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KVS-Mitteilungen

KVS-Mitteilungen - Ausgabe 06/2011

Ausgabe 06/2011

zum Inhalt dieser Ausgabe

Zur Lektüre empfohlen



Katastrophen - Triebkraft der Evolution

 

Erhard Oeser

2011.

208 Seiten mit 34 Abbildungen.

Format 14 x 22 cm.

Gebunden mit Schutzumschlag.

Euro 24,90

Primus Verlag, Darmstadt

ISBN 978-3-89678-712-5

Der Autor veranschaulicht anhand vieler Beispiele, dass die Evolution auch als eine Abfolge von Katastrophen begreifbar ist. So ermöglichte beispielsweise erst das Aussterben der Saurier durch eine kosmische Katastrophe die Ausbreitung der Säugetiere. Das Entsetzen, das uns beim Anblick von Massentod und Zerstörung ergreift, muss letztendlich der Einsicht weichen, dass jede Katastrophe auch der Beginn einer Erneuerung ist. Dies gilt auch für gesellschaftliche Extremereignisse, Wirtschafts-Crashs oder Kriege, deren Mechanismen viel mit evolutionären Vorgängen gemein haben.

Wird uns Menschen das gleiche Schicksal beschieden sein wie den Dinosauriern? Denn in Anbetracht von Klima-, Seuchen- und Zivilisationskatastrophen stellt sich die Frage, ob die Menschheit nicht bereits an ihrer eigenen Ausrottung „arbeitet“. Wer wird uns dann evolutionär nachfolgen, die Erde bevölkern, unsere Nische besetzen? – Das spannend geschriebene Buch regt zum Nachdenken an, auch wenn man die Auffassungen des Autors nicht in allem teilen mag.

– mpb –

 

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Die Ära der Ökologie - Eine Weltgeschichte

 

Joachim Radkau

Die grandiose Darstellung der grünen Bewegung

2011.

784 Seiten mit 21 Abbildungen.

Format 14 x 22 cm.

Gebunden mit Schutzumschlag.

Euro 29,95

Verlag C. H. Beck, München

ISBN 978-3-406-61372-2

Die Ökologie ist das Signum unseres Zeitalters. Der Verfasser lässt die neue Ära in ihrer ganzen Vielgestaltigkeit und globalen Bedeutung erfahrbar werden. So wird klar: Trotz manch bizarrer Episoden ist die Umweltbewegung die neue, wahre Aufklärung unseres Zeitalters; die fließende Vielfalt und immer neue Vernetzung der Motive unterscheidet sie von allen früheren großen Bewegungen der Geschichte.

Radkau lässt die Ursprünge im

18. und 19. Jahrhundert nicht außer Acht, er konzentriert sich im Wesentlichen jedoch auf die letzten vierzig Jahre. Er erzählt sowohl von spiritueller Suche und herausragenden Momenten als auch von Institutionalisierung und Bürokratisierung. Er porträtiert zentrale Initiativen wie Friends of the Earth oder Greenpeace und charismatische Vorkämpfer und zeigt, welch zentrale Rolle Frauen in der Umweltbewegung zukommt.

– mpb –

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Wo Marx Recht hat

Fritz Reheis

2011.

208 Seiten.

Format 14,5 x 22 cm.

Gebunden. Euro 19,90

Primus Verlag, Darmstadt

ISBN 978-3-89678-709-5

Tatsache ist: Nicht erst seit Beginn der 2008 ausgebrochenen Finanz- und Wirtschaftskrise interessieren sich viele wieder für Karl Marx. Besonders der erste Band seines Hauptwerkes „Das Kapital“ aus dem Jahre 1867 ist gefragt wie seit Langem nicht. Der Verlag kam im Spätherbst 2008 mit dem Drucken kaum mehr nach. An vielen Universitäten gibt es wieder Marx-Seminare. – Die Finanzkrise, entfesselt von einem deregulierten Markt, zeigt eindrucksvoll, dass Marx’ vor 150 Jahren durchgeführte Analyse von Wirtschaft und Gesellschaft heute durchaus wieder Aktualität besitzt und sich als enorm fruchtbar für eine Kapitalismusdiskussion erweisen kann.

In jedem der neun Kapitel greift der Autor deshalb einen Diskussionspunkt der aktuellen Kapitalismuskritik auf, um ihn mit wesentlichen Argumenten der Marxschen Diagnose zu konfrontieren. Reheis zeigt, dass Marx zwar keine unumstößlichen Wahrheiten oder gar fertige Rezepte zur Lösung der gegenwärtigen Probleme bietet, wohl aber sinnvolle Fragen aufwirft, die den Blick für die Schwächen der derzeit herrschenden Ordnung schärfen. – Ein sehr lesenswertes, zum Nachdenken anregendes Buch!

– mpb –

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