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KVS-Mitteilungen

KVS-Mitteilungen - Ausgabe 05/2016

Ausgabe 05/2016

zum Inhalt dieser Ausgabe

Berufs- und Gesundheitspolitik



116 117 – die Rufnummer für den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst

Seit 2012 ist der kassenärztliche Bereitschaftsdienst in Sachsen über die bundesweite und für die Patienten kostenfreie Rufnummer 116 117 zu erreichen.

Diese Nummer gilt außerhalb der üblichen Praxissprechzeiten* für den allgemeinen Bereitschaftsdienst bei Erkrankungen, deren Behandlung nicht bis zum nächsten (Werk-)Tag warten kann (z. B. bei Grippe, hohem Fieber oder starken Schmerzen).

Bei Anwahl der 116 117 wird der Patient in der Regel sofort mit der zuständigen Vermittlungsstelle verbunden.

Sollte eine automatische Vermittlung nicht möglich sein (z. B. bei Mobilfunkgeräten und Internettelefonie) wird die Postleitzahl bzw. Adresse abgefragt. Danach wird der Patient mit der zuständigen regionalen Vermittlungsstelle verbunden.

Die Adressen und Rufnummern der diensthabenden Ärzte liegen der Vermittlungsstelle vor und werden deshalb nicht zusätzlich in den Regionalmedien veröffentlicht.

Auch bei kurzfristigem Dienstwechsel (plötzliche Krankheit des diensthabenden Arztes oder sonstige Verhinderung) werden die Vermittlungsstellen informiert, so dass kein Anruf der 116 117 ins Leere läuft und immer ein diensthabender Arzt vermittelt werden kann.

Fachärztliche Bereitschaftsdienste, wie beispielsweise der augenärztliche Bereitschaftsdienst, sind im Internet zu finden: www.kvsachsen.de/buerger/bereitschaftsdienste.

Bei lebensbedrohlichen Notfällen (z. B. Herzinfarkt, starken Blutungen oder Vergiftungen) ist im Unterschied zum Bereitschaftsdienst der Rettungsdienst unter der Nummer 112 zu rufen!

* Erreichbarkeit des Bereitschaftsdienstes:
Mo., Di., Do.: 19:00 – 07:00 Uhr des Folgetages
Mittwoch 14:00 – 07:00 Uhr des Folgetages
Von Freitag 14:00 Uhr bis Montag 07:00 Uhr
An Feiertagen, Brückentagen sowie am 24.12., 31.12. ganztägig

                                                         – Presseinformation der KV Sachsen vom 25. April 2016 –

Vom Studenten zum Facharzt – Informationsveranstaltung an der Universität Leipzig

Am 2. Mai lud die Medizinische Fakultät der Universität Leipzig gemeinsam mit Standesorganisationen des sächsischen Gesundheitswesens – so auch der KV Sachsen – zur 7. Informationsveranstaltung für Medizinstudenten zum Thema Facharztweiterbildung.

Im Hörsaal beantworteten bei einer Podiumsdiskussion ärztliche Vertreter aus Niederlassung und Klinik gemeinsam mit jungen Ärzten in Weiterbildung den anwesenden Medizinstudenten Fragen zu Organisation und Struktur der Weiterbildung. Informiert wurde auch zu den Zukunftschancen in der eigenen Niederlassung und damit verbundenen Fördermöglichkeiten. So berichtete die Leipziger Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten, Dr. med. Gunhild Kratzsch, aus ihrem Praxisalltag und den Perspektiven in ihrem Fachgebiet.

Vertieft werden konnten die Gespräche an den Informationsständen verschiedener Repräsentanten des Gesundheitsbereiches im Foyer des Studienzentrums. Die KV Sachsen, vertreten durch Mitarbeiterinnen der Bezirksgeschäftsstelle Leipzig, beriet die Studenten zu den regionalen Rahmenbedingungen der Niederlassung, zur Gründung oder Übernahme einer Praxis und den Fördermöglichkeiten im Freistaat Sachsen.

Am Abend dieses Tages entspannten Medizinstudenten, Ärzte und Vertreter des Gesundheitswesens bei Live-Musik im bekannten Leipziger Jazzklub „SPIZZ“.

Veranstaltungshinweis:
Informationsveranstaltung für Medizinstudenten und Jungärzte in Dresden:

„STEX in der Tasche – wie weiter? – Chancen und Perspektiven im sächsischen Gesundheitswesen“

22. Juni 2016 ab 11.30 Uhr
Medizinisch-Theoretisches Zentrum der TU Dresden
Fiedlerstraße 42, 01307 Dresden

  • Einführungsvortrag zu Fragen der ärztlichen Weiterbildung
  • Podiumsdiskussion mit Vertretern des sächsischen Gesundheitswesens
  • Vor, während und nach der Veranstaltung Informationsstände im Foyer

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltung ist kostenfrei.


