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KVS-Mitteilungen

KVS-Mitteilungen - Ausgabe 02/2008

HVM-Verhandlungen mit sächsischen Krankenkassen gescheitert

Die zwischen der KV Sachsen und den sächsischen Krankenkassen anberaumte zweite Verhandlungsrunde zur Anpassung des HVM für das Jahr 2008 endete am 28.01.2008 ergebnislos. Insbesondere gelang es nicht, die Beschlüsse des Bewertungsausschusses zur Anpassung der Regelleistungsvolumen (RLV) wegen der Einführung des EBM 2008 auf die Bedingungen der Leistungssteuerung in Sachsen konsentiert umzusetzen.

Die Krankenkassen forderten rückwirkend zum 01.01.2008 eine Anhebung der RLV um 13% beim Hausarzt und von 7% beim Facharzt bei gleichzeitiger Absenkung der RLV-Punktwerte, die derzeit bei 4 bzw. 3,75 ct in Sachsen liegen. Dies hätte RLV-Punktwerte von ca. 3,5 ct zur Folge gehabt. Die KV Sachsen hatte eine weit geringere Veränderung ab dem Quartal II/2008 angeboten und darüber hinaus die Bewertung der Auswirkungen des EBM 2008 zeitnah für Juni 2008 basierend auf dem Quartal I/2008 empfohlen, um ggf. für das Quartal III/2008 noch steuernd eingreifen zu können. In Folge der unterschiedlichen nicht konsentierbaren Standpunkte kündigten die Krankenkassen daraufhin an, das Landesschiedsamt Sachsen anzurufen.

Die KV Sachsen bedauert das Scheitern der Verhandlungen. Damit ist selbst die Fortführung des HVM in der bekannten Ausprägung ab 01.04.2008 von den sächsischen Krankenkassen zur Disposition gestellt worden.

Unabhängig vom Scheitern der Verhandlungen hat die KV Sachsen inzwischen die finanzneutrale Anhebung der hausärztlichen RLV um die Leistungsbedarfe aus der hausärztlichen Grundvergütung vorgenommen und dies den davon betroffenen Hausärzten mitgeteilt. Diese Änderungen wirken ab dem Quartal I/2008. Die KV Sachsen geht davon aus, dass eine Schiedsamtsverhandlung noch im Quartal I/2008 stattfinden wird. Über die Ergebnisse wird die KV Sachsen unmittelbar informieren.

– Abrechnung/fri –