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KVS-Mitteilungen

KVS-Mitteilungen - Ausgabe 10/2008

Schutzimpfung gegen Influenza – die Impfsaison hat begonnen

Impfen soll vielen Menschen weltweit das Leben retten, wenn es zu einer Grippe-Pandemie kommt. Auch bei ganz normalen Grippewellen sterben jedes Jahr viele Menschen in Deutschland.

Vor allem für Risikopatienten ist es wichtig, an den Impfschutz zu denken, wenn im September die Grippe-Impfsaison beginnt. Diese Gelegenheit sollte auch genutzt werden andere Impflücken zu schließen (Schutz gegen Tetanus, Diphtherie und Polio überprüfen).

Menschen mit beruflichen Risiken, Menschen ab 60 Jahren sowie Risikopatienten jeden Alters mit z.B. Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen sollten sich jährlich der Grippeschutzimpfung unterziehen. Ältere und chronisch Kranke sollten zudem noch gegen Pneumokokkeninfektionen geschützt werden.

Der gegenwärtig verwendete, und jedes Jahr von der WHO aktualisierte Influenza- Impfstoff ist ein Totimpfstoff, der während der Grippesaison sehr wirksam gegen die zu erwartenden zirkulierenden Influenza- Varianten schützt.

Er schützt jedoch nicht gegen andere Erreger, die Erkältungskrankheiten auslösen. Die heute verwendeten Influenza- Impfstoffe enthalten nur Bestandteile, die für die Antikörperbildung notwendig sind. Sie sind daher sehr verträglich. Sofern Nebenwirkungen nach einer Influenza-Schutzimpfung auftreten, beschränken sich diese auf lokale Reaktionen an der Impfstelle (Schwellung, Rötung) bzw. leichte Allgemeinsymptome (leichtes Fieber, Abgeschlagenheit). Etwa zwei bis drei Wochen nach der Impfung hat der Körper einen ausreichenden Impfschutz aufgebaut.

Das Risiko, an einer Influenza-Infektion zu erkranken, ist für Sie als medizinisches bzw. pflegerisches Personal, wegen des häufigen Kontaktes mit Kollegen sowie Patienten deutlich höher. Auch können Sie erworbene Influenza-Infektionen ins private Umfeld mitnehmen und so die eigenen Familienangehörigen und Freunde gefährden.

Gemäß den derzeit geltenden Vereinbarungen zwischen der KVS und den sächsischen Krankenkassen (Impfvereinbarungen Sachsen) sind zur Abrechnung von Influenza- Schutzimpfungen bei Versicherten folgende Abrechnungsnummern (siehe Tabelle) zu verwenden.

Zu den Indikationsimpfungen (Abr.-Nr. 89112):

Hierzu ist auch die Indikation „Personen mit besonderer Infektionsgefährdung (z.B.

mit umfangreichem Publikumsverkehr)“ einzuordnen.

Besondere Infektionsgefährdung während der jährlich wiederkehrenden Influenzasaison liegt bei Personen aller Altersgruppen, die Kontakt zu möglicherweise mit Influenzaviren Infizierten haben können, vor. Die Infektionsgefährdung kann z.B. beim Besuch von Kindereinrichtungen und anderen Gemeinschaftseinrichtungen, beim Benutzen öffentlicher Verkehrsmittel, beim Aufsuchen von Arztpraxen, beim Zusammentreffen mehrerer Personen usw. gegeben sein.

Entsprechend den Erläuterungen hat sich zu der bisherigen Verfahrensweise bei der Durchführung von Grippeschutzimpfungen bis auf die neuen Abrechnungsnummern nichts geändert, da es auch im Sinne der Krankenkassen ist, einen hohen Durchimpfungsgrad zu erreichen.

  • Influenza Standardimpfung nach SiR (STIKO), – Personen über 60 Jahre
    Abrechnungsnummer 89111 
  • Influenza Indikationsimpfung für alle Altersgruppen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung nach STIKO/SIKO
    Abrechnungsnummer 89112 
  • Influenza Erweiterte Standardimpfung nach SIKO, – Personen über 50 Jahre bis zum vollendeten 60. Lebensjahr
    Abrechnungsnummer 89111S (AOK PLUS, EKn, IKK)

– Qualitätssicherung/ba –