                                                                             – Öffentlichkeitsarbeit/kbb –

Terminservicestellen pünktlich und einwandfrei umgesetzt – Nachfrage hält sich in Grenzen

Terminservicestellen – 100 Tage nach Start der vom Gesetz geforderten Stelle zur Vermittlung von Facharztterminen zieht die KBV eine Bilanz. „Technisch einwandfrei und pünktlich haben Kassenärztliche Vereinigungen (KVen) und die KBV die Terminservicestellen organisiert und eingerichtet. Die Frage nach der Sinnhaftigkeit bleibt aber aktuell: Aus unserer Sicht werden diese Servicestellen nicht wirklich gebraucht“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Gassen in Berlin.

In 100 Tagen sind etwas mehr als 19.000 Facharzt-Termine bundesweit vermittelt worden. Diese Zahl bezieht sich auf die elf KVen, die mit dem Webtool arbeiten, das von der KV Telematik GmbH (KVTG) entwickelt wurde. Dabei handelt es sich um ein Tochterunternehmen der KBV. Insgesamt dürfte die Zahl der vermittelten Termine geschätzt bei über 31.000 liegen (einschließlich der sechs KVen, die mit anderen Systemen arbeiten). „Im Vergleich zu den jährlich mehr als 550 Millionen Behandlungsfällen und über einer Milliarde Arzt-Patienten-Kontakten im ambulanten Sektor ist diese Anzahl sehr gering und beweist erneut, dass wir – objektiv betrachtet – insgesamt geringe Wartezeiten in Deutschland haben“, führte der KBV-Chef aus.

Die gemeinsame Realisierung der Terminservicestellen durch KBV und KVen sei absolut professionell und reibungslos verlaufen. „Trotz eines knappen Zeitplans und zahlreicher Anforderungen konnten wir mit dem eTerminservice pünktlich eine hochwertige Lösung für die KVen bieten“, so Dr. Florian Fuhrmann, Geschäftsführer der KVTG.

„Die professionelle Umsetzung eines solch komplexen IT-Vorhabens durch KBV und KVen ist bemerkenswert“, sagte Gassen. „Verglichen mit anderen Großprojekten ist das längst nicht selbstverständlich.“ Auf Grundlage der frisch gezogenen Bilanz müsse nun gemeinsam mit den KVen darüber beraten werden, inwiefern der eTerminservice etwa hinsichtlich eines direkten Zugangs für Patienten weiterentwickelt werden könnte. Zum 23. Januar 2016 hatte der Gesetzgeber die Einführung von Servicestellen zur Vermittlung dringender Facharzttermine durch die KVen gefordert. Die KVTG entwickelte dafür im Auftrag der KBV den eTerminservice, eine elektronische Plattform zur Verwaltung und Vermittlung der Termine.

                                        – Praxisnachrichten der KBV vom 4. Mai 2016 –

A-B-C-Kennzeichnung verhindert Abfluss des Honorars

Seit dem 25. Januar 2016 sind alle KVen gesetzlich verpflichtet, Terminvermittlungsstellen zu betreiben. Die KV Sachsen hatte bereits im Vorfeld eine solche Stelle installiert und die Vermittlung an eine ärztliche Dringlichkeitseinschätzung gebunden. Flankierend wurde das A-B-C-Modell zur Überweisungssteuerung entwickelt:

Danach sind in Sachsen alle Überweisungsaussteller an den fachärztlichen Versorgungsbereich verpflichtet, die medizinische Dringlichkeit mittels A: oder B: oder C: zu kennzeichnen:


A: Behandlung sofort
– Vermittlung sollte direkt durch den Hausarzt/
überweisenden Arzt erfolgen

B: Behandlungsbedarf innerhalb von 4 Wochen
– Bagatellerkrankung oder verschiebbare Routineuntersuchung liegt nicht vor

C: kein Behandlungsbedarf innerhalb von 4 Wochen
– Bagatellerkrankung oder verschiebbare Rou­tineuntersuchung liegt vor

Bitte tragen Sie im Feld „Auftrag“ vorangestellt „A:“ oder „B:“ oder „C:“ ein.

  • Dieses sächsische Modell stärkt die Rolle des Hausarztes, der in der Regel die Überweisung ausstellt und die Dringlichkeit festlegt.
  • Flankiert wird die Terminvermittlung von dem seit 1. Oktober 2014 wirkenden Förderungsmodell Neupatienten, das den Facharzt für die Übernahme von Patienten motivieren soll.

Der Aufwand wird abgegolten durch:

  • zusätzliche Mittel für die Vorhaltepauschale im Hausarztbereich und
  • zusätzliche Mittel für Vergütungsvolumina aller Ärzte im Facharztbereich, die nicht in die Neupatientenregelung eingebunden sind.

Eine funktionierende Überweisungssteuerung sowie ein funktionierendes Neupatientenmodell verhindern den Abfluss von Honorarmitteln in den stationären Bereich und sorgen dafür, dass die Terminvermittlungsstelle mit geringem Verwaltungsaufwand betrieben werden kann.

Diesem Heft liegt ein Faxformular bei, mit dem freie Behandlungstermine mitgeteilt werden können.

Weitere Informationen:
www.kvsachsen.de > Mitglieder > Terminvermittlung/Förderungsmodell Neupatienten

                                                                               – Öffentlichkeitsarbeit/im –

Foto: csp_vetkit - www.fotosearch.de