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KVS-Mitteilungen - Ausgabe 02/2007

Ausgabe 02/2007

zum Inhalt dieser Ausgabe

Verordnung von Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln



Zuständigkeit der Verordnung von Krankenbeförderungen zur ambulanten Behandlung beim Facharzt

Jeder Vertragsarzt kann eine Krankenbeförderungsleistung verordnen, wenn die Fahrt im Zusammenhang mit einer Leistung der Krankenkasse zwingend medizinisch notwendig ist. Die Verordnung soll vor der Beförderung ausgestellt werden, nur in Notfällen kann nachträglich verordnet werden. Dabei sind Verordnungen von Krankenbeförderungen zu ambulanten Behandlungen gemäß § 60 Abs. 1 SGB V nur in besonderen Ausnahmefällen möglich (hoch frequente Behandlung bzw. dauerhafte Mobilitätseinschränkung gemäß § 8 der Krankentransport-Richtlinien). Der Versicherte muss die Kostenübernahme der Verordnung vorher von seiner Krankenkasse genehmigen lassen. Erst danach ist sicher, ob die jeweilige Krankenkasse die Kosten der Beförderung trägt. Von der Genehmigungspflicht ausgenommen sind Fahrten zu einer vor- und nachstationären Behandlung gemäß § 115 a SGB V oder zu einer ambulanten Operation gemäß § 115 b SGB V.

Eine verbindliche Regelung über die Zuständigkeit für die Verordnung gibt es nicht. Sinnvollerweise stellt der Hausarzt bei Vorliegen einer medizinischen Notwendigkeit der Beförderung die Verordnung zum Krankentransport aus, wenn er den Patienten zum Facharzt überweist, damit die Verordnung bereits im Vorfeld des Transportes von der Krankenkasse genehmigt werden kann. Sucht der Patient ohne Überweisung vom Hausarzt den Facharzt auf, gehört es nicht in die Zuständigkeit des Hausarztes, eine Krankenbeförderung zu verordnen.

Wird der Patient vom Facharzt zur weiteren Behandlung wiederbestellt oder verbleibt der Patient zur weiteren Behandlung beim Facharzt, so fällt es in den Bereich der Mit- und Weiterbehandlung durch den Facharzt, bei Notwendigkeit die entsprechende Verordnung auszustellen. Die für die Verordnung notwendigen Angaben zum Gesundheitszustand des Patienten und seiner Gehfähigkeit sind dem Facharzt in diesen Fällen aus der eigenen Behandlung bekannt. (Veröffentlichungen zum Thema Kranken- beförderungen u. a. in den KVS-Mitteilungen 2/2004 und 9/2004).

– Verordnungs- und Prüfwesen/BGST Leipzig–

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Regressanträge der Krankenkassen im Quartal 4/2006

Eine Übersicht zu den Prüfanträgen SoS finden Sie oben im PDF "Download des Artikels

Die Geschäftsstelle der Prüfgremien informiert zu aktuell gestellten Prüfanträgen der Krankenkassen auf Feststellung eines sonstigen Schadens (SoS) im Quartal 4/2006.

Wiederum werden die Anträge in der Mehrzahl der Fälle mit Verordnungsausschlüssen bzw. -einschränkungen gemäß den Arzneimittel-Richtlinien begründet.

Die Geschäftsstelle der Prüfgremien bittet deshalb darum, diese Vorschriften unbedingt zu beachten.

Die Tabelle gibt einen Überblick zu den in Sachsen am häufigsten von Prüfanträgen betroffenen Präparaten:

Erneut weist die Geschäftsstelle auf die beträchtliche Zahl von Rückforderungsanträgen wegen Verordnungen während des stationären Krankenhausaufenthalts sowie nach dem Tod des Patienten hin.

Geschäftsstelle der Prüfgremien der Ärzte und Krankenkassen Sachsen

01099 Dresden, Am Waldschlößchen 4, Telefon: 0351/2 13 26-50

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