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DMP-Einschreibung – Aufgaben des koordinierenden Arztes

Im Regelfall schreibt der Hausarzt als erste Versorgungsebene den Patienten in das DMP ein und steuert damit die Koordination seiner Behandlung. Um die Leistungen im Rahmen der DMP-Verträge abrechnen zu können, muss der Patient von der Krankenkasse sicher eingeschrieben sein.

Dafür muss der koordinierende Arzt für eine sichere Einschreibung folgende Dokumente fristgerecht an die DMP-Datenstelle übermitteln:

1. Teilnahme- und Einwilligungserklärung (TE/EWE) mit Unterschrift des Patienten

2. Erstdokumentation (vollständig, plausibel, fristgerecht) und

3. Folgedokumentationen (vollständig, plausibel, fristgerecht) zur Aufrechterhaltung der Einschreibung.

Nur der koordinierende Arzt kann in seiner Praxis diese drei Aspekte nachvollziehen. Er erhält sowohl von der DMP-Datenstelle (Arztinformation zum Status der eingereichten Dokumentationen) als auch von den entsprechenden Krankenkassen eine Information (Brief zu eingeschriebenen Patienten) zu allen Patienten, vorausgesetzt die TE/EWE und die Erstdokumentation liegen der Krankenkasse vor.

Wenn Dokumente für eine rechtsgültige Einschreibung fehlen, wird der Arzt durch die Krankenkasse darauf hingewiesen. Die Fallführung eines Versicherten erfolgt ausschließlich bei der Krankenkasse, da jede Kasse ihr eigenes DMP-Programm hat.

Wichtig ist, die Einschreibeunterlagen TE/EWE als Poststücke sowie die elektronische ERSTdokumentation zeitnah nach erfolgter Behandlung (Vertrag sieht zehn Kalendertage vor) an die DMP-Datenstelle zu senden. Von dort erfolgt die Weiterleitung an die Krankenkasse.

Des Weiteren steuert der koordinierende Hausarzt die Veranlassung von Leistungen der zweiten Versorgungsebene per Überweisungsträger (z. B. an die Diabetesschwerpunktpraxis oder den Augenarzt). Nur wenn der Patient sicher im DMP eingeschrieben ist, können ärztliche Kollegen der zweiten Versorgungsebene DMP-Leistungen abrechnen und vor unverschuldeten Regressen bewahrt werden.

Auch die veranlassende Praxis würde dann keine sachlich-rechnerische Richtigstellung von Dokumentationsleistungen zu befürchten haben.

Wir empfehlen zur besseren Übersicht eine EDV-gestützte Liste zu führen, um darin den entsprechenden DMP-Status zu vermerken (sowohl hinsichtlich Status Datenstelle sowie Information der Krankenkasse).

Die Überweisungen an DMP-Mit- und Weiterbehandler sind nur für bestätigt eingeschriebene Patienten zulässig und mit dem Vermerk „DMP“ zu kennzeichnen.

Weitere und ausführliche Informationen sowie eine FAQ-Liste zum Thema DMP finden Sie im Internet unter www.kvsachsen.de > Mitglieder > DMP > FAQ.

– Qualitätssicherung/dae –