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KVS-Mitteilungen

KVS-Mitteilungen - Ausgabe 06/2008

Ausgabe 06/2008

zum Inhalt dieser Ausgabe

Zur Lektüre empfohlen



Eva Gesine Baur

Freuds Wien

Eine Spurensuche

2008.

235 Seiten mit 30 Abbildungen.

Format 12 x 20 cm.

Gebunden mit Schutzumschlag. € 19,40

Verlag C. H. Beck, München

ISBN 978-3-406-57065-0





In dichten Szenen und menschlich anrührend erzählt die Autorin von Freuds Leben in Wien, der Stadt, in der er fast sein ganzes Leben zubrachte und mit der ihn eine Art Hassliebe verband. „Die Stadt Wien hat alles getan, was in ihrer Macht liegt, um keinerlei Anteil an der Entwicklung der Psychoanalyse zu nehmen“, notierte er desillusioniert. Längst ist Wien jedoch Ziel all derer, die auf den Spuren des Mannes gehen wollen, der beträchtlich zum Ruhm der Stadt beigetragen hat. Eva Gesine Baur, die Psychologie, Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte und Musikwissenschaften studierte, sucht die Orte auf, die für Freud bedeutsam waren, und durchwandert die Stadt auf seinen Spuren. Sie führt ihre Leser durch Kaffeehäuser und Grandhotels, Straßen und Gassen, Parks und Plätze und erzählt dabei die Geschichten, derentwegen diese Orte mit Freuds Leben zusammenhängen. Dabei kommen auch seine Zeitgenossen, Freunde und Gegner wie Karl Kraus, Lou Andreas-Salomé, Otto Weininger oder Yvette Guilbert ausführlich zu Wort.

Das Buch ist ein ungewöhnlicher kulturhistorischer Reiseführer durch die Geburtsstadt der Psychoanalyse.

– mpb –


Wolfram Sturm

Geschichte der Leipziger Post

von den Anfängen bis zur Gegenwart

2007.

175 Seiten mit 180 farbigen Abbildungen.

Format 19,5 x 26 cm.

Festeinband. € 20,00

PRO LEIPZIG, Leipzig

ISBN 978-3-936508-28-4



Leipzig gilt als die Keimzelle der sächsischen Post. Aus dem mittelalterlichen Botenwesen der Handels- und Messestadt entstanden die ersten überregionalen Postverbindungen. Johann Jakob Kees und dessen Sohn schufen in einer beispiellosen privaten Unternehmertätigkeit die Grundlagen der modernen Post in Mitteldeutschland. Beziehungen zur Reichspost derer von Thurn und Taxis und zum mächtigen Nachbarn Brandenburg-Preußen prägten ihre und die Arbeit ihrer Nachfolger.

Der Leser erfährt vom Leben der Postillione, von der gefährlichen Arbeit der Postreiter und von den Beschwerlichkeiten des Reisens in der Postkutsche ebenso wie von Postzeitungen, Postmeilensäulen, ersten Postkarten und von der sächsischen Feldpost, von der Bahn- und Luftpost und von der heutigen Post in Leipzig, die aus mehreren hochmodernen Telekommunikations- und Logistikunternehmen besteht.

Die großartigen Abbildungen von Leipziger Postgebäuden, alten Postfahrzeugen, Uniformen, Karten und Formularen sind nicht nur für Leipziger eine Augenweide.

– mpb –


Karl Christ

Der andere Stauffenberg

Der Historiker und Dichter

Alexander von Stauffenberg

2008.

201 Seiten mit 16 Abbildungen.

Format 14 x 22 cm.

Gebunden mit Schutzumschlag. € 22,90

Verlag C. H. Beck, München

ISBN 978-3-406-56960-9




Während Claus und Berthold von Stauffenberg durch das Attentat auf Hitler einen festen Platz im kollektiven Gedächtnis der Deutschen gefunden haben, ist Alexander – wie seine Brüder Mitglied des Georgekreises, ein Mitwisser um die Attentatspläne, darüber hinaus ebenso eigenwilliger wie feinsinniger Historiker – fast völlig in Vergessenheit geraten.

Karl Christ erhellt das Bild dieses „anderen Stauffenberg“, der nach dem 20. Juli 1944 in die Fänge der Gestapo geriet, in Sippenhaft mehrere Konzentrationslager durchlitt und in den letzten Kriegstagen seine Frau verlor, die ihn befreien wollte und dabei mit ihrem Flugzeug – Ironie der Geschichte – von einem amerikanischen Piloten abgeschossen wurde.

Mit der Berufung auf den althistorischen Lehrstuhl der Universität München im Jahre 1948 gelang es ihm, sich wieder aufzurichten und als eigenwilliger Historiker und Dichter zu einem unbequemen Mahner in der jungen Bundesrepublik zu werden. Er starb nach schwerer Krankheit am 27. Januar 1964.

– mpb –