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KVS-Mitteilungen

KVS-Mitteilungen - Ausgabe 01/2008

Ausgabe 01/2008

zum Inhalt dieser Ausgabe

Verordnung von Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln



Hinweis der gemeinsamen AG der KVS und der LVKS: Aufbereitung von Arzneimitteln zur parenteralen Anwendung

Unter Beachtung des Wirtschaftlichkeitsgebotes können für die sofortige parenterale Anwendung benötigte Arzneimittel, wie Bisphosphonate, Glukokortikoide, Antiemetika, Antimykotika, Antibiotika oder Antihistaminika nicht in der Apotheke zubereitet werden. Diese Arzneimittel gehören nicht zu den CMR (cancerogen-mutagen-reproduktionstoxischen)- Arzneimitteln und sind nur als Fertigarzneimittel zu Lasten der GKV verordnungsfähig.

Eine Rezepturanfertigung dieser Arzneimittel in Apotheken ist weder durch Herstellervorgabe, noch durch personenschutzrechtliche Bestimmungen oder Hygienevorschriften zwingend begründet. Die Zubereitung einer gebrauchsfertigen Infusionslösung gehört ebenso wie das Auflösen einer Trockensubstanz in der Injektionsflasche oder das Aufziehen eines Arzneimittels zur Injektion zu den erlernten Fähigkeiten eines Arztes.

Diese Tätigkeit kann unter der Verantwortung des Arztes auch an medizinische Fachangestellte delegiert werden. Die Zubereitung unter aseptischen Bedingungen soll direkt in der Arztpraxis zur unmittelbaren Anwendung am Patienten vorgenommen werden.

Die Nichtbeachtung des Wirtschaftlichkeitsgebotes kann zu Regressanträgen der Krankenkassen führen.

– Verordnungs- und Prüfwesen/tro –

Richtgrößen für das Jahr 2008 im Bereich der KV Sachsen

Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen und die Landesverbände der sächsischen Krankenkassen/ Verbände der Ersatzkassen (LVSK) vereinbaren für das Jahr 2008

Richtgrößen</a> für die Verordnung von Arznei- und Verbandmitteln und für die Verordnung von Heilmitteln.&nbsp;</p>

Hinweise zur Verordnung über Hilfsmittel

Ein Hilfsmittel ist, wie ein Arzneimittel auch, auf Muster 16 (rosa Rezeptvordruck) zu verordnen. Zusätzlich ist das Feld 7 für Hilfsmittel zu kennzeichnen.

Auf der Verordnung ist das Hilfsmittel vom Arzt so eindeutig wie möglich zu bezeichnen oder zu beziffern. Darüber hinaus sind alle für die individuelle Versorgung oder Therapie erforderlichen Einzelangaben zu machen. Der Arzt soll deshalb unter Nennung der Diagnose und des Datums insbesondere angeben:

  • Anzahl der Hilfsmittels
  • allgemeine Bezeichnung der Produktart oder die 7-stellige Positionsnummer (z. B. 14.24.01.0 für Inhalationsgeräte für die tiefen Atemwege mit Druckluftvernebler zur Standardbehandlung)
  • ggf. Art der Herstellung - (Maß)Konfektion, Anfertigung nach Maß

Das Einzelprodukt wird dann durch den Fachhandel nach Maßgabe der mit den Krankenkassen abgeschlossenen Verträge zur wirtschaftlichen Versorgung der Versicherten ausgewählt, wobei die Verantwortung für die Auswahl und die Abgabe des wirtschaftlich günstigsten Hilfsmittels beim Fachhandel liegt.

Eine Einzelproduktverordnung unter Angabe des Herstellers bzw. die Angabe der vollständigen 10-stelligen Positionsnummer sollte nur im Ausnahmefall erfolgen.

– Verordnungs- und Prüfwesen/dae –