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KVS-Mitteilungen

KVS-Mitteilungen - Ausgabe 11/2008

Ausgabe 11/2008

zum Inhalt dieser Ausgabe

Qualitätssicherung



Dokumentation für das neu eingeführte Hautkrebs-Screening

Das Hautkrebs-Screening wurde als Bestandteil der Krebsfrüherkennungs-Richtlinie zum 1. Juli 2008 neu eingeführt. Gemäß der Richtlinie erfolgt die Dokumentation bis zum 31. Dezember 2008 im Rahmen der üblichen Befunddokumentation der Arztpraxis. Eine Übermittlung der Daten an die KV Sachsen war nicht vorgesehen.

Dokumentation ab dem 1. Januar 2009

Gemäß der Richtlinie erfolgt die Dokumentation und Weiterleitung zur Evaluation ab dem 1. Januar 2009 ausschließlich in elektronischer Form.

Zur Datenerfassung darf nur eine von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) zertifizierte Software Verwendung finden. Die elektronischen Dokumentationen werden als Datensätze an die KV Sachsen übermittelt, von dieser gesammelt und der für die Evaluation bestimmten Stelle zur Verfügung gestellt.

Die Softwarehäuser wurden bereits im Februar 2008 über die neu zu integrierenden Module für die Hautkrebs- Screening-Dokumentation informiert. Im Mai 2008 erhielten die Software-Unternehmen das entsprechende Update durch die KBV.

Sollten Sie noch nicht über das notwendige Modul verfügen, setzen Sie sich bitte mit Ihrem Software-Anbieter für eine Installation in Verbindung. Die erstellte Dokumentation ist Voraussetzung für die Abrechnung der Leistung.

– Qualitätssicherung/dae –

Rechtliche Grundlagen der Verschreibung von Substitutionsmitteln

Die Verschreibung von Arzneimitteln zur Substitution von Opiatabhängigen (Heroin) darf nur von Ärzten ausgeführt werden, die den Nachweis über eine suchtmedizinische Qualifikation – Kurs „Suchtmedizinischen Grundversorgung“ – gemäß § 5 Abs. 2 Nr. 6 der Betäubungsmittel- Verschreibungs-Verordnung (BtMVV) absolviert haben.

Nach § 5 Abs. 3 der BtMVV besteht auch für Ärzte, die nicht über die oben genannte Qualifikation verfügen, die Möglichkeit maximal drei Patienten zu substituieren. In diesem Fall müssen sie mit einem entsprechenden Konsiliararzt, der über die suchtmedizinische Qualifikation verfügt, zusammenarbeiten. Der Arzt muss den Patienten einmal im Quartal dem Konsiliarius vorstellen.

Diese Regelung gilt im Übrigen für alle Substitutionsarten, d. h. Substitutionen im Rahmen der Privat- und GKV- Substitution, da die BtMVV für alle Verschreibungen rechtsgültig ist.

In Deutschland sind zur Substitution folgende Arzneimittel zugelassen:

  • Methadon – als DL-Methadon-Razemat als Rezeptur in verschiedenen Mischungen;
  • Methaddict® – als Fertigarzneimittel Methadon-Razemat (selten in Gebrauch);
  • Levomethadon – als Fertigarzneimittel L-Polamidon-Lösung zur Substitution® (nicht Tropfen!)
  • Buprenorphin – als Fertigarzneimittel Subutex® – Sublingualtablette in verschiedenen Dosierungen
  • Buprenorphin/Naloxon – als Fertigarzneimittel Suboxone® in verschiedenen Dosierungen
  • Codein und Dihydrocodein – als Rezeptur nur in begründeten Ausnahmefällen.

Eine Meldung an das Substitutionsregister des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) über die Verschreibung dieser für die Substitution zugelassenen Medikamente muss in jedem Fall in verschlüsselter Form erfolgen. Näheres regelt der

§ 5a der BtMVV.

Zur Sicherstellung der Substitutionstherapie bei Opiatabhängigkeit in Sachsen möchten wir alle Ärzte ansprechen, die den Kurs „Suchtmedizinische Grundversorgung“ bei der Sächsischen Landesärztekammer absolviert haben: Wir bitten um eine aktive Beteiligung an der GKV-Substitutionstherapie, welche übrigens auch weiterhin außerbudgetär vergütet wird.

Aber auch Ärzte ohne entsprechende Qualifikation, die dann maximal drei Patienten gemeinsam mit einem Konsiliarius betreuen, sind insbesondere in den ländlichen Gebieten gefragt.

Nähere Auskünfte über die Verfahrensweise und Modalitäten der Durchführung erhalten Sie bei der KV Sachsen – Landesgeschäftsstelle, Frau Dähne, Telefon: 0351/82 90 673.

– Qualitätssicherung/dae –