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KVS-Mitteilungen

KVS-Mitteilungen - Ausgabe 12/2008

Schiedsamtsspruch für niedergelassene sächsische Ärzte und Psychotherapeuten

Durch einen Spruch des Vorsitzenden des Schiedsamtes wurde am 14. November in Dresden der Rahmen für die Gesamtvergütung 2009 der niedergelassenen sächsischen Ärzte und Psychotherapeuten festgelegt. Demnach zahlt die Gesetzliche Krankenversicherung in Sachsen den Vertragsärzten und -psychotherapeuten im Jahr 2009 ca. 120 Mio. Euro mehr Honorar als 2008. Das bedeutet eine Steigerung des durchschnittlichen Einkommens von ungefähr 10 %, die allerdings zwischen den verschiedenen Arztgruppen und Praxen stark variieren können. Die Honorierung wird auf eine feste regionale Euro-Gebührenordnung umgestellt, so dass der Arzt für die Leistungen innerhalb des Regelleistungsvolumens (RLV) vor der Leistungserbringung weiß, für welche Leistung er wie viel Honorar erhält. Bei den Verhandlungen orientierten sich die sächsischen Krankenkassen und die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen an den Beschlüssen des Erweiterten Bewertungsausschusses auf Bundesebene.

Die Bereitstellung der zusätzlichen Finanzmittel ist bedingt durch den Systemwechsel, den die GKV durch die Ablösung der Budgetierung der ärztlichen Honorierung hin zu einer morbiditätsbedingten Vergütung vollziehen muss. Hierbei ist die Erkrankungsrate der Versicherten einer Krankenkasse maßgebend für die Finanzmittelbereitstellung. Sofern eine Krankenkasse kränkere Personen versichert, wird diese finanziell höher belastet als andere Krankenkassen. Der Gesetzgeber hat durch die Systemumstellung dafür gesorgt, dass die Krankenkassen die Gelder für die ärztliche Versorgung bedarfsgerecht zur Verfügung stellen, um die notwendige medizinische Versorgung abzusichern.

(Gemeinsame Presseerklärung der Landesverbände der Sächsischen Krankenkassen und der KV Sachsen vom 26.11.2008)

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