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KVS-Mitteilungen

KVS-Mitteilungen - Ausgabe 02/2007

Ergebnis der Schiedsamtsverhandlung zum Arzneimittelausgabenvolumen 2007

Die Landesverbände der Krankenkassen und die KV Sachsen haben am 25. Januar 2007 unter Vermittlung des Landesschiedsamtes die Arzneimittelvereinbarung 2007 sowie weitere Regelungen abgeschlossen (siehe Beilage zu diesem Heft).

1. Arzneimittelvereinbarung gemäß § 84 SGB V für das Jahr 2007

a) Festlegung des Ausgabenvolumens 2007 in Höhe von 1.331.930.228 Euro (Basis Schiedsspruch 2006, + 6,1 %, beinhaltet keine Absenkung wegen Wirtschaftlichkeitsreserven, unter Vorbehalt der Klage der KV Sachsen gegen den Schiedsspruch zum Ausgabenvolumen 2006)

b) Zielvereinbarung

c) ergänzende Vereinbarung zur Umsetzung der Bonus-Malus-Regelung, die in 2007 wie folgt modifiziert angewandt wird:

Es findet eine Verrechnung aller Unter- und Überschreitungsbeträge über alle sieben prüfungsrelevanten Wirkstoffgruppen beim einzelnen Arzt statt. Durch diese Saldierung konnte eine Entschärfung der Überschreitungsproblematik in den einzelnen Wirkstoffgruppen erreicht werden. Aus einer verbleibenden Überschreitung, welche die 10%-Grenze übersteigt, ergibt sich ein gegenüber den Kassen zu erstattender Malus gemäß der gesetzlichen Abstaffelung. Zur Verdeutlichung sei an dieser Stelle durch unten stehende Tabelle noch einmal darauf hingewiesen:

Die Feststellung von Über- bzw. Unterschreitungen sowie die Information der Ärzte erfolgt quartalweise. Die endgültige Bewertung der verursachten Durchschnittskosten je Wirkstoffgruppe wird erst nach Vorliegen der vollständigen Daten für das gesamte Verordnungsjahr 2007 vorgenommen. Damit erschließt sich für die sächsischen Vertragsärzte die Möglichkeit zur Steuerung ihres Verordnungsverhaltens hinsichtlich einer Zielwerteinhaltung und damit zur Regressvermeidung.

Eine aus der Saldierung der Wirkstoffgruppen je Arzt resultierende Unterschreitung ergibt einen Bonus gemäß folgender Abstaffelung:

unter 100% bis 90%:

67% der Unterschreitung

unter 90% bis 80%:

75% der Unterschreitung

unter 80%:

100% der Unterschreitung

Bonuszahlungen durch die Krankenkassen erfolgen in einer Gesamtsumme an die KV Sachsen, welche die Mittel dann an die insgesamt wirtschaftlich verordnenden Ärzte verteilt. Die Summe der Boni ist begrenzt auf die Summe der Malusse.

Weiterhin wurden auf Landesebene die folgenden, aus Sicht der KV Sachsen sehr wichtigen Punkte in der Vereinbarung fixiert:

– Die onkologische Indikation bei Verordnung von Ibandronsäure wird berücksichtigt.

– Als Grundlage zur Festlegung von DDD wird die Klassifikation nach WIdO herangezogen. Sollte die Bundesebene auf DDD nach DIMDI umstellen, werden ggf. schon festgestellte Über- oder Unterschreitungsbeträge entsprechend korrigiert (besonders wichtig in der Gruppe der Protonen- pumpeninhibitoren).

2. Richtgrößenvereinbarung

Auf Basis des unter 1 a. festgelegten Ausgabenvolumens werden die Richtgrößen für 2007 festgelegt. Es erfolgt keine Bereinigung der Richtgrößen um die dem Bonus-Malus-Prüfverfahren unterliegenden Verordnungsanteile.

3. Änderung der Richtgrößen-Prüfvereinbarung

Bei Überschreitung der Richtgröße wird das dem Arzt zugeordnete Verordnungsvolumen um diejenigen Verordnungsanteile bereinigt, die dem Bonus-Malus-Prüfverfahren unterliegen. Es kommt praktisch ein Verfahren in Analogie zur Anerkennung von Praxisbesonderheiten zur Anwendung.

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Medizinische Rehabilitation – Ende der Übergangsfrist am 31.03.2007

Über die Voraussetzungen zur Erteilung der Genehmigung zur Verordnung von Leistungen zur medizinischen Rehabilitation und über die Verlängerung der Übergangsfrist bis zum 31.03.2007 berichteten wir bereits in den KVS-Mitteilungen 6/2005, 4/2006 und 7-8/2006.

Ab dem 01.04.2007 dürfen nur noch diejenigen Vertragsärzte Leistungen zur medizinischen Rehabilitation verordnen, die über eine der in § 11, Abs. 2 der Rehabilitations-Richtlinien genannten Qualifikationen verfügen.

Vertragsärzte, die bislang noch keinen Antrag auf Erteilung der Genehmigung zur Durchführung und Abrechnung von Leistungen nach GO-Nr. 01611 EBM 2000plus gestellt haben, sollten dies umgehend tun. Antragsformulare sind über die Abteilungen Sicherstellung der zuständigen Bezirksgeschäftsstelle erhältlich.

– Sicherstellung/ba –

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