erforderlich sind. In diesem Sinne freue ich mich auf den konstruktiven Dialog mit Ihnen.

Ihre neue Stellvertretende Vorstandsvorsitzende

Sylvia Krug