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KVS-Mitteilungen

KVS-Mitteilungen - Ausgabe 05/2014

Hinweise für die Abrechnung

 

Überweisung zur Osteodensitometrie

Mit Wirkung zum 1. Januar 2014 wurde der Einheitliche

Bewertungsmaßstab (EBM) an die geänderte „Richtlinie Methoden vertragsärztliche

Versorgung“ (MVV-RL) hinsichtlich der Erweiterung der Indikation zur

Osteodensitometrie angepasst.

Es wurden die Gebührenordnungsposition (GOP) 34600

modifiziert und eine GOP 34601 hinzugefügt.

Der Leistungsinhalt der GOP 34600 wurde dahingehend

angepasst, dass die osteodensitometrische Untersuchung nur noch mittels

zentraler DXA an Schenkelhals und LWS durchgeführt werden kann.

Wie der obligate Leistungsinhalt zur GOP 34601

aussagt, muss die Durchführung der Leistung dem Zweck der Optimierung der

Therapieentscheidung dienen, wobei eine Fraktur ohne nachweisbares adäquates

Trauma nicht erforderlich ist. Es muss aber aufgrund -anderer anamnestischer und

klinischer Befunde ein begründeter Verdacht auf Osteoporose bestehen.

Sofern beim Patienten die oben genannten Indikationen als

Voraussetzung zur Durchführung einer Osteodensitometrie als GKV-Leistung nicht

vorliegen, kann kein Überweisungsschein (Muster 6) ausgestellt werden. Bitte

verwenden Sie in diesen Fällen entweder einen Überweisungsschein für eine privat

zu bezahlende Leistung oder teilen Sie dem Radiologen bzw. Orthopäden

schriftlich mit, dass es sich um keine GKV-Leistung handelt.

Um Irritationen zu vermeiden sollte auch bei Vorliegen der

Indikation auf dem Überweisungsschein ein entsprechender Vermerk zur Indikation

erfolgen.

Delegierbare Leistungen

Der Arzt darf Leistungen, die er aufgrund der erforderlichen

Fachkenntnisse nur persönlich erbringen kann, nicht delegieren. Zu diesen nicht

delegierbaren (höchstpersönlichen) Leistungen gehören insbesondere die Anamnese,

die Indikationsstellung, die Untersuchung des Patienten einschließlich invasiver

diagnostischer Leistungen, das Stellen der Diagnose, die Aufklärung und Beratung

des Patienten, die Entscheidung über die Therapie und die Durchführung invasiver

Therapien einschließlich der Kernleistungen operativer Eingriffe.

Zur Delegation ärztlicher Leistungen an nichtärztliches

Personal haben die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der

Spitzenverband der Krankenkassen die „Vereinbarung über die Delegation

ärztlicher Leistungen an nichtärztliches Personal in der ambulanten

vertragsärztlichen Versorgung gem. § 28 Abs. 1 S. 3 SGB V“ (Anlage 24 zum

Bundesmantelvertrag) getroffen, die mit Wirkung zum 1. Oktober 2013 in Kraft

getreten ist. Die Vereinbarung enthält einen nicht abschließenden

Beispielkatalog von delegierbaren ärztlichen Leistungen. Zudem wird präzisiert,

dass zwischen dem delegierenden Vertragsarzt und dem nichtärztlichen Mitarbeiter

ein dienstvertragliches Verhältnis bestehen muss. Der Arzt muss sicherstellen,

dass der nichtärztliche Mitarbeiter für die Erbringung der delegierten Leistung

geeignet ist. Der Arzt trägt die Verantwortung, ob und wann er eine Leistung

delegiert.

Die „Vereinbarung über die Erbringung ärztlich angeordneter

Hilfeleistungen in der Häuslichkeit der Patienten, in Alten- oder Pflegeheimen

oder in anderen beschützenden Einrichtungen gem. § 87 Abs. 2b Satz 5 SGB V“

(Anlage 8 zum Bundesmantelvertrag) bleibt von der „Vereinbarung über die

Delegation ärztlicher Leistungen an nichtärztliches Personal in der ambulanten

vertragsärztlichen Versorgung gem. § 28 Abs. 1 S. 3 SGB V“ unberührt.

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