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KVS-Mitteilungen

KVS-Mitteilungen - Ausgabe 06/2008

Ausgabe 06/2008

zum Inhalt dieser Ausgabe

Informationen der Berufsverbände



Frühjahrstreffen des GFB/DFV – Landesverbandes Sachsen

Der Landesvorsitzende der Gemeinschaft der Fachärztlichen Berufsverbände (GFB) und des Deutschen Facharztverbandes (DFV), Frank Rohrwacher begrüßte die Vertreter der Sächsischen Fachärztlichen Berufsverbände zum planmäßigen Frühjahrstreffen in Dresden. Hauptschwerpunkt waren Informationen und Diskussionen über die derzeit in Deutschland laufende Gründung des Spitzenverbandes der Deutschen Fachärzte. Anders als in Sachsen, wo der Vorstand der Verbände die Vereinigung von GFB und DFV bereits vor 2 Jahren vollzogen hat, agieren diese beiden Verbände neben mehreren kleinen in fast allen deutschen Bundesländern, und selbst auf der Bundesebene, noch immer nebeneinander. Die fachärztlichen Berufsverbände brauchen aber einen einheitlichen starken Dachverband. Nur ein konzentriertes Vorgehen kann den berechtigten Interessen gegenüber der Politik Gehör verschaffen. Daran hat es in der Vergangenheit gemangelt. Offen sind u. a. noch die Fragen der Vorstandsbesetzung auf Bundsebene, welche (Stimm-)Rolle die einzelnen Landesverbände im neuen Dachverband spielen sollen und die Finanzausstattung der Fachärzte-Allianz.

Der GFB/DFV Sachsen sieht bei allen begrüßenswerten berufspolitischen Aktivitäten im Lande, die eine bessere Vertretung und Vergütung der ärztlichen Leistungen zum Ziel haben, derzeit keine Alternative zum Modell der Kassenärztlichen Vereinigungen. Auch deshalb wird weiterhin die allen Berufsverbänden offen stehende Möglichkeit genutzt, in den KVS-Mitteilungen die Positionen zu publizieren.

Die Vertreter der Berufsverbände tauschten diesbezüglich auch ihre Meinungen zu den Ausstiegsszenarien in Bayern und Baden-Württemberg aus. Die Zersplitterungstaktik einiger Politiker und Standesvertreter bei der Vertretung der ärztlichen Interessen wird als nicht hilfreich und kontraproduktiv angesehen.

Den speziellen Problemen der ambulanten Fachärzte soll in nächster Zeit besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Die stationär tätigen Kollegen werden natürlich ebenfalls in die Arbeit einbezogen werden, wobei hier aber auch ein größeres berufspolitisches Engagement der Klinikärzte anzumahnen ist.

Der „bundeslandabhängige“ Umgang mit dem § 116b SGB V wurde erörtert. Die Position der sächsischen Fachärzte hierzu und den anderen Themen sollen der zukünftigen neuen Sächsischen Gesundheitsministerin möglichst zeitnah nach ihrem Amtsantritt vorgetragen werden.

Die aktuelle Kampagne PKV-GKV wurde diskutiert. Die Ärzte in Sachsen werden aufgerufen, die reale Situation offensiv zu vertreten und die wahren Gründe zu benennen. Abschließend wurden die Probleme um die elektronische Gesundheitskarte beschrieben, die eine baldige Einführung fraglich erscheinen lassen.

Zum turnusmäßigen Herbsttreffen am Mittwoch, den 1. Oktober wird der DFV-Bundesvorsitzende Dr. Thomas Scharmann aus München erwartet.

– Öffentlichkeitsarbeit/im –


Aktuelle Ergänzung: Gründung Spitzenverband Deutscher Fachärzte am 05.07.2008

Nach eingehenden Beratungen ist am vergangenen Sonntag in Ulm die Gründung eines neuen Spitzenverbandes Deutscher Fachärzte beschlossen worden. Die Gründungsversammlung soll am 5. Juli in Berlin stattfinden, verbunden mit den Wahlen zum Vorstand.

Trotz einiger Widerstände hat sich eine große Zahl von Berufsverbänden auf dieses Vorgehen verständigt. Gleichzeitig wurde die Auflösung der GFB zum Jahresende beschlossen, wenn bis dahin der neue Spitzenverband die bisherigen Aufgaben der GFB auf nationaler und europäischer Ebene übernommen haben wird. …

(aus einem Beitrag von Dr. J. A. Rüggeberg aus dem „Facharztbrief 09/2008“ vom 22.05.08)