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KVS-Mitteilungen

KVS-Mitteilungen - Ausgabe 12/2008

Bitte beachten: Abgabefrist für Nachtragsfälle wird verkürzt

Im Zusammenhang mit der Neuordnung der vertragsärztlichen Vergütung ab 1. Januar 2009 hat die Vertreterversammlung am 26. November 2008 aufgrund einer Änderung der Abrechnungsordnung eine Verkürzung der Abgabefrist für Nachtragsfälle

beschlossen. Die Nichteinhaltung des Termins führt zum Ausschluss von der Abrechnung.

Nachtragsfälle aus den Quartalen des Jahres 2008 sind spätestens mit der Abrechnung des Quartals I/2009, also im April 2009 einzureichen.

Nachtragsfälle sind spätestens an dem für das Folgequartal bestimmten Termin einzureichen.

Nachtragsfälle z. B. aus dem Quartal I/2009 sind also spätestens im Juli 2009 einzureichen.

– Vertragswesen/oh –

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Termine für Abschlags- und Restzahlungen 2009

Termine für Restzahlungen im Jahr 2009

  • für Quartal III/2008: 26.01.2009
  • für Quartal IV/2008: 27.04.2009
  • für Quartal I/2009: 27.07.2009
  • für Quartal II/2009: 26.10.2009
  • für Quartal III/2009: 25.01.2010

Abschlagszahlung

  • für den Monat Dezember 2008: 15.01.2009
  • für den Monat Januar 2009: 12.02.2009
  • für den Monat Februar 2009: 12.03.2009
  • für den Monat März 2009: 15.04.2009
  • für den Monat April 2009: 14.05.2009
  • für den Monat Mai 2009: 15.06.2009
  • für den Monat Juni 2009: 15.07.2009
  • für den Monat Juli 2009: 13.08.2009
  • für den Monat August 2009: 15.09.2009
  • für den Monat September 2009: 15.10.2009
  • für den Monat Oktober 2009: 12.11.2009
  • für den Monat November 2009: 15.12.2009
  • für den Monat Dezember 2009: 14.01.2010

Berechnungsgrundlage:

Die Höhe der monatlichen Abschlagszahlungen an niedergelassene Ärzte beträgt 1/16 der im letzten Geschäftsjahr (IV. bis III. Quartal) ausgezahlten Honorarsumme (Nettohonorar, Honorarsumme abzüglich Verwaltungskosten und durch den Arzt einbehaltene Praxisgebühr). Die Umstellung erfolgt jährlich im Februar (Abschlagszahlung für Januar).

Werden der zuständigen KVS-Bezirksgeschäftsstelle besondere Umstände bekannt (z. B. wesentliche Veränderungen der Honorarentwicklung des Vertragsarztes gegenüber dem letzten Geschäftsjahr), kann die KVS-Bezirksgeschäftsstelle die ermittelte Abschlagszahlung erhöhen, vermindern bzw. die Zahlung aussetzen oder einstellen.x)

Ergeben sich Änderungswünsche zur berechneten Abschlagszahlung, z. B. bei erheblicher Leistungsausweitung, können sich die jeweiligen Vertragsärzte mit der Abteilung Buchhaltung der zuständigen Bezirksgeschäftsstelle in Verbindung setzen.

x) Hinweis: Aus der anstehenden Vergütungsreform könnten sich nachträglich notwendige Anpassungen zur Höhe der Abschlagszahlungen ergeben.

– Buchhaltung/lu –

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Hinweise für die Abrechnung: Abrechnung von Akupunkturleistungen zu Lasten der GKV

Aus gegebenem Anlass möchten wir Sie nochmals auf den Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses über die Änderung der Richtlinie „Methoden vertragsärztliche Versorgung“, veröffentlicht im Deutschen Ärzteblatt, Heft 50 vom 15.12.2006, aufmerksam machen.

