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KVS-Mitteilungen

KVS-Mitteilungen - Ausgabe 03/2014

Dr. med. Axel Klein, FA für Orthopädie und Unfallchirurgie in Dresden: Nicht nur Marathon – Sport auch zum Stressabbau

Dr. Axel Klein hat als Orthopäde mit dem Spezialgebiet Sport in Dresden einen guten Namen. Er sieht es als Vorteil an, dass er selbst viel Sport treibt: „So spreche ich mit meinen Patienten auf Augenhöhe.“

Der Werdegang als Arzt, der Hang zu sportlichen Themen und die Niederlassung in Dresden – dieser Weg war für Dr. Axel Klein in gewisser Weise vorgezeichnet. Die Eltern waren beide Ärzte. Vater Wolfgang, der die Dresdner Praxis 1992 begründete, dürfte so manchem Fußballfan noch als Sportarzt von Dynamo Dresden in den erfolgreichen 70-er Jahren ein Begriff sein. Sohn Axel trat als Mediziner in seine Fußstapfen. Nach dem Studium in Bratislava und Dresden erwarb er die Facharzttitel für Orthopädie und Unfallchirurgie, ergänzend kamen Qualifikationen für Sportmedizin und Chirotherapie hinzu. 2003 trat er in die Gemeinschaftspraxis „mit einem überwiegend orthopädisch-konservativ ausgerichteten Spektrum“ zunächst noch mit seinem Vater und Dr. Uwe Wittig ein. Derzeit sieben Mitarbeiterinnen unterstützen die Praxischefs tatkräftig, darunter ihre Ehefrauen, die sich um das Praxismanagement bzw. die Finanzen kümmern. Aktuell steht der lange geplante Umzug der Praxis in das Striesen-Center auf der Glashütter Straße 100 an.

Arzt für Sportler

Dr. Axel Klein findet seinen Beruf sehr abwechslungsreich: „Man muss sich immer wieder auf neue Situationen einstellen.“ Oft konsultieren die Patienten den 46-Jährigen als „Sportarzt“. Der Mediziner kommt mit den unterschiedlichsten Sportarten in Kontakt. Er betreut Mannschaften, wie u. a. die Basketballer der „Dresden-Titans“, die Handballer des „USV TU Dresden“ oder als Mannschaftsarzt die „Dresden-Monarchs“ (Deutscher Vizemeister im American-Football). „Weit über dem Durchschnitt habe ich auch Triathleten und Marathonläufer in Behandlung“, ergänzt der gebürtige Quedlinburger. Probleme mit Knie, Fuß und Schulter gehören als typische Sportverletzungen zum Arbeitsalltag des Doktors. Wenn es drängt, bekommen die Sportler natürlich auch zeitnah einen Termin. Aber die Gemeinschaftspraxis bemüht sich generell um kurze Wartezeiten. „Wir haben ein striktes Zeitmanagement und sind ganz gut organisiert. Obwohl wir jeden Tag Akutpatienten aufnehmen, warten die Leute im Durchschnitt nicht länger als 15 bis 20 Minuten.“

Marathonläufer

Der Facharzt betätigt sich sportlich selbst sehr aktiv. Laufen gehört dabei zu seinen liebsten Freizeitbeschäftigungen, bis hin zum Marathon. „2006 bin ich in Berlin gelaufen. Das ist schon ein besonderes Erlebnis, wenn man unter dem Brandenburger Tor durchläuft“, erinnert er sich an sein erstes Rennen über die 42,195 km. Auch in Köln und Hamburg war er schon dabei. Der Doktor hat sich fest vorgenommen „zum 50. Geburtstag mit Freunden am New-York-Marathon teilzunehmen.“

Weil die Vorbereitung auf einen Marathon viel Zeit kostet, läuft der Hobbysportler allerdings zunehmend gern einen Halbmarathon und ist seit etwa zwei Jahren auf die olympische Distanz im Triathlon (1,5 km Schwimmen, 10 km Lauf und 40 km mit dem Fahrrad) umgestiegen. Bestes Training dafür sind die täglichen Fahrten per Fahrrad zur Praxis: „Ich wohne am Stadtrand, da muss ich jeden Tag pro Strecke 15 km fahren und dabei 170 Höhenmeter bewältigen.“ Er schätzt beim Trainieren als Nebeneffekt: „dabei viel Stress abzubauen.“ Stress, der beim randvollen Terminkalender des Mediziners nicht ausbleibt.

Ehrenamtlicher Funktionär

Seit 2008 arbeitet er ehrenamtlich als „Funktionär“ im Vorstand des Sächsischen Sportärztebundes, seit 2013 als Vorsitzender. Die Nachwuchsgewinnung stellt dabei einen Schwerpunkt der Verbandsarbeit dar. „Da es den niedergelassenen Sportarzt als solchen nicht gibt, erscheint vielen die geforderte Prüfung zum Sportmediziner wenig lukrativ“, erläutert der Vorsitzende. Nach seiner Ansicht gibt es für die zahlreichen Sportinteressierten zu wenig ärztliche Spezialisten.“ Deshalb versucht er auch bei den Kollegen, beispielsweise in Vorträgen, für den Sport als wirksame Therapiemethode zu werben. Der Sächsische Sportärztebund bemängelt, dass bei Präventionsmaßnahmen der ärztliche Sachverstand immer noch zu kurz kommt. „Es gibt eine Vielzahl von Angeboten wie Reha-Sport oder Funktionstraining, aber die eigentliche Qualitäts- und Effektivitätskontrolle fehlt oft völlig“, weist Dr. Klein auf ein Defizit hin: „Einzelne Krankenkassen arbeiten in diesem Punkt mit Ärzten zusammen, aber das reicht nicht.“

Seine Begeisterung für das Laufen versucht der Doktor auch auf möglichst viele Kolleginnen und Kollegen zu übertragen, Im Rahmen des Dresdner City-Laufs (aktuell am 23. März 2014) findet seit einigen Jahren eine Sächsische Ärztemeisterschaft im 10 km-Lauf statt, an der sich zuletzt immerhin über 30 Ärzte beteiligt haben.

2014 gibt es zur Freude des Sportfans Axel Klein eine Reihe sportlicher Großveranstaltungen, von den Olympiaden bis hin zur Fußballweltmeisterschaft. Wenn es die Zeit erlaubt, wird er dann die Wettkämpfe verfolgen, ohne auf bestimmte Sportarten fixiert zu sein. Apropos Zeit; da verlangt natürlich auch die Familie ihr Recht. Dr. Klein ist verheiratet und hat eine 21-jährige Tochter („die Pharmazie studiert“) und einen 6-jährigen Sohn („der Eishockey spielt“).

– Öffentlichkeitsarbeit/ks –