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KVS-Mitteilungen

KVS-Mitteilungen - Ausgabe 03/2014

Ausgabe 03/2014

zum Inhalt dieser Ausgabe

Vertragswesen


Vereinbarung zur Vergütung kinderärztlicher Leistungen bei der praktischen Umsetzung der Frühförderungsverordnung in Sachsen

Seit September 2012 ist die „Vereinbarung zur Vergütung kinderärztlicher Leistungen bei der praktischen Umsetzung der Frühförderungsverordnung in Sachsen“ zwischen den Landesverbänden/-vertretungen sächsischer Krankenkassen, dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e. V. sowie der KV Sachsen in Kraft (siehe auf unserer Internetpräsenz www.kvsachsen.de unter der Rubrik Mitglieder > Verträge).

An der Vereinbarung können Fachärzte für Kinder- und Jugendmedizin oder Ärzte mit abgeschlossener Weiterbildung in Kinder- und Jugendmedizin teilnehmen. Wir bitten um Beachtung, dass eine Teilnahme an der Vergütungsvereinbarung auch zur jährlichen Teilnahme an gemeinsam mit Heilpädagogen der Frühförderstellen zu organisierenden Stammtischen/Qualitätszirkeln zum Thema Frühförderung verpflichtet (in der Regel einmal jährlich).

Die Vereinbarung regelt die Mitwirkung der Kinder- und Jugendärzte in Sachsen bei der Erstellung des Förder- und Behandlungsplanes sowie die Vergütung und Abrechnung dieser Leistungen außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung. Die Komplexleistung richtet sich an noch nicht eingeschulte behinderte und von Behinderung bedrohte Kinder.

Kommt der Arzt zu der Erkenntnis, dass der Behandlungserfolg mit heilpädagogischen Mitteln, unterstützt durch medizinisch-therapeutische Leistungen (Komplexleistungen) erreicht werden kann, leitet er das Kind mittels Überweisungsvordruck an eine interdisziplinäre Frühförderstelle weiter.

Die Frühförderstelle erstellt den Förder- und Behandlungsplan in den Abschnitten I und III und übermittelt diesen an den Kinderarzt. Dieser füllt den Abschnitt II des Förder- und Behandlungsplanes aus und leitet ihn an die Frühförderstelle weiter. Bei der Erstellung (Abschnitt IV und V) und Fortschreibung des Förder- und Behandlungsplanes stimmen sich der Arzt und die heilpädagogische Fachkraft der Frühförderstelle miteinander ab.

Die zentrale Bedeutung des Förder- und Behandlungsplanes für die Koordination der Leistungen und die damit auch einhergehende Verantwortung des Kinder- und Jugendarztes für die behinderten und von Behinderung bedrohten Kinder ist an dieser Stelle noch einmal hervorzuheben.

Eine gute Zusammenarbeit zwischen Frühförderstellen und Kinder- und Jugendärzten ist notwendig, um dieser Verantwortung gerecht werden zu können.

Aus aktuellem Anlass weisen wir darauf hin, dass die Verordnung einzelner Heilmittel neben der Verordnung von Komplexleistungen nur in absoluten Ausnahmefällen möglich ist. Ausnahmefälle sind Behandlungen von akut auftretenden Erkrankungen, die in einer Frühförderstelle nicht mit therapiert werden.

Sogenannte Doppelleistungen im medizinisch-therapeutischen Bereich sind auszuschließen. Sind innerhalb des Genehmigungszeitraumes der Komplexleistungen Änderungen erforderlich, können diese über einen Änderungsantrag eingefordert werden. Grund dafür ist, dass Komplexleistungen durch eine interdisziplinäre Frühförderstelle ihrem Wesen nach „aus einer Hand“ erbracht werden müssen.

– Vertragswesen/st –

Vertrag mit der BKK Securvita über klassische Homöopathie – Beitritt der Novitas BKK zum 1. April 2014

Mit Wirkung zum 1. Juli 2009 wurde der Vertrag zur Versorgung mit klassischer Homöopathie gemäß § 73c SGB V zwischen der Securvita BKK und der KBV (handelnd im Namen der AG Vertragskoordinierung) abgeschlossen, der gegenüber der KV Sachsen Wirkung entfaltet.

Die Novitas BKK tritt mit Wirkung zum 1. April 2014 diesem Vertrag bei. Die von Seiten der Ärzte gegenüber der Securvita BKK abgegebenen Teilnahmeerklärungen behalten weiterhin Gültigkeit für alle an der Vereinbarung teilnehmenden BKK.

Für den Beitritt der Novitas BKK ab dem 1. April 2014 ist die Abgabe einer erneuten Teilnahmeerklärung demnach nicht erforderlich.

Eine Übersicht über die dem Vertrag beigetretenen BKK steht Ihnen auf unserer Homepage (www.kvsachsen.de > Mitglieder > Verträge > Buchstabe „H“) zur Verfügung.

– Vertragswesen/py –

Vertrag mit der IKK classic über klassische Homöopathie – Vertragliche Anpassungen zum 1. Januar 2014

Zum 1. Januar 2011 wurde der Vertrag zur Versorgung mit klassischer Homöopathie gemäß § 73c SGB V zwischen der IKK classic und der KBV (handelnd im Namen der AG Vertragskoordinierung) abgeschlossen, der gegenüber der KV Sachsen gültig ist.

Mit Wirkung ab dem 1. Januar 2014 haben sich vertragliche Änderungen ergeben, über die wir Sie nachfolgend informieren möchten:

– Die Regelungen zu den Servicezeiten, d. h. die besondere Terminvergabe und die Abendsprechstunde für am Vertrag teilnehmende Versicherte der IKK classic gemäß § 3 Abs. 3, entfallen.

– Das gesetzliche Widerrufsrecht für Versicherte wurde aufgenommen (§ 5 Abs. 6).

– Die Regelungen zum Datenschutz gemäß § 11 wurden neu gefasst.

Mit der Anpassung des Vertrages wurde zudem die Teilnahmeerklärung für Versicherte in Bezug auf den Datenschutz überarbeitet. Die Erklärungen von Versicherten, die bereits vor dem 1. Januar 2014 am Vertrag teilgenommen haben, bleiben weiterhin gültig. Der Restbestand an Formularen in der Fassung von vor dem 1. Januar 2014 kann noch aufgebraucht werden.

Die Lesefassung des Vertrages und die neue Teilnahmeerklärung für Versicherte mit Stand vom 1. Januar 2014 stehen Ihnen auf unserer Homepage (www.kvsachsen.de > Mitglieder > Verträge > Buchstabe „H“) zur Verfügung.

– Vertragswesen/py –