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KVS-Mitteilungen

KVS-Mitteilungen - Ausgabe 02/2007

Hinweise für die Abrechnung

Akupunktur

Zum 01.01.2007 wurde in der Anlage I der Richtlinie „Methoden vertragsärztliche Versorgung“ unter Nr. 12 die „Körperakupunktur mit Nadeln ohne elektrische Stimulation bei chronisch schmerzkranken Patienten“ aufgenommen. Die Abrechnung von ab dem 01.01.2007 begonnenen Akupunkturserien richtet sich nach dem EBM 2000plus gemäß der Qualitätssicherungsvereinbarung nach §135 Abs. 2 SGB V. Die Körperakupunktur ist somit ab dem 01.01.2007 für die beiden nachfolgend aufgeführten Indikationen zugelassen und nach den nachfolgend aufgeführten EBM-GNR abzurechnen.

Indikationen:

– „Chronische Schmerzen der Lendenwirbelsäule“ oder

– „Chronische Schmerzen eines oder beider Kniegelenke durch Gonarthrose“

EBM-GNR (30790 und 30791)

30790 – Eingangsdiagnostik und Abschlussuntersuchung zur Behandlung mittels Körperakupunktur

…………………… 1060 Pkt.

– Die Nr. 30790 ist einmal im Krankheitsfall berechnungsfähig.

30791 – Durchführung einer Körperakupunktur

……………………… 480 Pkt.

– Die Nr. 30791 ist dabei je dokumentierter Indikation bis zu 10-mal, mit besonderer Begründung bis zu 15-mal im Krankheitsfall berechnungsfähig.

(Bei Behandlung beider Indikationen ist die Nr. 30791 im Krankheitsfall somit höchstens 20-mal bzw. mit besonderer Begründung höchstens 30-mal berechnungsfähig).

– Die Sachkosten inklusive der verwendeten Akupunkturnadeln sind in dieser Leistung enthalten.

Die Akupunktur-Vereinbarung im Rahmen eines Modellvorhabens nach §§ 63 ff. SGB V mit der AOK Sachsen ist aufgrund der Aufnahme von Akupunkturleistungen in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen (Abrechnung nach EBM ab dem 01.01.2007) somit beendet. Die KBV weist darauf hin, dass beim Erwerb der Zusatzweiterbildung Akupunktur die jeweiligen Fachgebietsgrenzen zu beachten sind.

Mutmaßlicher Tag der Entbindung

Seit Einführung der Praxisgebühr erlangt der Überweisungsschein auch im gynäkologischen Bereich eine immer größere Bedeutung, sodass das Feld „Mutmaßlicher Tag der Entbindung“ (FK 4206) mittlerweile auch für die Satzart 0102 (Überweisung) notwendig geworden ist. Seit dem Quartal 4/2006 ist die Feldkennung 4206 „Mutmaßlicher Tag der Entbindung“ gemäß KVDT-Datensatzbeschreibung auch im Überweisungsfall möglich. Eine Anpassung des Überweisungs-scheines erfolgt nach Information der KBV jedoch nicht. Für eine korrekte Abrechnungsbearbeitung bitten wir Sie, bei der Abrechnung von Leistungen nach den Richtlinien der Mutterschaftsvorsorge, in der Feldkennung 4206 den mutmaßlichen Tag der Entbindung anzugeben. Eine fehlende Angabe in der FK 4206 kann zur Aberkennung von Leistungen der Mutterschaftsvorsorge führen.

Seitenlokalisation OP-Schlüssel (OPS)

Im Zusammenhang mit der Abrechnung von ambulanten Operationen möchten wir Sie noch einmal um korrekte Angaben der OPS-Codes bitten. Ambulante Operationen sind, entsprechend der Präambel in Abschnitt 31.2 Abs. 9 des EBM, erst dann berechnungsfähig, wenn hinter der GNR die gültige OPS-301-Prozedur aus dem Anhang 2 des EBM dokumentiert ist.

Ab dem 01.07.2006 ist dabei auch die Seitenlokalisation verbindlich anzugeben, sofern der OPS dies erfordert. Codes, die Prozeduren an paarigen Organen oder Körperteilen abbilden, sind in der tabellarischen Aufstellung unter der Rubrik „Seite“ mit einem Doppelpfeil (<invalid>) gekennzeichnet. Die Seitenlokalisation ist bei der Verwendung dieser OPS-Codes in der FK 5041 zu dokumentieren. Erlaubte Inhalte sind R = Rechts, L = Links oder B = Beidseits. Eine unzureichende Kennzeichnung kann zur Aberkennung der Leistung führen (siehe auch Veröffentlichungen in den KVS-Mitteilungen 4/2006, 6/2006, 7-8/2006).</invalid>

OPS für Sterilisationsoperation

Sterilisationsoperationen beim Mann nach der GNR 01854 und bei der Frau nach der GNR 01855 sind gemäß EBM nach OPS-301 zu kodieren. Auch hier bitten wir Sie für eine korrekte Abrechnungsprüfung um die Angabe des zutreffenden OPS-Codes. Bei fehlerhafter Angabe des OPS-Codes kann dies zur Streichung der GNR 01854 bzw. 01855 führen. Die Tabellen 1 und 2 enthalten die zurzeit gültigen Codes für Sterilisationsoperationen.

GOÄ-Vergütungsabschlag (Ost)

Ergänzend zu dem Artikel „Vertrag Ärzte/ Unfallversicherungsträger“ in den KVS-Mitteilungen 1/2007, informieren wir Sie, dass durch den Artikel 7 des Vertragsarztrechtsänderungsgesetzes (VÄndG) die 6. Gebührenanpassungsverordnung vom 18. Oktober 2001 (BGBL.I S. 2721) und damit der dort geltende Vergütungsabschlag auch für privatärztliche und -zahnärztliche Leistungen aufgehoben wird.

Tabellen "OPS zur GNR 01854" und "OPS zur GNR 01855" finden Sie im PDF "Download des Artikels"

– Abrechnung/silb –

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Korrektur - Grunddaten der Punktwertberechnung des III. Quartals 2006

Sie finden die korrigierte Übersicht zu den Grunddaten der Punktwertberechnung oben im PDF "Download des Artikels

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