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KVS-Mitteilungen

KVS-Mitteilungen - Ausgabe 09/2008

Ausgabe 09/2008

zum Inhalt dieser Ausgabe

Zur Lektüre empfohlen



Martin Naumann

Das Römische Haus zu Leipzig

Einem verlorenen Kleinod auf der Spur

2007.

132 Seiten mit 50 meist farbigen

Abbildungen.

Format 15 x 21 cm.

Gebunden mit Schutzumschlag.

Euro 13,00

PRO LEIPZIG, Leipzig

ISBN 978-3-936508-33-8

Vergessen ist das Römische Haus, das im Jahre 1904 in Leipzig dem großstädtischen Ausbau von Peterssteinweg und Härtelstraße im Wege stand. – Doch da gab es 1990 die überraschende Entdeckung, das in der Aula der ehemaligen II. Leipziger Mädchenschule zwei der verloren geglaubten sechs Aschenbrödelbilder aus dem Römischen Haus wieder aufgefunden wurden, welche die Stürme der Zeit hinter einer Bühnenverkleidung überdauert hatten.

Das veranlasste den Verfasser, an das Römische Haus zu erinnern, an seine Entstehung, seine einzigartige künstlerische Gestalt und an eine Zeit geistigen Aufbruchs. Das Haus war Mittelpunkt eines gesellschaftlich regen Lebens, in dem Persönlichkeiten von europäischem Rang ein und aus gingen: der Verleger Hermann Härtel, Clara und Robert Schumann, Felix Mendelsson Bartholdy, der Philosoph Hermann Weise, Gustav Freytag, der Buchhändler Friedrich Dürr, der Physiker Gustav Theodor Fechner u. a. Das Haus öffnete seine Türen in einer Zeit humanistischen Strebens zum Gespräch über liberale Erneuerung und Förderung der Kulturlandschaft.

– mpb –

 

J. Meissner/U. Mücke/K. Weber

Schwarzes Amerika

Eine Geschichte der Sklaverei

2008.

320 Seiten mit 8 Abbildungen und

8 Karten.

Format 14 x 21,5 cm.

Gebunden mit Schutzumschlag.

Euro 26,90

Verlag C. H. Beck, München

ISBN 978-3-406-56225-9

In der seit dem 16. Jahrhundert eroberten Neuen Welt waren es voran die Sklaven, die die wichtigsten amerikanischen Waren wie Zucker, Baumwolle, Kaffee, Tabak oder Indigo produzierten. Ohne Sklaverei wären die europäische Expansion in Übersee und die damit entstehenden atlantischen Wirtschaftsbeziehungen nicht denkbar gewesen. Geschildert werden das Alltagsleben der Sklaven, ihr Kampf um ein menschenwürdiges Dasein und die Jahrhunderte währenden Debatten um die Sklaverei bis zu ihrer offiziellen Abschaffung im 19. Jahrhundert.

In einigen Teilen Afrikas drehte sich bald das gesamte wirtschaftliche und politische Leben um das Geschäft mit Sklaven, das rasch Krieg und Gewalt verbreitete. Die Autoren schildern, wie Flucht, Widerstand und offene Rebellion in Amerika bald ebenso zum Alltag gehörten, wie afroamerikanische Religionen, Lieder und Gebräuche. Aber auch in Westeuropa gab es Sklaven in Häusern, auf Schiffen und Docks. Auf dem Papier abgeschafft, ist der Handel mit Menschen jedoch heute wieder alarmierend verbreitet.

– mpb –

Malcolm Barber

Der Templerprozess

Das Ende eines Ritterordens

Aus dem Englischen von Harald Ehrhardt

2008.

368 Seiten.

Format 14 x 21 cm.

Gebunden mit Schutzumschlag.

Euro 29,90

Patmos Verlag, Düsseldorf

ISBN 978-3-491-35020-5

Am 13. Oktober 1307 schickte der französische König Philipp der Schöne im Morgengrauen seine Schergen aus und ließ sämtliche Tempelritter verhaften. Der Tag ging als „schwarzer Freitag“ in die Geschichte ein und markiert den Beginn eines der furchtbarsten Inquisitionsprozesse, die es je gab.

Der Autor, em. Professor an der renommierten Universität Reading bei London, erzählt vom schmachvollen Ende der Kreuzritter, die einst Jerusalem verteidigt hatten und später den Machtgelüsten und Intrigen Philipps zum Opfer fielen.

Was war der wahre Grund für die Vernichtung der Templer? Wie verhielt sich der Papst als oberster Schirmherr des Ordens gegenüber den ungeheuerlichen Anschuldigungen des französischen Königs?

Malcolm Barber hat das gesamte Urkundenmaterial mit größter Sachkenntnis und mit dem Ziel ausgewertet, den Verlauf der Ereignisse im Detail nachzuzeichnen.

– mpb –