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KVS-Mitteilungen

KVS-Mitteilungen - Ausgabe 03/2008

Nachrichten

Warnung vor Missbrauch:

Die Versichertenkarte 222 431 746 der AOK Sachsen-Anhalt ist seit dem 24.04.07 ungültig. Ihre Vorlage berechtigt somit nicht mehr, Leistungen der GKV zu erlangen. Die Karte wurde seitdem mehrfach verwendet, um in den Regionen um Leipzig und Bitterfeld Verordnungen von Beloc zok (Metoprolol) und Valoron 100/8 mg. zu erlangen.

Hinweise und Rückfragen werden unter Tel. 0345 6951562 entgegen genommen. Vielen Dank.


Krebs in Deutschland 2003 – 2004, Häufigkeiten und Trends

Gemeinsame Pressemitteilung des Robert-Koch-Institutes und der Gesellschaft der Epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. (Auszug)

Berlin. 19.02.2008 – Das Robert Koch-Institut (RKI) und die Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregester in Deutschland e.V. (GEKID) haben die aktuellen Daten zu Krebs in Deutschland für das Jahr 2004 veröffentlicht. Die sechste Auflage der Publikation enthält Angaben zu den in Deutschland insgesamt im Zeitraum von 1980 bis zum Jahr 2004 aufgetretenen Krebsneuerkrankungen. Kurz und übersichtlich werden zu ausgewählten Einzellokalisationen Erkrankungs- und Sterberaten, Risikofaktoren, Trendverläufe sowie Überlebensaussichten dargestellt. (…)

Nach Schätzung der Dachdokumentation Krebs im Robert Koch-Institut erkrankten 2004 in Deutschland zirka 230.500 Männer und 206.000 Frauen an Krebs. Die häufigsten Krebslokalisationen bei den Männern sind Prostata (58.570) und Darm (37.250), bei den Frauen sind es die Brustdrüse (57.230) und Darm (36.000). Die Zahl der Sterbefälle durch Krebs beträgt 208.800 im Jahr 2004.

Die Gesamtzahl der Krebsneuerkrankungen blieb bei den Frauen gegenüber dem Jahr 2002 unverändert. Bei Männern traten im Vergleich zur vorangegangenen Schätzung etwa 12.000 Neuerkrankungen mehr auf. Ursachen für diesen Anstieg bei den Männern sind unter anderem in der veränderten Altersstruktur und im Anstieg der Zahl der Prostatakrebsneuerkrankungen (um etwa 10.000) zu suchen, der vor allem auf den vermehrten Einsatz der so genannten PSA-Bestimmung im Blut als Voruntersuchung zur Früherkennung zurückgehen dürfte.

Die Schätzung erfolgte auf Basis der Daten vollzählig erfassender epidemiologischer Krebsregister, die der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland angehören. Die Gesellschaft kümmert sich insbesondere um die Harmonisierung und Standardisierung der ländergesetzlich geregelten Krebsregistrierung. (…)

Die Vollzähligkeit der Krebsregistrierung hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Vollzählig erfassende epidemiologische Krebsregister sind unverzichtbar, um Informationen über die Verbreitung von Krebs zu gewinnen und Basisdaten unter anderem für die Suche nach Ursachen von Krebs zu erhalten.

Die Daten vollzähliger bevölkerungsbezogener Krebsregister ermöglichen es auch, die Effektivität von Präventions- und Früherkennungsprogrammen und der therapeutischen Versorgung zu bewerten. (…)

Die Broschüre „Krebs in Deutschland“ geben RKI und GEKID alle zwei Jahre heraus. (…)

Die Veröffentlichung ist im Internet abrufbar und kann kostenlos bestellt werden bei Herausgebern und Krebsregistern der Länder.

Die Bestelladressen der Herausgeber sind:

Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V.,

Beckergrube 43 – 47,

23552 Lübeck,

Fax: 0451/799 25 51,

Robert-Koch-Institut, GBE,

Seestraße 10,

13353 Berlin, gbe@rki.de,

Fax: 030-18754-3513.

– Abrechnung/eng –