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KVS-Mitteilungen

KVS-Mitteilungen - Ausgabe 05/2014

Online-Befragung der KBV gestartet

Langfristiger

Heilmittelbedarf: Wie bewerten Ärzte die Regelungen?

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat eine

Online-Befragung zum langfristigen Heilmittelbedarf gestartet. Sie will bis 15.

Juli 2014 von den Vertragsärzten erfahren, wie sie die aktuellen Regelungen

bewerten.

Dabei geht es auch um die Praxisbesonderheiten, die

bundesweit gelten. Hintergrund ist, dass zum ersten Mal die „Vereinbarung über

Praxisbesonderheiten für Heilmittel unter Berücksichtigung des langfristigen

Heilmittelbedarfs“ überprüft werden soll. Die KBV will deshalb wissen, welche

Erfahrungen die Ärzte mit den neuen Regelungen machen und welche Verbesserungen

aus ihrer Sicht eventuell erforderlich sind.

Um ein möglichst flächendeckendes und umfassendes Ergebnis

zu erzielen, ruft die KBV alle Vertragsärzte, die Heilmittel verordnen, zur

Teilnahme auf. Die Befragung steht im Fortbildungsportal der KBV bereit

(https://cme.kbv.de/AIS-CME/home.seam). Nutzer, die dort noch nicht

registriert sind, melden sich mit ihrer lebenslangen Arztnummer an. So wird

sichergestellt, dass ausschließlich Vertragsärzte teilnehmen.

Die Umfrage wird selbstverständlich anonymisiert

durchgeführt und ausgewertet. Die Angabe von LANR, Name und E-Mail-Adresse dient

ausschließlich der Zugangsregulierung. Diese Daten werden von der KBV weder

gespeichert noch mit den Ergebnissen der Umfrage in Verbindung gebracht.

Hintergrund zur Befragung

Dauerhaft schwer kranke Patienten können Heilmittel wie

Physiotherapie unter Umständen langfristig von ihrer Krankenkasse genehmigt

bekommen. Zur Vereinfachung des Genehmigungsverfahrens haben die KBV und der

GKV-Spitzenverband die genannte Vereinbarung geschlossen. Sie trat am 1. Januar

2013 in Kraft und enthält Diagnosen, die per se einen langfristigen

Heilmittelbedarf begründen, wenn die Krankenkasse des Patienten auf das

Genehmigungsverfahren verzichtet.

Die Vertragspartner wollen die Regelungen jährlich

überprüfen, um sie dem Versorgungsbedarf anzupassen. Da Vertragsärzte durch den

direkten Patientenkontakt am besten einschätzen können, wo Verbesserungsbedarf

besteht, will die KBV beispielsweise wissen, ob die definierte Diagnoseliste

ausreichend ist oder weitere Diagnosen aufgenommen werden.

(Information der KBV vom 23. April 2014)