Dort heißt es:

Chronische Schmerzen der Lendenwirbelsäule bzw. chronische Schmerzen in mindestens einem Kniegelenk durch Gonarthrose, die seit mindestens sechs Monaten bestehen, stellen eine Indikation für die Durchführung der Akupunktur als Kassenleistung dar.

Bitte beachten Sie, dass die chronischen Schmerzen vor Beginn der Akupunktur innerhalb dieser festgelegten Frist in Ihren Patientenakten und in den Abrechnungsunteralgen dokumentiert sein müssen. Sofern Sie selbst die Akupunktur nicht durchführen, sondern den Patienten an einen Kollegen überweisen, informieren Sie bitte den Kollegen, dass das sechsmonatige Intervall als Bedingung für die Vergütung der Akupunkturleistung zulasten der GKV durch Sie dokumentiert wurde und somit nachgewiesen ist.

– Abrechnung/eng –

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Hautkrebs-Screening

Korrigierte Version vom 18.12.08:

Mit Wirkung zum 01.07.2008 wurde bekanntlich das Hautkrebs-Screening in den Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung aufgenommen. Da es offensichtlich noch einige Probleme bei der Umsetzung gibt, möchten wir Sie nachfolgend nochmals über das Thema informieren:

Gemäß den Anmerkungen zur GNR 01745 und 01746 ist die visuelle Untersuchung mittels vergrößernder Sehhilfen Bestandteil der Gebührenordnungs-positionen.

Wie auch im Bereich der kurativen Leistungserbringung, ist die Auflichtmikroskopie/ Dermatoskopie nicht Bestandteil des EBM und des Hautkrebs-Screenings.

Der präventive Einsatz des Auflichtmikroskops stellt eine freiwillige Leistung dar. Vor der Durchführung des Hautkrebs-Screenings ist der Versicherte darüber zu informieren, dass diese Leistung eine individuelle Gesundheitsleistung darstellt und dass bei Inanspruchnahme dieser Leistung die Kosten von ihm selbst zu tragen sind.

Der Versicherte muss gemäß § 18 Abs. 8 Bundesmantelvertrag-Ärzte (BMV-Ä) bzw. § 21 Abs. 8 Bundesmantelvertrag-Ärzte/ Ersatzkassen (EKV) sein Einverständnis dazu schriftlich bestätigen.

Ob das Auflichtmikroskop zur Klärung der Diagnose unbedingt erforderlich ist, ist auch in Dermatologenkreisen umstritten.

Wir weisen darauf hin, dass Versicherte ab dem Alter von 35 Jahren seit dem 01.07.2008 grundsätzlich Anspruch auf ein kostenfreies Hautkrebs-Screening haben. Versicherte der AOK PLUS und der Gmünder EK haben auch unter 35 Jahren Anspruch auf das kostenfreie Screening. Gemäß dieser Sonderverträge darf die Auflichtmikroskopie/Dermatoskopie nicht zusätzlich berechnet werden.

Die Versicherten sind darüber zu informieren.

– Abrechnung/eng –

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Praxisgebühr

Abgabe der Kopien der Zahlungsaufforderungen zur Abrechnungsabgabe

Entsprechend SGB V und BMV/EKV ist der säumige Patient – wie bekannt – bei nicht geleisteter Zuzahlung der Praxisgebühr des Versicherten von der Praxis bzw. Einrichtung schriftlich mit Fristsetzung zur Zahlung aufzufordern.

Wir bitten Sie deshalb, zukünftig als abrechnungsbegründende Unterlage wieder Kopien der Zahlungsaufforderungen an die Patienten zur Abgabe der Quartalsabrechnung in der jeweiligen Bezirksgeschäftsstelle mit einzureichen. Dies kann letztlich auch weitere Nachfragen in der Praxis bzw. Einrichtung vermeiden helfen.

Als Beilage zu diesem Heft erhalten Sie ein Muster als Kopiervorlage, welches zur Anwendung empfohlen wird.

