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KVS-Mitteilungen - Ausgabe 07-08/2007

Ausgabe 07-08/2007

zum Inhalt dieser Ausgabe

Zur Lektüre empfohlen



 

Hans Fricke

Die Jagd nach dem Quastenflosser

Der Fisch, der aus der Urzeit kam

2007.

302 Seiten mit 54 Abbildungen und

1 Karte.

Format 14 x 22 cm.

Gebunden mit Schutzumschlag.

Euro 19,90

Verlag C. H. Beck, München

ISBN 978-3-406-55635-7

Man kannte Quastenflosser nur als Versteinerungen und nahm an, dieser für unsere Vorstellungen über die Entstehung der Vierfüßer so wichtige Fisch, der über 400 Millionen Jahre alt ist, wäre vor rund 65 Millionen Jahren ausgestorben. Doch dann geriet er 1938 ins Netz eines Trawlers und erneut erst im Jahre 1952. Dieses „lebende Fossil“ und der Autor brachten es zu weltweitem Ruhm. Hans Fricke, Zoologe der Universität München und Filmemacher, folgte mit den Tauchbooten Geo und Jago dem „Quasti“ in große Meerestiefen und kam seinen Geheimnissen immer näher. Mit Ausdauer und unendlichem Fleiß gelang es Fricke und seiner Mannschaft immer mehr Quastenflosser zu finden und mehr als 120 Tiere an ihren Flossenmustern zu unterscheiden. Das Buch berichtet aber auch von unlauteren Machenschaften der Medien und von der Gefahr, die den Tieren bei Umgehung aller Vorschriften und Regeln durch skrupellose Fänger und mafiaähnlichen Schwarzhandel droht.

– mpb –

Wolfgang Wieser

Gehirn und Genom

Ein neues Drehbuch für die Evolution

2007.

285 Seiten.

Format 14 x 22 cm.

Gebunden mit Schutzumschlag.

Euro 22,90

Verlag C. H. Beck, München

Die Evolution des Menschen vollzog sich auf genetischer Grundlage, lässt sich dadurch allein jedoch nicht erklären, denn das Auftreten des menschlichen Gehirns auf der Bühne der Evolution stellt eine Zäsur dar. Erbgut und Gehirn trugen und tragen auf je eigene durchaus konkurrierende Weise zur Dynamik des evolutionären Geschehens bei. Schon in ihren zeitlichen Dimensionen unterscheiden sie sich gewaltig. Der Beitrag des Genoms zur Evolution wird in Tausenden bis Millionen Jahren oder in Hunderten bis Tausenden von Generationen gemessen, der Beitrag des Gehirns jedoch in Minuten, Tagen, Jahren bzw. in einer einzigen Generation.

Das Gehirn ist in der Lage, aus seinen Auseinandersetzungen mit der Umwelt etwas anderes zu machen als die Erbanlagen. Die Mehrzahl seiner Hervorbringungen sind autonome Leistungen, für die das Genom keine Anweisungen parat hat. – Der Autor zeichnet ein Bild der Evolution, in der neben dem „egoistischen Gen“ das Gehirn die zweite Hauptrolle spielt und es auch auf die Vererbung erworbener Eigenschaften ankommt.

– mpb –

Anja Grebe

Albrecht Dürer

Künstler, Werk und Zeit

2006.

191 Seiten mit 40 Abbildungen.

Format 16,5 x 24 cm.

Festeinband. Euro 29,90

Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt

ISBN 978-3-534-18788-1

Kein aufwändiges Buch, vielmehr ein liebevoll verfasstes, vielseitig und spannungsreich entworfenes Porträt des Menschen und Künstlers Albrecht Dürer gibt uns die Kunsthistorikerin und freie Mitarbeiterin am Germanischen Nationalmuseum Nürnberg in die Hand.

Sie schildert das Leben und Wirken des Meisters im Kontext der Zeit, von der Kindheit, den Lehrjahren über die Meisterschaft bis zum bald einsetzenden Ruhm. Zentrale Werke aus verschiedenen Schaffensphasen werden von der Autorin souverän interpretiert, neue Forschungsergebnisse anschaulich erläutert. So erschließt sich dem Leser auch die über die Jahrhunderte hinweg andauernde Faszination, die bis heute von Dürers weltberühmten Gemälden und Graphiken ausgeht.

Albrecht Dürer ist weltweit der berühmteste deutsche Künstler. Schon zu Lebzeiten war er ein international gefeierter Künstlerstar, dessen Ruhm stetig wuchs; im Gegensatz zu vielen anderen Künstlern war Dürer zu keiner Zeit völlig vergessen, seine Werke wurden geradezu fanatisch gesammelt.

– mpb –