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KVS-Mitteilungen

KVS-Mitteilungen - Ausgabe 10/2007

Hinweise für die Abrechnung

Abrechnung von Leistungen im Rahmen des Schwesternhausbesuches

Gemäß der zweiten Anmerkung zur Leistungslegende zu den GO-Nrn. 40240 und 40260 EBM darf der mit dem gesonderten Aufsuchen beauftragte Mitarbeiter nur die Leistungen erbringen, die an ihn vom Arzt im Einzelfall delegiert worden sind. Bei diesen delegierbaren Leistungen muss unterschieden werden, ob die Leistungen innerhalb der Praxis erbracht werden, wo der Arzt, wenn auch nicht unmittelbar, anwesend ist oder ob die Leistungen im Rahmen des so genannten Schwesternhausbesuches erbracht werden.

Vom Vorstand der KV Sachsen wurden ausgewählte Leistungen des EBM als delegierbare Leistungen im Schwesternhausbesuch bestätigt. Das Hauptkriterium bei der Auswahl dieser Leistungen war dabei der Anteil ärztlicher Leistungen gemäß Anlage 3 des EBM. Es handelt sich dabei um die GO-Nrn. 01430, 01820, 01828, 02323, 02500, 02501, 02510, 02511, 02512, 02520, 03314 30300, 30301, 30400, 30401, 30402, 30410, 30411, 30420 und 30421.

Dabei muss angemerkt werden, dass einzelne der oben genannten Leistungen nur dann im Schwesternhausbesuch abrechnungsfähig sind, wenn bestimmte obligate Leistungsinhalte erbracht werden. Als Beispiel seien die GO-Nrn. 01430 und 01820 genannt. Diese sind im Schwesternhausbesuch nur bei Übermittlung von Befunden oder ärztlichen Anordnungen an den Patienten abrechnungsfähig. Eine Ausstellung von Wiederholungsrezepten bzw. Überweisungsscheinen ist durch die Schwester nicht möglich. Die Leistungen nach denGO-Nrn. 30300 bis 30421 sind im Rahmen des Schwesternhausbesuches nur abrechnungsfähig, wenn sie durch entsprechend qualifizierte nichtärztliche Mitarbeiter (Krankengymnasten, Heilpädagogen, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten etc.) erbracht werden, die ihre Qualifikation gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen nachgewiesen haben.

DMP-Dokumentation

Im Zusammenhang mit DMP-Dokumentationen möchten wir nochmals auf die erfolgte Veröffentlichung zu diesem Thema in den KVS-Mitteilungen 5/2007 verweisen. In diesem Artikel wurde bereits veröffentlicht, dass ab 01. April 2008 die DMP-Dokumenation ausschließlich auf elektronischem Weg zu erfolgen hat.

Im Zuge seiner Bemühungen um den Bürokratieabbau in der ärztlichen Versorgung hat der Gemeinsame Bundesausschuss die Dokumentationsanforderungen von Disease-Management-Programmen (DMP) vereinfacht. Ein entsprechender Beschluss wurde zu den Dokumentationsanforderungen der DMP Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2, koronare Herzkrankheit (KHK), Asthma bronchiale und chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) am 13.September 2007 gefasst. Die Pflicht zur elektronischen Dokumentation gilt dabei auch, wenn Patienten in mehrere DMP eingeschrieben werden, wobei die Regelungen für multimorbide Versicherte gelten.

Abrechnung der Praxisgebühr bei Behandlung von Patienten im Rahmen der Regelversorgung und im Notfall/organisierten Bereitschaftsdienst

Wie bereits in den KVS-Mitteilungen Heft 9/2006 veröffentlicht, möchten wir nochmals auf die am 01. Oktober 2006 eingetretene Änderung der Bundesmantelverträge im Zusammenhang mit der Erhebung der Praxisgebühr hinweisen. Demzufolge ist die mehrfache Erhebung der Praxisgebühr, in derselben Praxis im selben Kalendervierteljahr bei demselben Patienten unzulässig.

