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KVS-Mitteilungen - Ausgabe 09/2012

Ausgabe 09/2012

zum Inhalt dieser Ausgabe

Zur Lektüre empfohlen



Emanuel Schikaneder: Der Mann für Mozart

Erste Biographie!
Eva Gesine Baur
Emanuel Schikaneder
Der Mann für Mozart

2012.
464 Seiten mit 30 Abbildungen.
Format 14 x 22 cm.
Gebunden mit Schutzumschlag.
Euro 22,95
Verlag C. H. Beck, München.
ISBN 978-3-406-63086-6

200. Todestag am 21. September 2012

Dass er das Libretto zu Mozarts letzter Oper, der Zauberflöte, schrieb, hat seinen Namen unvergesslich gemacht. Seinen Zeitgenossen aber war er aus ganz anderen Gründen ein Begriff: als waghalsiger Unternehmer, revolutionärer Theatermacher und frecher Kampfgeist, der sich mit Goethes Schwager Vulpius ebenso anlegte wie mit Kritikern und der Obrigkeit.

Schikaneder war ein Lakaiensohn, doch er wurde zu einem Universaltalent: Bühnendichter und Theaterdirektor, Tänzer und Regisseur, gefeierter Darsteller des Hamlet und Sänger des ersten Papageno. Kein Theatermann seiner Zeit besaß mehr Instinkt für das Populäre, mehr Sinn für Bühnenmagie durch die neuesten Techniken und mehr Mut für Experimente. Schikaneders Freilichtaufführungen mit Pferden, Kutschen und Feldlagern, seine Dramen mit brennenden Schlössern und fliegenden Walküren, seine Lustspiele voll Drastik und Erotik machten ihn berühmt.

– mpb –

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Freiherr vom Stein: Reformer und Moralist

Reformer in Preußens schwerster Stunde
Hans Fenske

Freiherr vom Stein
Reformer und Moralist

2012.
128 Seiten mit 9 Abbildungen.
Format 17 x 24 cm.
Gebunden. Euro 19,90
Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt
ISBN 978-3-534-25162-9

Karl Reichsfreiherr vom und zum Stein (1757 – 1831), Spross eines alten, nassauischen Adelsgeschlechtes, gehörte zu den bedeutendsten preußischen Reformern, als nach der Niederlage Preußens gegen Napoleon bei Jena und Auerstedt Preußen dem Untergang geweiht zu sein schien.

Der begnadete Organisator wurde durch sein politisches Wirken, seine Bedeutung für die Entwicklung des preußischen Nationalgefühls und seine wissenschaftspolitischen Initiativen zu einer der bedeutenden Figuren der deutschen Geistesgeschichte. Nach dem Sturz Napoleons begründete er die Monumenta Germaniae Historica (MGH), die die Bedeutung der deutschen Geschichtswissenschaft seit dem frühen 19. Jahrhundert entscheidend prägte – bis heute.

Der Verfasser schrieb einen bestens formulierten, gut lesbaren und intelligenten biographischen Essay, der den widersprüchlichen Charakter Steins differnziert analysiert.

– mpb –

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Weimar: Eine Kulturgeschichte

Wer unsere Kultur verstehen will, muss Weimar kennen!
Annette Seemann
Weimar
Eine Kulturgeschichte

2012.
464 Seiten mit 88 Abbildungen.
Format 14 x 22 cm.
Gebunden mit Schutzumschlag.
Euro 24,95
Verlag C. H. Beck, München
ISBN 978-3-406-63030-9


Weimar erscheint wie ein Kondensat deutscher Kultur und Geschichte: Luther wurde von hier aus protegiert, und Johann Sebastian Bach wirkte am Weimarer Hof. Als Wahlheimat von Goethe und Schiller wurde die Stadt zum Zentrum der deutschen Klassik. Franz Liszt, das Bauhaus und die Weimarer Verfassung machten sie zu einem Ort der Avantgarde. – Adolf Hitler, Stalin und die DDR-Oberen missbrauchten den „Geist von Weimar“ politisch, aber letztlich, so zeigt die Verfasserin in ihrem eindrucksvollen Überblick, hat „Weimar“ als Inbegriff von Humanität, Freiheit und Bildung allen Vereinnahmungsversuchen widerstanden.

Annette Seemann versteht es meisterhaft, die oft subkutanen Verbindungen zwischen den unterschiedlichen Protagonisten und Epochen der symbolisch mehrfach codierten Stadt offenzulegen und die Verbindungslinien immer wieder über die Residenzstadt hinaus zu verfolgen: nach Jena, nach Buchenwald und zur deutschen Geschichte insgesamt.

– mpb –

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