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KVS-Mitteilungen

KVS-Mitteilungen - Ausgabe 02/2008

Ausgabe 02/2008

zum Inhalt dieser Ausgabe

Verordnung von Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln



Regressanträge der Krankenkassen im Quartal 4/2007 zum „Sonstigen Schaden“ und in besonderen Fällen

Die Prüfungsstelle der Ärzte und Krankenkassen Sachsen informiert über Prüfanträge der Krankenkassen auf Feststellung eines sonstigen Schadens bzw. in besonderen Fällen im 4. Quartal 2007. In der

Tabelle</a> werden die am häufigsten von Prüfanträgen betroffenen Präparate und Sachverhalte dargestellt. <br />Es handelt sich lediglich um eine Übersicht zur Häufigkeit der gestellten Prüfanträge. Insbesondere erfolgt mit dieser Auflistung kein Vorgriff auf die Entscheidungen der Prüfungsstelle. Auch werden damit keine grundsätzlichen Verordnungsausschlüsse oder Verordnungseinschränkungen festgelegt. <br />Im Hinblick auf die nebenstehende Tabelle bittet die Prüfungsstelle außerdem, folgendes zu beachten: Bei der Verordnung von Voltaren Emulgel sollte das Wirtschaftlichkeitsgebot nach Ziffer 16.10 der Arzneimittel-Richtlinien Kapitel F berücksichtigt werden. <br />Die Prüfungsstelle räumt den betroffenen Ärzten regelmäßig die Möglichkeit zur Abgabe einer Stellungnahme zum jeweiligen Sachverhalt ein. Es wird daher empfohlen, diese Möglichkeit in Ihrem eigenen Interesse auch wahrzunehmen.</p>

– Prüfstelle der Ärzte und Krankenkassen Sachsen –

Übersicht über Zuzahlungen bei der Verordnung zu Lasten Besonderer Kostenträger

Stand Oktober 2007

Übersicht

1) Verordnung apothekenpflichtiger, nicht verschreibungspflichtiger Arzneimittel unabhängig von der OTC-Ausnahmeliste möglich.
2) Die Behandlung und Verordnung ist auf akute Erkrankungen und Notfälle zu beschränken.
3) Polizeivollzugsbeamte des Landes Sachsen-Anhalt müssen mit Ausnahme der Praxisgebühr die gesetzlich geregelten Zuzahlungen leisten.
4) Bei der Verordnung von schädigungsbedingt notwendigen, nicht verschreibungspflichtigen Arzneimitteln für BVG/BEG-Anspruchsberechtigte ist zunächst eine Prüfung der Kostenübernahme durch den Sonderkostenträger und die Krankenkasse erforderlich. Bei Genehmigung ist auf dem Verordnungsblatt Kennzeichnung „BVG“ und Vermerk „Schädigungsfolge“ notwendig.
5) Gilt auch im Rahmen des Musterungsverfahrens bei Überweisung durch das Kreiswehramt.
6) Heil- und Hilfsmittel dürfen grundsätzlich nur von einem Arzt der Bundeswehr verordnet werden. Verordnungen von Arznei- und Verbandmitteln durch einen niedergelassenen Arzt sollen nur im zu dokumentierenden Notfall erfolgen.
7) Praxisgebühr wird nachträglich von Postbeamtenkrankenkasse direkt vom Patienten eingezogen.

– Verordnungs- und Prüfwesen/tro –

Protokollnotiz zur Sprechstundenbedarfsvereinbarung

Bereits in den KVS-Mitteilungen 12/2007 informierten wir über wesentliche Änderungen im Bereich des Sprechstundenbedarfs zum 1. Januar 2008. Die entsprechende Protokollnotiz zur Sprechstundenbedarfsvereinbarung geben wir nachfolgend im Wortlaut wieder (sie befindet sich zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses dieses Heftes noch im Unterschriftsverfahren):

Die Vertragspartner vereinbaren im gegenseitigen Einvernehmen mit Wirkung zum 1.Januar 2008 die nachfolgenden Änderungen zur Vereinbarung über die ärztliche Verordnung von Sprechstundenbedarf vom 1. Juli 2007:

§ 1 Absatz 1 der Sprechstundenbedarfsvereinbarung (Ergänzung)
Heilfürsorgeberechtigte (Feuerwehr, Landespolizei, Bundespolizei, Bundeswehr, Zivildienst) 

§ 1 Absatz 3
Der Begriff „Röntgenkontrastmittel“ wird durch den Begriff „Kontrastmittel“ ersetzt. 

§ 1 Absatz 4
Abweichend von (1), sind die Impfstoffe ab dem 1. Januar 2008 für die Primär- und Ersatzkassen sowie Heilfürsorgeberechtigten komplett zu Lasten der AOK Sachsen zu beziehen. 

Anlage 1

  • Ergänzung der Kennzeichnung Hilfsmittel (7) bei einzelnen Produkten und Produktgruppen
  • Aufnahme von Niederdruck-Verbindern und Tubing-Konnektoren in die Tabelle des Punktes 5. Mittel zur Diagnostik und Therapie unter „Einmalinfusionszubehör“
  • Zusammenfassen der Punkte 7. (Kontrastmittel) und 8. (Sonstige Mittel) zu Punkt 7. Kontrastmittel und sonstige Mittel:
  • Mittel für bildgebende Verfahren, die nach einmaliger Anwendung verbraucht sind, soweit sie nicht mit den Gebühren nach der jeweils gültigen Fassung des EBM abgegolten sind, z. B. Mittel zur Röntgenvorbereitung, zur Vorbereitung auf Sonographie und Endoskopie, auch Dobutamin zur Stress-Echokardiographie, wenn eine körperliche Belastung nicht durchführbar oder nicht aussagefähig ist 
  • Laxantien und Entschäumer für Notfälle

Anlage 2

Das Datum 1. Januar 2008 wird gestrichen und durch einen Platzhalter (**) mit der Kennzeichnung „noch nicht festgelegt“ ersetzt. Der Begriff „Röntgenkontrastmittel“ wird durch den Begriff „Kontrastmittel“ ersetzt.

Die Formulierung zur Fußnote (*) wird wie folgt geändert:

„Die fehlenden Daten werden erst nach Festlegung eines solchen Bezugsweges durch die Krankenkassen, durch diese und die KV Sachsen bekannt gemacht.“

Der Wortlaut der Protokollnotiz und die dadurch modifizierte Textfassung der Sprechstundenbedarfsvereinbarung samt Anlagen ist auf der Homepage der KV Sachsen zu finden.

– Verordnungs- und Prüfwesen/tro –