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KVS-Mitteilungen - Ausgabe 01/2008

Ausgabe 01/2008

zum Inhalt dieser Ausgabe

Zur Lektüre empfohlen



 

Fabrice d’Almeida

Hakenkreuz und Kaviar

Das mondäne Leben im Nationalsozialismus

Aus dem Französischen von Harald Ehrhardt

2007.

380 Seiten mit Abbildungen.

Format 14 x 21 cm.

Gebunden mit Schutzumschlag. Euro 29,90

Patmos Verlag, Düsseldorf

ISBN 978-3-491-35013-7

Ein Blick in den Abgrund – hinter der Fassade von Glanz und Glamour lauern Verbrechen und Massenmord!

Der unübertroffene Kenner der Propaganda in totalitären Staaten, der französische Historiker Fabrice d’Almeida, liefert uns eine ungeschminkte Schilderung des Lebens der Gesellschaftsspitzen unter einem Diktator, der sich als siegreicher Welteroberer, aber auch als prunkliebender Kunstmäzen selbstinszeniert.

Adlige, Künstler, Filmdivas, Karrierediplomaten, Militärs und hohe Würdenträger von SS und NSDAP bilden den willfährigen Hofstaat der braunen Emporkömmlinge, erweisen Hitler, Goebbels, Göring und Himmler bei glanzvollen Empfängen ihre devote Reverenz und feiern das Regime auf rauschenden Festen. Viele begeistern sich für die Ziele des Diktators, beteiligen sich eifrig am Raub des jüdischen Vermögens und der immensen Kunstschätze in den von Hitler überfallenen Ländern.

– mpb –

 

Ernst Schubert

Räuber, Henker, arme Sünder

Verbrechen und Strafe im Mittelalter

2007.

389 Seiten mit 19 Abbildungen.

Format 17 x 24 cm.

Gebunden mit Schutzumschlag. Euro 39,90

Primus Verlag, Darmstadt

ISBN 978-3-89678-612-8

Zwei faktenreich und zugleich spannend geschriebene Bücher von Ernst Schubert, „Alltag im Mittelalter“ und „Essen und Trinken im Mittelalter“ stellten wir in dieser Rubrik bereits vor. Auch das neue Buch bietet ein weites Panorama mittelalterlicher Kultur- und Mentalitätsgeschichte – mitten aus dem Alltag und aus den Quellen (aus Gerichtsurteilen wie aus Schwänken, aus Sprichwörtern wie aus Chroniken) gegriffen.

Der Autor erzählt von Hexen und Galeerenstrafen, vom Ausrauben des Opferstockes, vom Betrug beim Wiegen von Lebensmitteln, vom kleinen Diebstahl, von Folter, Mord und Totschlag.

Das Mittelalter kannte eine höchst grausame Strafpraxis, erinnert wird dabei an die zumeist blutrünstigen Körperstrafen. Es wurden aber – wie Schubert, bestens historisch fundiert, belegt – viele der ausgesprochenen Körper- und Todesstrafen gar nicht vollzogen, da im mittelalterlichen Recht das Prinzip des Erbarmens wichtiger war als heute.

– mpb –

 

Klaus Gensicke

Der Mufti von Jerusalem und die Nationalsozialisten

Eine politische Biographie Amin el-Husseinis

2007.

247 Seiten.

Format 14,5 x 22 cm.

Festeinband. Euro 49,90

Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt

ISBN 978-3-534-20808-1

Porträt einer Schlüsselfigur der Kollaboration zwischen Nationalsozialisten und Palästinensern.

Der Mufti von Jerusalem (1895 – 1974) war die höchste politische Autorität der Palästinenser. In den 30er und 40er Jahren kollaborierte er offen mit den Nazis; 1941 bis 1945 lebte er in Berlin. Sein nationaler Extremismus, sein offener Antisemitismus und sein Bündnis mit dem Faschismus diskreditieren die Sache der Palästinenser bis heute.

Wer war Amin el-Husseini, der aus einer der führenden palästinensischen Familien stammte? Was führte ihn der Herrenmenschen-Ideologie der Nationalsozialisten entgegen? Welche Pläne hatten diese mit dem ungewöhnlichen Verbündeten? Der Autor zeichnet die Biographie dieses radikalen Politikers nach, schildert die Vorgeschichte bis zur Wahl zum Mufti, seine verhängnisvolle Anbiederung an den italienischen Faschismus und den Nationalsozialismus und seine Versuche, nach dem „Dritten Reich“ Fuß zu fassen.

– mpb –