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KVS-Mitteilungen

KVS-Mitteilungen - Ausgabe 12/2008

Klassische Homöopathie mit der IKK Sachsen

Mit Wirkung zum 01. Januar 2009 haben die KV Sachsen und die IKK Sachsen einen Vertrag über die vertragsärztliche Behandlung mit klassischer Homöopathie nach § 73a SGB V abgeschlossen.

Den Vertragstext sowie eine Teilnahmeerklärung für die Vertragsärzte finden Sie als Beilagen zu diesem Heft.

Der Vertrag umfasst folgende Leistungen: Erstanamnese, Repertorisation, Homöopathische Analyse, Folgeanamnese und Homöopathische Beratung. Die Höhe der Vergütung entnehmen Sie bitte dem § 6 der beiliegenden Vereinbarung.

Teilnehmen können Vertragsärzte, die die Zusatzbezeichnung „Homöopathie“ oder ein Homöopathie-Diplom gemäß der Weiterbildungsordnung der Sächsischen Landesärztekammer führen, ihre Teilnahme gegenüber der KVS erklärt und die Teilnahmegenehmigung gemäß § 5 erhalten haben. Zusätzlich wird eine jährliche Fortbildung im Rahmen von mind. 20 Stunden gemäß § 4 der Vereinbarung gefordert. Der Nachweis ist bis spätestens zum 1. Mai des Folgejahres, also erstmals zum 01. Mai 2010, gegenüber der KV zu erbringen. Ärzte mit Homöopathie-Diplom müssen erst nach Ablauf von 5 Jahren diese Fortbildung von 100 Stunden nachweisen.

Unter Servicegesichtspunkten sollen auf Anfrage der Versicherten, wenn möglich, Termine innerhalb von vier Wochen vereinbart werden. Ebenso sollen geeignete Termine für Berufstätige, z. B. durch Abend- oder Wochenendsprechstunden, angeboten werden. Die Teilnahmeerklärung des homöopathisch tätigen Arztes ist bei der jeweils zuständigen Bezirksgeschäftsstelle der KV Sachsen einzureichen. Die Teilnahmeerklärungen der Versicherten sind mit der Quartalsabrechnung bei der zuständigen Bezirksgeschäftsstelle der KV Sachsen abzugeben.

Für eingeschriebene Versicherte der IKK Sachsen ist die Praxisgebühr zu erheben, sofern der Versicherte diese im entsprechenden Quartal noch nicht entrichtet hat.

– Vertragswesen/is –

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Änderung Onkologie-Vereinbarung Knappschaft rückwirkend ab 1. Januar 2008

Im Jahr 2008 erfolgten die Verhandlungen zum Gesamtvertrag und zur Gesamtvergütung Knappschaft durch die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV).

Bestandteil des Gesamtvertrages Knappschaft ist als Anlage 3 eine bundesweit geltende Onkologie-Vereinbarung, welche rückwirkend zum 1. Januar 2008 in Kraft tritt und die regionale Vereinbarung in Sachsen ersetzt. Mit Schreiben vom 10. November 2008 wurden die Kassenärztlichen Vereinigungen darüber informiert, dass die Onkologie-Vereinbarung von Knappschaft und KBV nunmehr unterzeichnet wurde.

Bezüglich der im Jahr 2008 bereits erbrachten Leistungen möchten wir darauf hinweisen, dass die ärztliche Abrechnung dieser Leistungen im Jahr 2008 aufgrund des Zeitablaufes nicht mehr an den Vertrag angepasst werden kann. Zur Klärung des Verfahrens der Nachvergütung wird die KV Sachsen mit der KBV in Verbindung treten.

Wir bitten, ab dem 1. Januar 2009 die GOPs 86502, 86503, 86504 bzw. 86505 entsprechend den Regelungen in der Vereinbarung abzurechnen.

Der Wortlaut der Vereinbarung finden Sie auf unserer Seite

www.kvs-sachsen.de unter: Mitglieder > Verträge > O > Onkologie-Vereinbarung Knappschaft.

– Vertragswesen/er –

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Übergangsvereinbarung

Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen (GKV-Spitzenverband) und die Kassenärztliche Bundesvereinigung vereinbaren gemäß § 82 Abs. 1 SGB V, den Bundesmantelvertrag-Ärzte (BMV-Ä) und den Bundesmantelvertrag-Ärzte/Ersatzkassen (EKV) um folgende Anlage zu ergänzen:

Übergangsvereinbarung

zur

Fortführung der besonderen Maßnahmen zur Verbesserung der sozialpsychiatrischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen

und zur

Fortführung der besonderen Maßnahmen zur Verbesserung der onkologischen Versorgung

Auf der Grundlage von § 82 Abs. 1 SGB V vereinbaren die Partner des Bundesmantelvertrages nachstehende Regelung zur Fortführung vereinbarter Maßnahmen zur Verbesserung der sozialpsychiatrischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen und vereinbarter besonderer Maßnahmen zur Verbesserung der onkologischen Versorgung für den Zeitraum vom 01. Januar 2009 bis zum 31. März 2009:

1. Soweit bestehende Vereinbarungen zwischen den Landesverbänden der Krankenkassen oder den Verbänden der Ersatzkassen und den Kassenärztlichen Vereinigungen oder der Kassenärztlichen Bundesvereinigung über besondere Maßnahmen zur Verbesserung der sozialpsychiatrischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen sowie über besondere Maßnahmen zur Verbesserung der onkologischen Versorgung krebskranker Patienten zum 31. Dezember 2008 gekündigt worden sind, gelten diese Vereinbarungen bis zum 31. März 2009 fort.

2. Zwischen den Landesverbänden der Krankenkassen oder den Verbänden der Ersatzkassen und den Kassenärztlichen Vereinigungen vereinbarte Anpassungen dieser Vereinbarungen mit Wirkung zum 01. Januar 2009 bleiben unberührt.

Die Partner des Bundesmantelvertrages werden mit Wirkung zum 01. April 2009 eine Anschlussvereinbarung treffen, die geeignet ist, die qualitätsgesicherte Versorgung mit sozialpsychiatrischen Leistungen sowie Leistungen der onkologischen Versorgung dauerhaft sicherzustellen. Diese Vereinbarung wird wirksam durch Beitritt der Landesverbände der Krankenkassen und der Verbände der Ersatzkassen sowie der Kassenärztlichen Vereinigungen. Die Fortführung oder Anpassung bestehender Vereinbarungen mit Wirkung zum 01. April 2009 oder die Sicherstellung der Versorgung in anderer Weise bleiben unberührt.

Gültig ab 1. Januar 2009 bis zum 31. März 2009

(Information der KBV vom 20.11.2008)

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