Erfolgt die Behandlung eines Patienten sowohl in der Regelversorgung als auch im Notfall/organisierten Bereitschaftsdienst, so ist die Praxisgebühr lediglich einmal zu erheben. Die Abrechnung erfolgt im Rahmen der Erstinanspruchnahme über die Pseudo-Gebührenordnungsziffer 80030 oder ggf. 80030N, sofern die Erstinanspruchnahme im Notfall/organisierten Bereitschaftsdienstes erfolgt. Bei der zweiten Inanspruchnahme über die Pseudo-Gebührenordnungsziffer 80033, sofern dies von der Software gefordert wird. Hierbei ist nicht relevant, ob die Erstinanspruchnahme in der Regelversorgung oder im Notfall/ organisierten Bereitschaftsdienst erfolgte.

Antragsverfahren bei Gruppenpsychotherapien in der Verhaltentherapie

Die KBV hat uns gebeten, auf die mögliche Flexibilisierung des Antragsverfahrens bei Gruppenpsychotherapien in der Verhaltenstherapie hinzuweisen.

Im Laufe einer Verhaltenstherapie, auch innerhalb eines Bewilligungsschrittes, kann sich die Indikation für eine zusätzliche gruppentherapeutische Behandlung ergeben. Dies ist oft davon abhängig, ob eine genügend große Anzahl von Patienten für eine Gruppe zustande kommt, was vor allem bei themenzentrierten Gruppen in der Verhaltenstherapie oft schwierig ist. Daher werden oft Einzelsitzungen beantragt. Kommt dann doch eine Gruppe zustande, müsste ein erneutes Antrags- und Genehmigungsverfahren eingeleitet werden.

Diese Schwierigkeit kann dadurch beseitigt werden, dass der Psychotherapeut bei der Begründung seines Antrages im Hinblick auf „Art und Umfang der geplanten Psychotherapie“ auf dem Formblatt PTV 2 bzw. den Bericht an den Gutachter zusätzlich einen Hinweis auf eine ggf. durchzuführende Gruppenbehandlung gibt. Damit wäre auch dem Erfordernis in § 11 Abs. 8 der Psychotherapie-Vereinbarung genüge getan, dass die Kombination von Gruppenbehandlung und Einzelbehandlung (allgemein) in der Begründung zum Antrag darzustellen sei. Dabei sollte auch angegeben werden, ob eine kleine Gruppe (GO-Nrn 35222 und 35223) oder eine große Gruppe (GO-Nrn. 35224 und 35225) geplant sei. Bei der Abrechnung gilt dann unverändert die Bestimmung, die in Abschnitt E. 1.2.3 der Psychotherapie-Richtlinie festgelegt ist, dass die in der verhaltenstherapeutischen Gruppentherapie erbrachte Doppelstunde im Gesamtkontingent als Einzelstunde gezählt wird.

Mit dieser Verfahrensweise sind keine Verletzungen der bestehenden Bestimmungen in den Psychotherapie-Richtlinien und -Vereinbarungen verbunden. Die Spitzenverbände der Krankenkassen haben zu einem entsprechenden Vorschlag keine Einwände geäußert.

Vordrucke im Zusammenhang mit der Einführung der lebenslangen Arztnummer und der Betriebsstättennummer zum 01.01.2008

Im Rahmen der Einführung der lebenslangen Arztnummer und der Betriebsstättennummer zum 01. Januar 2008 ändern sich auch die Vordrucke. Da zum derzeitigen Zeitpunkt noch keine abschließende Aussage zur Weiterverwendung der alten Vordrucke getroffen werden kann, möchten wir darauf hinweisen, Vordrucke nur noch in der bis dahin für Sie erforderlichen Menge zu bestellen. Insbesondere sind Vordrucke betroffen, auf denen Ihre Arztnummer aufgedruckt wird – wie zum Beispiel beim Rezept (Muster 16).

Todesbescheinigung

Ergänzend zum Artikel „Todesbescheinigungen“ im Heft 9/2007 der KVS-Mitteilungen, möchten wir Ihnen hinsichtlich der Angabe der E-Klassifikation bei Attestierung eines nichtnatürlichen Todes die Internetadresse www.dimdi.de/static/de/klassi/diagnosen/icd10/ mitteilen.

Dieser Internetadresse können Angaben zur E-Klassifikation entnommen werden. Dabei empfiehlt es sich die aktuelle WHO-Ausgabe zu öffnen. In der Buchausgabe des ICD-10-GM sind Angaben zur E-Klassifikation im Kapitel XX „Äußere Ursachen von Morbidität und Mortalität“ zu finden.

– Abrechnung/eng–