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KVS-Mitteilungen

KVS-Mitteilungen - Ausgabe 07-08/2011

ZI-Praxis-Panel geht in die zweite Runde – Bundesweite Befragung zu Praxiskosten läuft bis Ende Oktober

Mehrere tausend niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten werden in diesem Jahr erneut zu ihren Praxiskosten befragt. Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (ZI) schreibt dazu ab 25. Juli 2011 bundesweit rund 30.000 Vertragsärzte an.

Die angeschriebenen Ärzte sind aufgefordert, bis zum 31. Oktober schriftlich einen Fragebogen zur Kosten- und Versorgungsstruktur ihrer Praxis zu beantworten. Die Ergebnisse sollen in die Honorarverhandlungen mit den Krankenkassen einfließen. Die Erhebung erfolgt im Auftrag der Kassenärztlichen Vereinigungen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, die auch Träger des Zentralinstituts sind.

Ziel: 7.000 Ärzte und Psychotherapeuten, die jedes Jahr antworten

Das ZI hat im vergangenen Jahr erstmals eine solche Befragung durchgeführt. Rund 4.700 Ärzte und Psychotherapeuten haben daran teilgenommen. Diese Praxen werden dieses Jahr erneut um Auskunft gebeten. „Wir sind dabei, ein Praxis-Panel mit mindestens 7.000 Teilnehmern aufzubauen, die möglichst über Jahre hinweg Auskunft erteilen“, erläutert ZI-Geschäftsführer Dr. Dominik Graf von Stillfried. Damit stehe erstmals ein Informationssystem zu Verfügung, das valide Daten zur wirtschaftlichen Situation der niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten liefere. Mit ihm lasse sich nachweisen, wie sich die Praxiskosten von Jahr zu Jahr entwickeln und welche regionalen Unterschiede bestehen. Diese Informationsgrundlagen sind erforderlich, um die berechtigten Honorarforderungen der Ärzteschaft durchsetzen zu können.

Weitere Teilnehmer gesucht

Mit der erneuten Aussendung tausender Fragebögen hofft das Forschungsinstitut, weitere Teilnehmer für das ZI-Praxis-Panel (ZiPP) gewinnen zu können. „Unser Ziel ist erst erreicht, wenn eine repräsentative Anzahl von Ärzten aus allen Fachgruppen und Regionen am Panel teilnimmt“, betont von Stillfried. Je größer der Rücklauf bei der Befragung, desto aussagefähiger sei die Datengrundlage. Angeschrieben werden deshalb nicht nur die ZiPP-Teilnehmer des vergangenen Jahres, sondern weitere rund 25.000 Ärzte und Psychotherapeuten. Die Auswahl erfolgt durch eine Zufallsstichprobe, in der alle Fachgruppen und Regionen angemessen vertreten sind.

Für die Teilnehmer: Aufwandsentschädigung und praxisindividueller Feedbackbericht

Bei der Befragung geht es um Angaben zur Personalausstattung, zur Arbeitszeit der Praxis inhaber und der Praxismitarbeiter sowie zu den Einnahmen und den Ausgaben der Praxis. Die Teilnehmer erhalten dazu einen Frage bogen, der von ihnen selbst und von ihrem Steuerberater auszufüllen ist. Als Aufwandsentschädigung erhalten die Teilnehmer 200 Euro (sofern das erforderliche Testat des Steuerberaters vorliegt). Die Annahme der ausgefüllten Fragebögen erfolgt durch einen unabhängigen Treuhänder, sodass Datenschutz und Anonymität der Befragten gewahrt sind. Mit der Teilnahme am Praxis-Panel leisten Ärzte und Psychotherapeuten nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung

der Vergütungsgrundlage. Sie erhalten auch einen individuellen Auswertungsbericht mit Vergleichskennzahlen, der ihnen bei der Einschätzung der Organisation und der wirtschaftlichen Situation ihrer eigenen Praxis helfen kann.

Hotline: Für alle Rückfragen bietet das ZI den Ärzten und Psychotherapeuten eine Telefon-Hotline unter der Nummer 030 4005-2444 an.

Weitere Informationen: www.zi-pp.de

(Information der KBV vom 18.07.2011)

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