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KVS-Mitteilungen

KVS-Mitteilungen - Ausgabe 09/2013

Weiterer Schritt zur Umsetzung der ASV: Einleitung des Stellungnahmeverfahrens zu ersten Konkretisierungen

Der zuständige Unterausschuss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) hat für die ersten beiden Konkretisierungen der Richtlinie ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV) die Einleitung eines Stellungnahmeverfahrens beschlossen. Gegenstand sind die Konkretisierungen der Tuberkulose sowie der Gastrointestinalen Tumoren und Tumoren der Bauchhöhle. Die Heilberufekammern und der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit bekommen damit Gelegenheit, sich zu dem Entwurf der Regelungen zu äußern.

„Der G-BA hält seinen Zeitplan ein und setzt die im März beschlossenen Eckpunkte um. Wir steuern weiterhin zielstrebig darauf zu, noch binnen Jahresfrist eine Beschlussfassung über die ersten Anlagen herbeizuführen, damit der neue Versorgungsbereich im Laufe des ersten Halbjahrs 2014 endlich „scharfgeschaltet“ werden kann“, sagte Dr. Regina Klakow-Franck, unparteiisches Mitglied im G-BA und Vorsitzende des Unterausschusses ASV am Dienstag in Berlin.

„Nach Rücklauf und Auswertung der eingegangenen Stellungnahmen wird vor allem auch die seit langem erwartete endgültige Festlegung der allgemeinen Kriterien für eine schwere Verlaufsform bei onkologischen Erkrankungen entschieden werden.“

Weiterhin wird im Zuge der Konkretisierungen auch der jeweilige Behandlungsumfang auf Basis der Gebührenpositionen des Einheitlichen Bewertungsmaßstabes (EBM) beschrieben.

Die ASV-Richtlinie regelt für den neuen Versorgungsbereich die Anforderungen, die grundsätzlich für alle in den Anlagen konkretisierten schweren Verlaufsformen von Erkrankungen mit besonderen Krankheitsverläufen, seltenen Erkrankungen und Erkrankungszuständen mit entsprechend geringen Fallzahlen sowie hochspezialisierten Leistungen gleichermaßen gelten (§ 116b SGB V). Der G-BA hatte die Erstfassung der Richtlinie im März 2013 beschlossen, die dann im Juli durch das Bundesministerium für Gesundheit genehmigt worden war.

(Pressemitteilung des G-BA vom 20. August 2013)

Hohes Ansehen für Ärzte und Lehrer Allensbacher Berufsprestige-Skala 2013

Seit Jahrzehnten erhebt das Institut für Demoskopie Allensbach regelmäßig das Ansehen bestimmter Berufe in der Bevölkerung. Erneut liegt dabei der Beruf des Arztes unangefochten an der Spitze der Berufsprestige-Skala: 76 % der Deutschen zählen den Arzt zu den fünf Berufen, die sie am meisten schätzen.

Den zweiten Rang belegt abermals die Krankenschwester mit 63 %. An dritter Stelle im Ranking folgt der Beruf des Polizisten, der von 49 % geschätzt wird. Dahinter liegen Lehrer mit 41 % und Handwerker mit 38 %. Zu den Schlusslichtern der Rangliste gehören unverändert Fernsehmoderatoren (3 %) und Banker (3 %). Nur geringfügig besser schneidet der Beruf des Politikers ab, der von nur 6 % der Bevölkerung zu den Berufen gezählt wird, vor denen man am meisten Achtung hat. Weitere Details sind im Internet nachlesbar unter www.ifd-allensbach.de > studien-und-berichte > allensbacher-kurzberichte.html

(aus dem Allensbacher Kurzbericht des IfD Allensbach vom 20. August 2013)

Krankenkassen verweigern hunderttausendfach Leistungen

Wie aus Gutachten des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen hervorgeht, wurden hunderttausendfach Rehamaßnahmen, Krankengeld oder Hilfsmittel abgelehnt.

In 16 Prozent von 1,5 Millionen Fällen urteilten die Prüfer sogar, dass krankgeschriebene Arbeitnehmer eigentlich wieder arbeiten könnten. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) hat die Krankenkassen wegen ihrer Bewilligungspraxis von Leistungen kritisiert. Es dürfe nicht zu massenweisen Ablehnungen kommen, sagte Bahr. „Versicherte haben einen Anspruch auf Leistungen.“ Er kündigte an, dass sein Ministerium prüfen werde, ob ein systematisches Handeln der Krankenkassen vorliegt.

(Die Welt und Südeutsche Zeitung vom 20. August 2013)