Gleichzeitig können Sie dieses Muster aus dem Internetauftritt der KV Sachsen als pdf-Datei herunterladen. Sie finden das Muster auf unserer Seite www.kvs-sachsen.de unter „Mitglieder > Abrechnung > Abrechnungsannahme und Termine“ im rechten Rand: „Zahlungsaufforderung Praxisgebühr“

Neuer Ansprechpartner zum Mahnwesen Praxisgebühr

Nach Übergabe der Ergebnisse der jeweiligen Quartalsabrechnung an die Ärzte und Einrichtungen, erfolgt durch die KVS für nicht geleistete Zahlungen der Praxisgebühr ein Verwaltungsverfahren gegenüber den betreffenden Patienten.

Wir möchten Sie informieren, dass ab April 2009 als alleiniger Ansprechpartner in der KV Sachsen für das Mahnwesen Praxisgebühr die Abteilung „Service und Dienstleistungen“ in der Bezirksgeschäftsstelle Leipzig zuständig sein wird. (Weitere Infos dazu im Heft 2/2009 der KVS-Mitteilungen)

Wir möchten Sie des Weiteren bitten, auf Folgendes zu achten:

Auf Veränderungen bei der Zahlung der Praxisgebühr durch den Patienten ist rechtzeitig zu reagieren, um den Aufwand eines Verwaltungsverfahrens gegenüber den Patienten ggf. vermeiden zu können.

Wenn der Patient noch vor der Abgabe der Quartalsabrechnung zahlt, ist die Pseudo-GOP 80044 wieder aus der Abrechnung zu streichen und es entfällt die Bereitstellung der Kopie zur Zahlungsaufforderung.

Zahlt der Patient erst nach der Quartalsabrechnungsabgabe, dann sollte der Arzt die Abteilung „Service und Dienstleistungen“ in der Bezirksgeschäftsstelle Leipzig über Patientendaten, Krankenkasse und das betreffende Quartal informieren.

– Buchhaltung/lu –

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Rückvergütung von Anteilen der Versandkostenpauschale für Laborleistungen

Aus dem Kreise der Kolleginnen und Kollegen erhielten wir den Hinweis, dass eine Ärztin Laborleistungen von einem Labor in Niedersachsen erbringen lässt, wobei sie für jede Untersuchungssendung die Hälfte der Versandkostenpauschale in Höhe von 2,60 EUR, also 1,30 EUR, erhält.

Diesen Hinweis möchte ich zum Anlass nehmen, um auf die berufsrechtliche Bedenklichkeit einer derartigen Verfahrensweise hinzuweisen. § 31 der Berufsordnung der Sächsischen Landesärztekammer besagt unter der Überschrift „Unerlaubte Zuweisung von Patienten gegen Entgelt“ hierzu Folgendes:

„Dem Arzt ist nicht gestattet, für die Zuweisung von Patienten oder Untersuchungsmaterial ein Entgelt oder sich andere Vorteile versprechen oder gewähren zu lassen oder selbst zu versprechen oder zu gewähren.“

Der Wortlaut dieser Vorschrift ist eindeutig und bedarf keiner weiteren Erörterung.

Es sei auch darauf hingewiesen, dass solche Absprachen zudem in Bezug auf die Wirtschaftlichkeit der Überweisungen zu hinterfragen sind. Ausgeschlossen sind ebensowenig wettbewerbsrechtliche Konsequenzen und steuerrechtliche Fragwürdigkeiten. All dies gebietet es, von Nebenerwerbsquellen dieser Art Abstand zu nehmen bzw. zu halten.

Unabhängig davon ist zu sagen, dass die Kosten für Laborleistungen gewaltige Steigerungsraten aufweisen und wegen des Vorwegabzuges im Honorarverteilungsvertrag das Honorar aller Ärzte zunehmend mindern.

Dr. med. Klaus Heckemann

Vorstandsvorsitzender der KV Sachsen